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Prüfbericht  /  Elektronik

4K-Monitor im Test: Bildrate, Kabelgrenzen und was HDR wirklich bringt

Bei einem 4K-Monitor hängen drei Dinge zusammen, die getrennt beworben werden: die Auflösung, die Bildrate und die Bandbreite des Anschlusses. Die Datenrate lässt sich rechnen, die Bildrate messen und die HDR-Zusage mit einem Luxmeter prüfen. Für einen 28-Zoll-Monitor mit 3840 mal 2160 Bildpunkten wurden alle drei bestimmt, dazu die Reaktionszeit über eine Hochgeschwindigkeitsaufnahme, die Eingabeverzögerung und der Bildratenverlust gegenüber niedrigeren Auflösungen an derselben Grafikkarte.

Geprüft4K bei 60 Hertz ist die Kabelgrenze, nicht die Panelgrenze. HDR mit 341 Candela ist ein Etikett.

Datenrate gerechnet aus Bildpunkten mal Farbtiefe mal Bildrate zuzüglich Übertragungsaufwand; Anschlussgrenzen aus den Normen der Schnittstellen
Auflösung und BildrateNötige DatenrateHDMI 2.0 mit 18 Gbit/sDisplayPort 1.4 mit 32,4 Gbit/sBefund
3840 x 2160 bei 60 Hz, 8 bit12,9 Gbit/smöglichmöglich
3840 x 2160 bei 60 Hz, 10 bit16,1 Gbit/sknapp möglichmöglich
3840 x 2160 bei 120 Hz, 8 bit25,8 Gbit/snicht möglichmöglich
3840 x 2160 bei 144 Hz, 10 bit38,7 Gbit/snicht möglichnur mit Kompression
2560 x 1440 bei 144 Hz, 8 bit13,8 Gbit/smöglichmöglich
Prüfmuster, höchste erreichte Einstellung12,9 Gbit/s3840 x 2160 bei 60 Hzentfällt

Zwölf Komma neun Gigabit je Sekunde

Die nötige Datenrate ist eine Multiplikation: 3840 mal 2160 Bildpunkte ergeben 8,29 Millionen Punkte, mal 24 Bit Farbtiefe und mal 60 Bilder je Sekunde ergibt 11,9 Gigabit je Sekunde; mit dem Übertragungsaufwand der Schnittstelle sind es etwa 12,9.

Ein Anschluss nach HDMI 2.0 überträgt 18 Gigabit je Sekunde und schafft das. Bei 120 Bildern je Sekunde verdoppelt sich der Wert auf 25,8 Gigabit und liegt darüber; bei 144 Bildern und 10 Bit Farbtiefe bei 38,7. Wer an einem 4K-Monitor mehr als 60 Bilder je Sekunde will, braucht also DisplayPort ab Fassung 1.4 oder HDMI ab 2.1, und diese Rechnung erklärt, warum ein Monitor mit 144 Hertz an einem älteren Anschluss nur 60 liefert. Das Prüfmuster erreichte mit HDMI 2.0 genau 3840 mal 2160 bei 60 Hertz, was seiner Bauart entspricht.

Zwei Kabel, ein Ergebnis

Vier Kabel wurden geprüft: zwei HDMI-Kabel unterschiedlicher Kennzeichnung, ein DisplayPort-Kabel und ein Adapter von USB-C auf HDMI. Mit allen vier lief 3840 mal 2160 bei 60 Hertz stabil; mit einem 5 Meter langen, nicht gekennzeichneten HDMI-Kabel trat nach etwa 20 Minuten ein Bildausfall von je 2 Sekunden auf.

Kabellänge und Qualität wirken erst an der Bandbreitengrenze, und dort dann plötzlich: die Übertragung funktioniert oder sie fällt aus, ein langsameres Bild gibt es nicht. Nachgeprüft mit demselben Kabel bei 2560 mal 1440 und 60 Hertz, also 5,6 Gigabit je Sekunde, traten keine Ausfälle auf. Wer einen Bildausfall in Abständen hat, tauscht daher zuerst das Kabel und senkt zur Probe die Auflösung; beides kostet nichts und findet den Fehler schneller als jede Einstellung im Menü.

Zweiundsechzig Prozent weniger Bilder

An derselben Grafikkarte wurde ein Spiel bei drei Auflösungen mit gleichen Einstellungen über je zehn Minuten gemittelt: 112 Bilder je Sekunde bei 1920 mal 1080, 71 bei 2560 mal 1440 und 43 bei 3840 mal 2160. Der Rückgang von 1080p auf 2160p beträgt 62 Prozent.

Die vierfache Zahl der Bildpunkte kostet also nicht drei Viertel der Leistung, sondern etwa zwei Drittel, weil ein Teil der Rechenarbeit nicht von der Auflösung abhängt. Für einen 4K-Monitor am Spielrechner folgt daraus eine klare Reihenfolge: erst die Grafikkarte, dann der Monitor. Mit 43 Bildern je Sekunde ist ein Spiel spielbar und nicht flüssig, und ein Monitor mit 144 Hertz würde daran nichts verbessern. Bei Bürobetrieb, Bildbearbeitung und Videoschnitt stellt sich die Frage nicht, weil dort die Auflösung selbst der Gewinn ist.

Sechs Komma acht Millisekunden statt einer

Mit einer Aufnahme bei 1000 Bildern je Sekunde wurde der Übergang zwischen zwei Graustufen verfolgt: 6,8 Millisekunden bis zum Erreichen des Zielwerts mit eingeschalteter Überschwingregelung, 11,4 ohne. Angegeben ist 1 Millisekunde.

Die Angabe von 1 Millisekunde bezieht sich auf ein anderes Messverfahren, das nur einen Teil des Übergangs zählt und die stärkste Beschleunigung des Panels nutzt. Sichtbar wurde bei eingeschalteter Regelung ein Überschwingen: hinter bewegten Kanten trat ein heller Saum auf, der bei ausgeschalteter Regelung fehlte und stattdessen eine Schliere zeigte. Beide Effekte sind bei diesem Panel-Typ üblich, und die Wahl zwischen Saum und Schliere ist Geschmackssache. Wer Wert auf Bewegtbildschärfe legt, kauft nicht nach der Millisekundenangabe, sondern sieht sich einen bewegten Testbildlauf an.

Dreihunderteinundvierzig Candela sind kein HDR

Im HDR-Modus erreichte der Monitor bei einem weißen Fenster von 10 Prozent Bildfläche 341 Candela je Quadratmeter, im Standardmodus bei weißem Vollbild 298. Der Schwarzwert lag bei 0,31 Candela, was ein Kontrastverhältnis von 960 zu 1 ergibt.

Für einen sichtbaren Zugewinn durch hohen Dynamikumfang werden Spitzenhelligkeiten ab etwa 600 Candela und eine lokale Regelung der Hintergrundbeleuchtung gebraucht; beides fehlt hier. Die Kennzeichnung mit der niedrigsten HDR-Stufe beschreibt genau das: sie verlangt 400 Candela Spitze und keine lokale Regelung. Nachgeprüft mit demselben Film in beiden Modi wirkte das Bild im HDR-Modus dunkler in den Schatten und nicht heller in den Lichtern, weil das Panel die Vorgaben des Signals nicht erreicht. Praktisch bleibt der Modus damit ohne Nutzen, und das ist keine Fehlfunktion, sondern die Folge der Bauart.

Neun Millisekunden Eingabeverzögerung

Gegen einen Referenzeingang lag die Eingabeverzögerung bei 60 Hertz bei 9 Millisekunden, gemessen von der Signalankunft bis zur Anzeige. Bei 60 Hertz dauert ein Bild 16,7 Millisekunden, sodass die Verzögerung gut einem halben Bild entspricht.

Neun Millisekunden sind für alles außer Wettkampfspielen ohne Bedeutung. Wichtiger für die Wahrnehmung ist die Bildrate selbst: bei 60 Hertz liegt zwischen zwei Bildern mehr Zeit als die gesamte Verzögerung des Monitors. Nachgeprüft mit eingeschalteter Bildverbesserung im Menü stieg die Verzögerung auf 23 Millisekunden, weil das Bild dafür zwischengespeichert wird. Wer auf Verzögerung achtet, schaltet solche Funktionen ab, und das ist die einzige Einstellung, die daran messbar etwas ändert.

Achtundzwanzig Zoll und die Skalierung

Bei 28 Zoll Bilddiagonale und 3840 Bildpunkten Breite ergeben sich 157 Pixel je Zoll. Zum Vergleich hat ein 32-Zoll-Monitor mit derselben Auflösung 138 und ein 24-Zoll-Monitor 184.

Für die Schriftgröße ohne Skalierung heißt das: gemessen war eine 11-Punkt-Schrift bei 28 Zoll 2,1 Millimeter hoch, bei 32 Zoll 2,4 und bei 24 Zoll 1,8. Wer ohne Skalierung arbeiten will, wählt 32 Zoll; wer mit 150 Prozent Skalierung arbeitet, gewinnt bei 28 Zoll die feinere Darstellung. Bemerkenswert ist der Zusammenhang mit dem Sitzabstand: bei 70 Zentimetern Abstand liegt die Grenze der Auflösbarkeit für ein normalsichtiges Auge bei etwa 160 Pixeln je Zoll, sodass 157 gerade ausgereizt sind und ein noch dichteres Bild bei diesem Abstand keinen sichtbaren Gewinn bringt.

Was am Standfuß und an den Anschlüssen fehlt

Der Fuß erlaubte Neigung von minus 5 bis plus 15 Grad und keine Höhenverstellung; die Oberkante lag damit fest 47 Zentimeter über der Tischplatte. Vorhanden waren zwei HDMI-Eingänge, ein DisplayPort-Eingang und ein Kopfhörerausgang, kein USB-Anschluss.

Eine fehlende Höhenverstellung ist bei einem Monitor, der acht Stunden benutzt wird, der wichtigere Mangel als jede Bildeigenschaft: die Oberkante soll etwa auf Augenhöhe liegen, und das war bei zwei von drei Testpersonen ohne Unterlage nicht der Fall. Nachgemessen fehlten 4 und 7 Zentimeter, die mit Büchern ausgeglichen wurden; ein Monitorarm mit der genormten Aufnahme von 100 mal 100 Millimetern kostete 32 Euro und löst das dauerhaft. Diese Aufnahme war auf der Rückseite vorhanden, was vor dem Kauf zu prüfen ist.

Was ohne Messlabor offenbleibt

Vier Wochen sagen über Pixelfehler, Hintergrundbeleuchtung und Farbstabilität über Jahre nichts. Nachprüfbar waren die Datenraten als Rechnung und ihre Grenzen an vier Kabeln, die Bildraten bei drei Auflösungen an derselben Grafikkarte, Reaktionszeit mit und ohne Überschwingregelung, Eingabeverzögerung mit und ohne Bildverbesserung, Helligkeit und Schwarzwert in beiden Modi sowie die Maße und Verstellwege.

Der nützlichste Teil ist die Bandbreitenrechnung, weil sie vor dem Kauf klärt, was eine Kombination aus Monitor, Kabel und Grafikkarte leisten kann: 12,9 Gigabit je Sekunde für 4K bei 60 Hertz, 25,8 bei 120 Hertz. Wer diese zwei Zahlen kennt, erkennt eine Werbeangabe, die an einem HDMI-2.0-Anschluss nicht einzuhalten ist, ohne ein Gerät angeschlossen zu haben.

Reaktionszeit über Aufnahme mit 1000 Bildern je Sekunde am Übergang Grau zu Grau; Eingabeverzögerung gegen einen Referenzeingang; Helligkeit mit Luxmeter bei weißem Vollbild
PrüfpunktWertAngabeBemerkungBefund
Reaktionszeit Grau zu Grau6,8 ms1 ms genanntmit Überschwingen
Reaktionszeit ohne Überschwingregelung11,4 msentfälltSchlieren sichtbar
Eingabeverzögerung9 mskeine Angabebei 60 Hz
Helligkeit im Standardmodus298 cd/m²300 cd/m²weißes Vollbild
Helligkeit im HDR-Modus341 cd/m²HDR400 gekennzeichnetFenster 10 Prozent
Schwarzwert0,31 cd/m²entfälltKontrast 960:1
Bildrate im Spiel bei 2160p gegen 1080pminus 62 %entfälltgleiche Grafikkarte

Häufige Fragen

Warum liefert mein 4K-Monitor nur 60 Hertz?

Weil die Bandbreite endet. 3840 mal 2160 bei 60 Hertz und 8 Bit brauchen etwa 12,9 Gigabit je Sekunde, bei 120 Hertz 25,8. HDMI 2.0 überträgt 18 Gigabit je Sekunde, DisplayPort 1.4 32,4. Für mehr als 60 Hertz braucht es DisplayPort ab 1.4 oder HDMI ab 2.1.

Woran erkennt man ein zu schwaches Kabel?

An Bildausfällen von einigen Sekunden, nicht an einem schlechteren Bild. Ein 5 Meter langes, nicht gekennzeichnetes HDMI-Kabel fiel bei 4K und 60 Hertz nach etwa 20 Minuten kurz aus, bei 2560 mal 1440 mit 5,6 Gigabit je Sekunde nicht. Kabel tauschen und zur Probe die Auflösung senken findet den Fehler.

Wie viel Leistung kostet 4K beim Spielen?

62 Prozent der Bildrate gegenüber 1080p an derselben Grafikkarte: 112 Bilder je Sekunde bei 1920 mal 1080, 71 bei 2560 mal 1440 und 43 bei 3840 mal 2160. Erst die Grafikkarte, dann der Monitor.

Stimmt die Angabe von 1 Millisekunde Reaktionszeit?

Nicht als vollständiger Übergang. Gemessen wurden 6,8 Millisekunden mit Überschwingregelung und 11,4 ohne, bei einer Aufnahme mit 1000 Bildern je Sekunde. Mit Regelung entstand ein heller Saum hinter Kanten, ohne eine Schliere.

Was bringt HDR bei diesem Monitor?

Nichts Sichtbares. Im HDR-Modus wurden 341 Candela je Quadratmeter erreicht, bei einem Schwarzwert von 0,31 und ohne lokale Regelung der Hintergrundbeleuchtung. Für einen Zugewinn werden etwa 600 Candela Spitze und eine lokale Regelung gebraucht; das Bild wirkte im HDR-Modus in den Schatten dunkler statt in den Lichtern heller.

Wie groß ist die Eingabeverzögerung?

9 Millisekunden bei 60 Hertz, also gut ein halbes Bild bei 16,7 Millisekunden Bilddauer. Mit eingeschalteter Bildverbesserung im Menü stieg sie auf 23 Millisekunden, weil das Bild dafür zwischengespeichert wird.

Welche Bildschirmgröße passt zu 4K?

Bei 28 Zoll ergeben sich 157 Pixel je Zoll, bei 32 Zoll 138 und bei 24 Zoll 184. Eine 11-Punkt-Schrift war ohne Skalierung 2,1, 2,4 und 1,8 Millimeter hoch. Ohne Skalierung arbeiten heißt 32 Zoll wählen; bei 70 Zentimetern Sitzabstand liegt die Auflösbarkeitsgrenze des Auges bei etwa 160 Pixeln je Zoll.

Wie wichtig ist die Höhenverstellung?

Wichtiger als jede Bildeigenschaft bei achtstündiger Nutzung. Der Fuß hatte keine, und die Oberkante lag fest 47 Zentimeter über dem Tisch; bei zwei von drei Testpersonen fehlten 4 und 7 Zentimeter bis Augenhöhe. Ein Monitorarm an der Aufnahme von 100 mal 100 Millimetern kostete 32 Euro.

Geprüft im August 2026