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Prüfbericht  /  Garten

Scheppach Kettensäge CSP5300 im Test: Schnitt, Verbrauch, Vibration

Eine Benzinkettensäge mit 53 Kubikzentimetern Hubraum liegt in der Klasse für Brennholz und gelegentliche Fällarbeit. Geprüft wurde nicht das Datenblatt, sondern die Schnittzeit an einem definierten Stamm, der Verbrauch je Stunde, die Bremszeit der Kettenbremse und die Schwingung am Griff, aus der sich die zulässige Einsatzdauer errechnen lässt.

Geprüft8,4 Sekunden durch 200 Millimeter Fichte und 10 Meter je Sekunde Kettengeschwindigkeit. Die Vibration begrenzt den Tag auf gut eine Stunde.

Scheppach CSP5300, Schnittzeit durch abgelagerte Fichte mit 200 mm Durchmesser, neue Kette, je fünf Schnitte gemittelt
MessungWertWorausBemerkungBefund
Gewicht ohne Betriebsstoffe6,20 kgWaagemit 45-cm-Schiene
Gewicht betriebsbereit6,92 kgWaageTank und Öl voll
Schnittzeit 200 mm Fichte8,4 sStoppuhrSchnittfläche 314 cm²
Schnittleistung0,22 m²/min314 cm² ÷ 8,4 sVergleichsgröße
Kettengeschwindigkeit10,0 m/s7 Zähne × 9,525 mm × 9.000/minVolllast
Bremszeit der Kettenbremse0,08 sHochgeschwindigkeitsaufnahmeGrenzwert 0,12 s

8,4 Sekunden durch 200 Millimeter

Als Prüfschnitt diente ein abgelagerter Fichtenstamm mit 200 Millimetern Durchmesser, jeweils fünf Trennschnitte mit einer neuen Kette und ohne Nachdrücken über das Eigengewicht der Säge hinaus. Der Mittelwert lag bei 8,4 Sekunden, die Einzelwerte zwischen 7,9 und 9,1.

Die Schnittfläche eines solchen Stamms beträgt 314 Quadratzentimeter, das ergibt eine Schnittleistung von 0,22 Quadratmetern je Minute.

Als Vergleichsmaßstab zwischen zwei Sägen taugt nur die Schnittleistung, denn sie fasst Motorleistung, Kettengeschwindigkeit und Schärfe in einem Wert zusammen. Mit einer nach zwei Betriebsstunden nachgeschärften Kette lag die Zeit bei 9,8 Sekunden, mit einer stumpfen, ungeschärften nach vier Stunden bei 21 Sekunden. Die Kette macht damit mehr Unterschied als jede Motorvariante in dieser Klasse.

Zehn Meter je Sekunde am Zahn

Die Kettengeschwindigkeit lässt sich rechnen statt messen. Das Ritzel hat sieben Zähne, die Kettenteilung beträgt drei Achtel Zoll, also 9,525 Millimeter. Ein Umlauf des Ritzels bewegt die Kette damit um 66,7 Millimeter, und bei 9.000 Umdrehungen je Minute unter Last ergeben sich 10,0 Meter je Sekunde.

Übliche Werte liegen zwischen 8 und 20 Metern je Sekunde, wobei die höheren Werte den Profigeräten gehören. Zehn Meter je Sekunde sind für Brennholz und Stämme bis etwa 300 Millimeter angemessen; oberhalb davon dauert der Schnitt lange, der Motor arbeitet im Bereich hoher Last und die Kette erwärmt sich stärker, was den Verschleiß beschleunigt.

Die Kettenbremse stoppt in 0,08 Sekunden

Für diese Messung wurde die Säge auf Volllast gebracht, der Handschutz nach vorn geschlagen und der Vorgang mit 240 Bildern je Sekunde aufgenommen. Zwischen Auslösen und Stillstand der Kette lagen 19 bis 21 Bilder, also 0,08 bis 0,09 Sekunden. Die einschlägige Norm verlangt für diese Geräteklasse höchstens 0,12 Sekunden.

Nachgeprüft wurde zusätzlich die Auslösung durch Rückschlag, indem die Schienenspitze absichtlich gegen ein festes Holzstück geführt wurde: die Trägheitsauslösung sprach in vier von fünf Versuchen an. Das ist die wichtigste Sicherheitsfunktion der Säge, und sie gehört vor jedem Arbeitstag geprüft, indem die Bremse bei Standgas ausgelöst und wieder gelöst wird.

6,2 Meter je Quadratsekunde und die Folge daraus

Die Schwingung am hinteren Handgriff wurde mit einem Beschleunigungsmesser im Schnittbetrieb bestimmt: 6,2 Meter je Quadratsekunde als Effektivwert, am vorderen Griff 5,4. Diese Zahl ist keine technische Fußnote, sondern begrenzt die Arbeitszeit. Die Tagesexposition wird als Achtstundenwert gerechnet: der gemessene Wert mal der Wurzel aus der Einsatzzeit geteilt durch acht Stunden. Bei 6,2 Metern je Quadratsekunde wird der Auslösewert von 2,5 nach 1,3 Stunden reiner Schnittzeit erreicht und der Grenzwert von 5,0 nach 5,2 Stunden. Reine Schnittzeit ist dabei die Zeit mit laufender Kette im Holz, nicht der Arbeitstag; bei Brennholzarbeit mit Aufteilen und Stapeln sind das etwa drei bis vier Stunden Anwesenheit.

Ein Liter Sprit je Stunde

Über vier Tankfüllungen im Brennholzbetrieb hielt der 550-Milliliter-Tank jeweils 30 bis 34 Minuten, im Mittel 32. Das ergibt 1,03 Liter je Stunde. Bei einem Mischungsverhältnis von 1:40 kommen 26 Milliliter Zweitaktöl hinzu, und das Kettenöl lief mit 235 Millilitern je Kraftstofftank fast im gleichen Takt leer.

Zusammen kosten die Betriebsstoffe rund 3,50 € je Betriebsstunde, gerechnet mit 1,89 € je Liter Benzin, 16 € je Liter Zweitaktöl und 3 € je Liter Kettenöl. In einer Stunde ließen sich rund 0,4 Kubikmeter Fichtenstämme auf Ofenlänge schneiden, was die Betriebsstoffkosten auf etwa 9 € je Kubikmeter Schnittholz bringt.

104 Dezibel am Ohr

Der Schallpegelmesser am Ohr des Bedieners zeigt im Schnitt 104 dB, im Standgas 88 dB. Ab 85 dB ist Gehörschutz vorgeschrieben, und bei 104 dB liegt die zulässige Einwirkzeit ohne Schutz im Bereich von Minuten. Ein Kapselgehörschutz mit einer Dämmung von 28 dB bringt den Wert am Ohr auf etwa 76 dB.

Die vollständige Schutzausrüstung für diese Säge umfasst Helm mit Visier, Gehörschutz, Schnittschutzhose der passenden Klasse, Handschuhe und Sicherheitsschuhe mit Schnittschutz. Diese Aufzählung ist keine Empfehlung, sondern die Voraussetzung dafür, dass die 10 Meter je Sekunde Kettengeschwindigkeit aus Abschnitt 02 keine Verletzung bedeuten, wenn die Kette abspringt oder die Säge zurückschlägt.

Die Ölpumpe und der Verbrauch an der Schiene

Kettenöl wird über eine Pumpe an die Schiene gefördert, und die Menge entscheidet über den Verschleiß von Kette, Schiene und Ritzel. Nachgemessen lief der 260-Milliliter-Ölbehälter je Kraftstofftank um 235 Milliliter leer, das Verhältnis von Öl zu Sprit liegt damit bei 0,43. Ein Wert um 0,4 bis 0,5 gilt als richtig; deutlich weniger bedeutet trockenen Lauf.

Prüfen lässt sich das ohne Werkzeug: bei Vollgas über einen hellen Stamm gehalten zeichnet eine ausreichend geölte Kette nach zwei Sekunden eine Ölspur auf das Holz. Blieb das Holz trocken, war zweimal ein verstopfter Ölkanal an der Schienenaufnahme die Ursache, gereinigt mit einem Draht von 1 mm. Die Nut der Schiene selbst wurde nach zehn Betriebsstunden mit dem Messschieber geprüft: 1,3 statt 1,32 mm Breite, also kein messbarer Verschleiß.

Starten, Kaltstart und Vergaser

Der Kaltstart brauchte im Mittel drei Zugbewegungen mit Choke und zwei ohne, bei zehn Versuchen an fünf verschiedenen Tagen mit Temperaturen zwischen 4 und 22 Grad. Zweimal sprang die Säge erst beim siebten Zug an, beide Male bei 4 Grad und nach zwei Wochen Standzeit.

Der Vergaser hat Einstellschrauben für Leerlauf und Gemisch. Nachgemessen mit einem Drehzahlmesser lag der Leerlauf ab Werk bei 3.100 Umdrehungen je Minute, was über dem üblichen Bereich von 2.700 bis 3.000 liegt; bei diesem Wert lief die Kette im Leerlauf noch nicht mit, aber die Kupplung stand kurz davor. Eine viertel Umdrehung an der Leerlaufschraube brachte 2.850 Umdrehungen, und dieser Wert gehört bei jeder neuen Säge geprüft.

Kette schärfen und was es bringt

Die Schnittzeit ist der beste Schärfeindikator. Nach zwei Betriebsstunden stieg sie von 8,4 auf 9,8 Sekunden, nach vier Stunden auf 21. Mit einer Rundfeile von 4,0 Millimetern Durchmesser und einem Feilwinkel von 30 Grad, fünf Züge je Zahn, sank sie wieder auf 8,9 Sekunden.

Der Tiefenbegrenzer wurde nach dem dritten Schärfgang mit einer Feillehre auf 0,65 Millimeter nachgesetzt, weil die Zähne durch das Schärfen kürzer werden und der Begrenzer sonst zu hoch steht.

Ohne diesen Schritt schneidet auch eine scharfe Kette nicht mehr richtig; nachgemessen lag die Schnittzeit mit scharfen Zähnen und zu hohem Begrenzer bei 14 Sekunden. Eine Ersatzkette kostet 15 bis 22 €, eine Feile 6 €.

Was der Prüfumfang nicht abdeckt

Die Messungen entstanden im Brennholzbetrieb an liegendem Holz. Fällarbeit ist eine andere Tätigkeit mit eigenen Anforderungen, und für Arbeiten im Wald verlangen Waldbesitzer und Versicherer in Deutschland üblicherweise einen Sachkundenachweis. Diese Seite ersetzt keine Einweisung und keinen Kurs.

Über die Lebensdauer von Kolben und Zylinder sagt dieser Prüfumfang nichts. Bei Zweitaktmotoren dieser Klasse entscheidet darüber vor allem die Qualität der Mischung und die Frische des Kraftstoffs: Benzin mit Ethanolanteil zieht Wasser und greift nach einigen Monaten Standzeit Dichtungen und Membranen an. Über zehn Betriebsstunden ließ sich davon nichts beobachten, und genau das ist die Aussage: zehn Stunden sagen darüber nichts.

Verbrauch und Betriebsstoffe über vier Tankfüllungen im Brennholzbetrieb, Mischung 1:40
GrößeWertRechnungKostenBefund
Tankinhalt Kraftstoff550 mlMessbecherentfällt
Laufzeit je Tank32 minStoppuhr, Schnittbetriebentfällt
Verbrauch je Stunde1,03 l0,55 l ÷ 32 min × 601,95 €
Zweitaktöl je Stunde26 ml1:40 auf 1,03 l0,42 €
Kettenöl je Tankfüllung235 mlNachfüllmenge gewogen0,71 €
Summe Betriebsstoffe je StundeentfälltSprit, Öl, Kettenöl3,50 €

Häufige Fragen

Wie schnell schneidet die Scheppach CSP5300?

8,4 Sekunden durch einen abgelagerten Fichtenstamm mit 200 mm Durchmesser, gemittelt über fünf Schnitte mit neuer Kette. Das entspricht 0,22 Quadratmetern Schnittfläche je Minute. Nach vier Betriebsstunden ohne Schärfen stieg die Zeit auf 21 Sekunden.

Wie schnell läuft die Kette?

10,0 Meter je Sekunde. Das Ritzel hat sieben Zähne, die Teilung beträgt 9,525 mm, ein Umlauf bewegt die Kette also 66,7 mm; bei 9.000 Umdrehungen unter Last ergibt das den Wert. Übliche Sägen liegen zwischen 8 und 20 Metern je Sekunde.

Wie viel Benzin verbraucht die Säge?

1,03 Liter je Stunde. Der 550-ml-Tank hielt im Schnittbetrieb 32 Minuten. Mit 26 ml Zweitaktöl bei 1:40 und 235 ml Kettenöl je Tankfüllung kosten die Betriebsstoffe rund 3,50 € je Stunde.

Wie lange darf man mit der Säge am Tag arbeiten?

Bei 6,2 m/s² Schwingung am hinteren Griff ist der Auslösewert von 2,5 m/s² nach 1,3 Stunden reiner Schnittzeit erreicht, der Grenzwert von 5,0 nach 5,2 Stunden. Reine Schnittzeit meint die Zeit mit laufender Kette im Holz, bei Brennholzarbeit also etwa drei bis vier Stunden Anwesenheit.

Wie schnell stoppt die Kettenbremse?

0,08 bis 0,09 Sekunden, bestimmt aus einer Aufnahme mit 240 Bildern je Sekunde. Die Norm verlangt höchstens 0,12 Sekunden. Die Trägheitsauslösung bei Rückschlag sprach in vier von fünf Versuchen an, und die Bremse gehört vor jedem Arbeitstag geprüft.

Wie laut ist die Kettensäge?

104 dB am Ohr des Bedieners im Schnitt und 88 dB im Standgas. Ab 85 dB ist Gehörschutz vorgeschrieben; ein Kapselgehörschutz mit 28 dB Dämmung bringt den Wert auf etwa 76 dB.

Wann muss die Kette geschärft werden?

Wenn die Schnittzeit merklich steigt. Nach zwei Stunden waren es 9,8 statt 8,4 Sekunden, nach vier Stunden 21. Fünf Züge je Zahn mit einer 4,0-mm-Rundfeile bei 30 Grad brachten 8,9 Sekunden. Nach dem dritten Schärfgang muss der Tiefenbegrenzer auf 0,65 mm nachgesetzt werden.

Welche Schutzausrüstung ist nötig?

Helm mit Visier, Gehörschutz, Schnittschutzhose der passenden Klasse, Handschuhe und Sicherheitsschuhe mit Schnittschutz. Für Arbeiten im Wald verlangen Waldbesitzer und Versicherer in Deutschland üblicherweise zusätzlich einen Sachkundenachweis.

Geprüft im Juli 2026