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Prüfbericht  /  Haushalt

Cleopatra Duschgel im Test: pH-Wert, Tenside, Zutatenliste

Bei einem Duschgel entscheiden zwei Größen über die Verträglichkeit, und beide lassen sich prüfen: der pH-Wert am Messgerät und die Tensidart in der Zutatenliste. Dazu kommen Schaumvolumen, Entfettungsleistung und der Preis je Anwendung, und alles zusammen ergibt ein Bild, das mit dem Duft auf der Flasche nichts zu tun hat.

GeprüftpH 5,5, milde Tensidbasis, 4,1 Cent je Duschgang. Duftstoffe sind enthalten und für Allergiker das Ausschlusskriterium.

Duschgel unverdünnt am kalibrierten pH-Meter, Schaum aus 3 ml in 100 ml Wasser eine Minute aufgeschlagen
MessgrößeDieses ProduktVergleich KernseifeVergleich WaschsyndetBefund
pH-Wert5,59,65,4
Schaumvolumen210 ml150 ml180 ml
Fett von der Haut entfernt0,061 g0,089 g0,054 g
Sulfat-Tensid enthaltenja, als zweiter Eintragentfälltnein
Deklarierte Duftstoffe310
Preis je 300 ml2,45 €1,20 € je 100 g6,90 €

pH 5,5 am kalibrierten Messgerät

Unverdünnt mit einer Flachelektrode gemessen liegt der pH-Wert bei 5,5. Die Hautoberfläche eines Erwachsenen bewegt sich zwischen 4,7 und 5,7, das Produkt liegt also darin. Zum Vergleich kam eine Kernseife auf 9,6 und ein Waschsyndet aus der Apotheke auf 5,4.

Der Unterschied zur Seife ist der wichtigste in dieser Messreihe. Ein pH-Wert von 9,6 hebt den Wert an der Hautoberfläche für einige Stunden an, und in diesem Zustand ist die Barriere durchlässiger und anfälliger für Keime. Für gesunde Haut ist das ohne Folgen, bei trockener oder zu Ekzemen neigender Haut ist es der Grund, weshalb in Anleitungen von Seife abgeraten wird. Ein Duschgel mit 5,5 macht diesen Fehler nicht.

Was in der Zutatenliste zählt

Nach Wasser steht an zweiter Stelle ein Sulfat-Tensid, gefolgt von zwei milderen Tensiden, einem Verdicker, Konservierungsstoffen und dem Duft. Sulfat-Tenside reinigen kräftig und schäumen gut; sie stehen im Verdacht, bei häufiger Anwendung trockene Haut zu begünstigen, und in Produkten für empfindliche Haut werden sie deshalb ersetzt.

Am Ende der Liste stehen drei deklarationspflichtige Duftstoffe namentlich, weil sie zu den bekannten Kontaktallergenen gehören. Für einen Menschen mit einer Kontaktallergie ist das die einzige relevante Zeile der ganzen Packung, und sie ist der Grund, warum ein Produkt für Allergiker meist keinen Duft hat. Das Vergleichssyndet aus der Apotheke enthielt keinen einzigen Duftstoff und kostete das Dreifache je Milliliter.

210 Milliliter Schaum, und warum das nichts sagt

Drei Milliliter Produkt wurden in 100 Millilitern Wasser eine Minute mit einem Schneebesen aufgeschlagen und im Messzylinder abgelesen: 210 Milliliter Schaum, gegenüber 180 beim Syndet und 150 bei der Kernseife.

Schaum ist eine Eigenschaft der Tensidart und kein Maß für Reinigung. Belegen lässt sich das im Entfettungsversuch: auf einem Unterarmfeld von 100 Quadratzentimetern wurden 0,1 Gramm Olivenöl verteilt, gewaschen und zurückgewogen. Entfernt wurden 0,061 Gramm mit diesem Duschgel, 0,054 mit dem schwächer schäumenden Syndet und 0,089 mit der Kernseife, die am wenigsten schäumte. Die Rangfolge des Schaums und die der Reinigung stimmen also nicht überein.

Fünf Milliliter je Duschgang

Drei Personen duschten zehnmal, und die Flasche wurde vorher und nachher gewogen: im Mittel 5,0 Milliliter je Duschgang, mit Werten zwischen 3,4 und 7,1 je nach Körpergröße und Haarlänge. Aus 300 Millilitern ergeben sich damit 60 Duschgänge, also zwei Monate bei täglicher Nutzung.

Bei 2,45 Euro für die Flasche kostet ein Duschgang 4,1 Cent, im Jahr 15 Euro. Das Apothekensyndet lag bei 11,5 Cent und 41 Euro. Interessant ist der Vergleich mit dem Wasser: fünf Minuten Duschen bei einem gemessenen Durchfluss von 12 Litern je Minute sind 60 Liter, und mit Erwärmung von 12 auf 38 Grad kostet das rund 36 Cent. Das Duschgel ist damit ein Neuntel der Kosten eines Duschgangs.

Was die Sparbrause ändert

Weil das Wasser der große Posten ist, wurde derselbe Duschgang mit einer Sparbrause wiederholt: der Durchfluss sank von 12,0 auf 7,4 Liter je Minute, also 38 Prozent. Fünf Minuten Duschen kosten damit 37 statt 60 Liter und 22 statt 36 Cent.

Über ein Jahr mit täglichem Duschen sind das 8.400 Liter und 51 Euro Ersparnis, bei einem Brausenpreis von 15 bis 30 Euro. Der Strahl war im Vergleich als etwas härter, aber nicht als schwächer empfunden, weil eine Sparbrause die Löcher verkleinert und dadurch die Strahlgeschwindigkeit erhöht. Diese eine Maßnahme wirkt an einem Duschgang mehr als jede Produktwahl, und sie hat mit dem Duschgel nichts zu tun.

Duschen und die Hautbarriere

Wasser und Tenside entfernen Fett, und die Hautbarriere braucht davon einen Teil. Nachgemessen an der Rückfettung: auf einem gewaschenen Unterarmfeld lag der Fettgehalt nach 30 Minuten bei etwa 40 Prozent des Ausgangswerts und nach vier Stunden bei 85, bestimmt über die Aufnahme durch ein aufgelegtes Papier und Wiegen.

Der Wert für die Kernseife lag nach 30 Minuten bei 22 Prozent. Für gesunde Haut ist beides unproblematisch, weil sie nachfettet; bei trockener Haut sind zwei Punkte belegt wirksam und beide kosten nichts: kürzer und kühler duschen. Bei 38 Grad Wassertemperatur wurden im Versuch 0,061 Gramm Fett entfernt, bei 42 Grad 0,092 Gramm, also die Hälfte mehr, allein durch die Temperatur.

Flasche, Dosierung und Rest

Die Flasche mit 300 Millilitern hat einen Klappverschluss mit 6 Millimetern Öffnung. Ein Druck gab reproduzierbar 2,2 bis 2,8 Milliliter ab, also etwa die Hälfte einer Anwendung; zwei Drücke sind damit die passende Menge, und der übliche Griff nach mehr ist der Grund für die 7,1 Milliliter aus Abschnitt 04.

Nachgewogen blieb in der Flasche ein Rest von 11 Millilitern zurück, der sich durch Aufstellen auf den Kopf über Nacht auf 3 Milliliter reduzieren ließ. Das sind bei 60 Duschgängen je Flasche eineinhalb Anwendungen, also 3 Prozent des Inhalts, und über ein Jahr etwa 45 Cent. Die Zahl ist klein und die Rechnung deshalb wert, sie einmal gemacht zu haben: nicht jede Sparmaßnahme lohnt den Aufwand.

Was Duschgel für Allergiker unterscheidet

Produkte, die für empfindliche Haut angeboten werden, unterscheiden sich messbar in drei Punkten. Das Vergleichssyndet hatte keinen Duftstoff, kein Sulfat-Tensid und einen pH-Wert von 5,4; entfernt hat es 0,054 statt 0,061 Gramm Fett, also 11 Prozent weniger. Sein Schaumvolumen lag mit 180 statt 210 Millilitern darunter.

Wer eine Kontaktallergie gegen einen Duftstoff hat, findet die Antwort in der Liste am Ende der Packung und nirgendwo sonst; Bezeichnungen wie sensitiv oder hautverträglich sind nicht geregelt und sagen für sich nichts. Bei Neurodermitis, Kontaktekzemen oder anhaltendem Juckreiz nach dem Duschen gehört die Produktwahl in eine dermatologische Praxis, wo auch geklärt wird, ob ein Duschöl statt eines Gels die passende Zubereitung ist.

Wozu diese vier Messungen taugen

pH-Wert, Schaum, Entfettung und Verbrauch sind bestimmbar und für den Vergleich zweier Produkte ausreichend. Verträglichkeit ist es nicht: sie zeigt sich an der eigenen Haut über Wochen, und ein Produkt, das am ersten Tag unauffällig ist, kann später reagieren.

Für die Auswahl bleibt damit eine kurze Liste: pH-Wert im Bereich der Haut, Tenside am Anfang der Liste ansehen, Duftstoffe am Ende lesen. Diese drei Blicke dauern eine Minute im Laden und entscheiden mehr als jeder Produktname. Was die Messreihe nebenbei zeigt, ist die Größenordnung: das Duschgel kostet 4 Cent, das Wasser 36, und die wirksamste Maßnahme an einem Duschgang ist die Brause.

Verbrauch und Kosten, Flasche vor und nach zehn Duschgängen gewogen, drei Personen
PositionWertRechnungBemerkungBefund
Menge je Duschgang5,0 mlWiegen der FlascheMittel aus 30
Streuung zwischen Personen3,4 bis 7,1 mlentfälltHaarlänge, Körpergröße
Duschgänge je Flasche60300 ml ÷ 5zwei Monate bei täglich
Kosten je Duschgang4,1 ct2,45 € ÷ 60entfällt
Kosten im Jahr15 €täglich duschenWaschsyndet 41 €
Wasser je Duschgang, 5 min60 l12 l/min gemessen36 ct mit Erwärmung

Häufige Fragen

Welchen pH-Wert hat das Duschgel?

5,5, unverdünnt mit kalibrierter Flachelektrode gemessen, und damit im Bereich der Hautoberfläche von 4,7 bis 5,7. Eine Kernseife lag bei 9,6, ein Waschsyndet aus der Apotheke bei 5,4.

Sagt viel Schaum etwas über die Reinigung?

Nein. Das Duschgel erzeugte 210 Milliliter Schaum und entfernte 0,061 Gramm Öl von der Haut, die Kernseife schäumte mit 150 Millilitern am wenigsten und entfernte mit 0,089 Gramm am meisten. Schaum ist eine Eigenschaft der Tensidart.

Wie viel Duschgel braucht man je Duschgang?

5,0 Milliliter im Mittel aus 30 Duschgängen von drei Personen, mit Werten zwischen 3,4 und 7,1. Aus einer 300-Milliliter-Flasche ergeben sich 60 Anwendungen, also 4,1 Cent je Duschgang und 15 Euro im Jahr.

Was kostet ein Duschgang insgesamt?

Etwa 40 Cent, davon 36 Cent Wasser und Erwärmung: fünf Minuten bei 12 Litern je Minute sind 60 Liter, von 12 auf 38 Grad erwärmt. Das Duschgel ist mit 4 Cent ein Neuntel davon.

Was bringt eine Sparbrause?

Der Durchfluss sank von 12,0 auf 7,4 Liter je Minute, also 38 Prozent. Über ein Jahr mit täglichem Duschen sind das 8.400 Liter und 51 Euro, bei einem Brausenpreis von 15 bis 30 Euro. Der Strahl wirkte härter, nicht schwächer.

Trocknet häufiges Duschen die Haut aus?

Es entfernt Fett, das die Haut nachbildet: nach 30 Minuten lag der Fettgehalt bei etwa 40 Prozent des Ausgangswerts, nach vier Stunden bei 85. Wirksam und kostenlos sind kürzer und kühler duschen: bei 42 statt 38 Grad wurden 0,092 statt 0,061 Gramm Fett entfernt.

Worauf müssen Allergiker in der Zutatenliste achten?

Auf die deklarationspflichtigen Duftstoffe am Ende der Liste, hier drei namentlich genannte. Bezeichnungen wie sensitiv oder hautverträglich sind nicht geregelt. Das Vergleichssyndet enthielt keinen Duftstoff und kein Sulfat-Tensid bei pH 5,4.

Ist ein Apothekenprodukt milder?

Messbar etwas: es entfernte 0,054 statt 0,061 Gramm Fett, also 11 Prozent weniger, hatte keinen Duftstoff und kein Sulfat-Tensid. Es kostete 11,5 Cent je Duschgang gegen 4,1. Bei Neurodermitis oder Kontaktekzemen gehört die Wahl in eine dermatologische Praxis.

Geprüft im August 2026