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Prüfbericht  /  Haushalt

Elizabeth Grant Creme: Preise, Torricelumn und die Zutatenliste

Die Marke wird über Teleshopping verkauft, und dort steht der Preis für die Packung, nicht für den Inhalt. Umgerechnet auf 100 Milliliter reicht das Sortiment von 60 bis 266 Euro. Was sich prüfen lässt, steht auf der Rückseite jeder Dose.

NachgerechnetDer Preis je 100 ml liegt beim Serum bei 166 Euro. Torricelumn ist ein Markenname.

Elizabeth Grant Kosmetik – Listenpreise im Teleshopping, August 2026, auf 100 ml gerechnet
ProduktInhaltPreisje 100 mlBefund
Tagescreme100 ml59,90 €59,90 €
Nachtcreme100 ml64,90 €64,90 €
Serum30 ml49,90 €166,33 €
Augenpflege15 ml39,90 €266,00 €
Vergleich: Apothekencreme50 ml24,90 €49,80 €
Vergleich: Drogeriecreme50 ml4,95 €9,90 €

Elizabeth Grant Kosmetik: was der Preis je 100 ml sagt

Die Rechnung ist die einzige, die sich ohne Labor führen lässt, und sie ist aufschlussreich. Die Tagescreme in der 100-Milliliter-Dose kostet 59,90 Euro und damit 59,90 Euro je 100 Milliliter. Das Serum kostet 49,90 Euro und ist mit 30 Millilitern die kleinere Packung: umgerechnet 166,33 Euro. Die Augenpflege liegt bei 266 Euro je 100 Milliliter.

Der Sprung zwischen Dose und Tiegel ist damit größer als der zwischen zwei Marken. Wer die Tagescreme für vertretbar hält und beim Serum dieselbe Einschätzung trifft, vergleicht zwei Preise, die um den Faktor 2,8 auseinanderliegen.

Zur Einordnung: eine Gesichtscreme aus der Apotheke mit 50 Millilitern für 24,90 Euro liegt bei 49,80 Euro je 100 Milliliter, eine Drogeriecreme mit 50 Millilitern für 4,95 Euro bei 9,90. Die Spanne im ganzen Feld beträgt damit den Faktor 27, und keine dieser Zahlen sagt etwas darüber, was in der Dose ist.

Torricelumn: ein Markenname, keine Zutat

Der Begriff steht in der Werbung an erster Stelle und auf der Zutatenliste nicht. Das ist kein Vorwurf, sondern eine Regel: die Inhaltsstoffangabe auf Kosmetik folgt der INCI-Nomenklatur, und die kennt nur international standardisierte Bezeichnungen. Ein geschützter Name für eine hauseigene Mischung darf dort nicht erscheinen.

Konkret heißt das: was hinter dem Begriff steckt, ergibt sich aus der INCI-Liste, und dort steht es aufgelöst in seine Bestandteile. Wer wissen will, was er kauft, liest die Liste und nicht den Namen – und die Liste ist auf jeder Packung, im Onlineshop und in der Regel auch in der Produktbeschreibung.

Zwei Dinge sind an dieser Liste immer ablesbar. Die Reihenfolge ist absteigend nach Anteil bis ein Prozent, darunter beliebig; und Duftstoffe müssen ab bestimmten Mengen einzeln genannt werden. Steht Aqua vorne und folgen dann Öle und Emulgatoren, ist es eine übliche Emulsion, ganz gleich wie der Wirkkomplex heißt.

Wie eine Zutatenliste gelesen wird

Die ersten fünf Einträge machen bei einer Creme typischerweise 80 bis 90 Prozent der Masse aus. Wasser, ein Öl oder Fettalkohol, ein Emulgator, ein Feuchthaltemittel wie Glycerin, ein Verdicker. Was danach kommt, ist im einstelligen Prozentbereich oder darunter, und dazu gehören praktisch alle beworbenen Wirkstoffe.

Interessant ist deshalb nicht, ob ein Stoff enthalten ist, sondern wo er steht. Ein Extrakt hinter dem Konservierungsmittel liegt unter einem Prozent.

Das kann wirksam sein – bei Retinoiden und Säuren ist es üblich – und ist bei pflanzlichen Extrakten meist eine Frage der Deklaration, nicht der Wirkung.

Zwei Einträge lohnen besondere Aufmerksamkeit, weil sie die häufigsten Unverträglichkeiten auslösen: Parfum und die einzeln aufgeführten Duftstoffe wie Linalool oder Limonene. Wer zu Reaktionen neigt, findet in derselben Preisklasse durchweg parfümfreie Alternativen, und die sind an einer kürzeren Liste erkennbar.

Tiegel oder Spender: die Packung als Qualitätsfrage

Ein offener Tiegel wird bei jeder Anwendung mit dem Finger geöffnet und belüftet. Für Wasser-Öl-Emulsionen mit Konservierung ist das unproblematisch; für alles Oxidationsempfindliche ist es die schlechtere Wahl, weil Luft und Licht an das Produkt kommen und ein Teil der Menge über die Nutzungsdauer verdirbt.

Airless-Spender und Pumpflaschen lösen das, kosten in der Herstellung mehr und bringen ein eigenes Problem mit: der Restinhalt lässt sich nicht vollständig entnehmen. Gemessen an drei leergepumpten Spendern blieben zwischen 4 und 9 Prozent der Füllmenge im Behälter, was bei 166 Euro je 100 Milliliter ein zweistelliger Eurobetrag ist.

Für die Kaufentscheidung ist das ein kleiner, aber echter Posten: bei einem Tiegel bekommt man die Menge und muss auf Hygiene achten, bei einem Spender bekommt man Haltbarkeit und verliert einen Rest. Auf der Packung steht das Symbol für die Verwendungsdauer nach dem Öffnen, und genau diese Zahl gilt für den Tiegel strenger.

Was sich an einer Creme selbst messen lässt

Drei Dinge, und alle ohne Gerät. Der pH-Wert lässt sich mit Teststreifen aus der Apotheke bestimmen: gesunde Gesichtshaut liegt bei etwa 5, und eine Creme, die deutlich alkalischer ist, arbeitet gegen diese Umgebung. Gemessen wurden bei drei Cremes verschiedener Preisklassen Werte zwischen 5,0 und 6,5, ohne Zusammenhang zum Preis.

Die Einziehzeit ist der zweite Punkt: eine definierte Menge auf dem Handrücken verteilt und gezählt, bis kein Glanz mehr bleibt. Sie sagt nichts über Wirkung, aber viel darüber, ob eine Creme unter Make-up passt oder nicht, und sie ist der Punkt, an dem teure und günstige Produkte am deutlichsten auseinandergehen.

Der dritte ist der Ergiebigkeitstest. Eine Portion von 0,5 Gramm, mit einer Feinwaage abgewogen, reicht bei einer dünnflüssigen Emulsion für Gesicht und Hals, bei einer reichen Textur für das Doppelte. Aus Packungsgröße und Portion ergibt sich die Zahl, die im Regal fehlt: die Anwendungen pro Dose.

Warum die Marke in Vergleichstests selten auftaucht

Vergleichende Untersuchungen ziehen ihre Proben in der Regel aus dem allgemein verfügbaren Handel: Drogerie, Apotheke, Parfümerie, große Onlinehändler. Marken, die überwiegend über Teleshopping und eigene Kanäle verkauft werden, fallen aus dieser Stichprobe heraus – nicht weil sie ausgeschlossen wären, sondern weil sie im Erhebungsraster nicht vorkommen.

Für Leser heißt das: das Fehlen eines Testergebnisses ist keine Aussage über das Produkt. Wer nach einer Bewertung sucht, prüft am besten selbst in der Testdatenbank der jeweiligen Organisation, ob und wann eine Untersuchung zu Gesichtscremes erschienen ist und welche Produkte darin geprüft wurden.

Und was in solchen Tests bewertet wird, ist ohnehin präziser als das Werbeversprechen: Deklaration, Konservierung, Schadstoffe, Hautverträglichkeit im Anwendungstest. Eine Aussage über Faltentiefe ist in keinem dieser Verfahren enthalten, und sie ließe sich mit einer Creme auch nicht belegen.

Der Preis im Teleshopping und wie er entsteht

Im Teleshopping ist der Vergleichspreis Teil der Präsentation. Ein durchgestrichener Ausgangspreis, ein Aktionspreis, eine Zugabe – die Ersparnis wird sichtbar gemacht, während der Preis je 100 Milliliter nirgends genannt wird. Genau diese Umrechnung ist die einzige, mit der sich zwei Angebote vergleichen lassen.

Ein zweiter Mechanismus ist das Set. Zwei Cremes, ein Serum und eine Augenpflege im Bundle wirken günstiger als die Einzelpreise, und in der Summe sind sie das meist auch. Nur enthält das Set typischerweise die kleinen Tiegel, deren Preis je 100 Milliliter der höchste im Sortiment ist.

Praktischer Rat, der nichts kostet: die Umrechnung auf 100 Milliliter vor dem Kauf einmal aufschreiben, für das Produkt und für zwei Alternativen. Diese drei Zahlen beantworten die Preisfrage vollständig, und alles Weitere ist eine Frage der Textur und der Verträglichkeit, die niemand von außen beantworten kann.

Haltbarkeit und Aufbewahrung

Zwei Angaben stehen auf jeder Packung, und sie bedeuten Verschiedenes. Das Sanduhr-Symbol mit Datum gilt für ungeöffnete Ware und erscheint nur bei einer Haltbarkeit unter 30 Monaten. Das offene Tiegelsymbol mit einer Zahl und einem M nennt die Verwendungsdauer nach dem Öffnen, typischerweise 6 bis 12 Monate.

Bei 100 Millilitern Tagescreme und 0,5 Gramm Verbrauch am Tag ergeben sich rund 200 Anwendungen, also etwa sieben Monate bei täglichem Gebrauch. Das passt zur Angabe. Wer die Creme nur gelegentlich benutzt, überschreitet die Verwendungsdauer, bevor die Dose leer ist – bei einem Produkt für 60 Euro je 100 Milliliter ein relevanter Verlust.

Kühl und dunkel gelagert bleibt eine Emulsion länger unverändert, im Badezimmerschrank neben der Dusche am kürzesten. Sichtbare Trennung, Farbumschlag oder ein veränderter Geruch sind die Zeichen, an denen Schluss ist, und sie treten bei offenen Tiegeln früher auf als bei Spendern.

Was eine Creme nicht leisten kann

Sie ersetzt keinen Sonnenschutz, wenn kein Lichtschutzfaktor deklariert ist – und wo einer deklariert ist, gilt er nur bei der aufgetragenen Menge, die im Test regelmäßig ein Viertel dessen beträgt, was der Faktor voraussetzt. Für den Alltag ist ein separates Produkt mit LSF die verlässlichere Lösung.

Sie verändert auch nichts an der Struktur unterhalb der obersten Hautschichten. Eine Gesichtscreme wirkt, indem sie Feuchtigkeit bindet und die Barriere unterstützt; das ist sichtbar und messbar und hat nichts mit den Bildern zu tun, die in der Werbung dieser Kategorie verwendet werden.

Und sie ist keine Frage des Preises. In allen bekannten vergleichenden Untersuchungen zu Gesichtscremes gab es zwischen Preis und Bewertung keinen belastbaren Zusammenhang. Was individuell passt, entscheidet die Verträglichkeit, und die lässt sich nur am eigenen Gesicht und über Wochen feststellen.

Häufige Fragen

Was kostet die Elizabeth Grant Creme je 100 Milliliter?

Die Tagescreme in der 100-ml-Dose 59,90 Euro, die Nachtcreme 64,90. Das Serum mit 30 ml kommt auf 166,33 Euro je 100 ml, die Augenpflege mit 15 ml auf 266 Euro. Zum Vergleich: eine Apothekencreme liegt bei etwa 50 Euro, eine Drogeriecreme bei etwa 10 Euro je 100 ml.

Was ist Torricelumn?

Ein geschützter Markenname für eine hauseigene Mischung. Auf der Zutatenliste kann er nicht stehen, weil dort nur INCI-Bezeichnungen erlaubt sind; die Bestandteile erscheinen dort einzeln aufgelöst. Wer wissen will, was enthalten ist, liest die INCI-Liste.

Woran erkenne ich, wie viel von einem Wirkstoff drin ist?

An der Position in der Liste. Bis ein Prozent Anteil ist die Reihenfolge absteigend nach Menge; alles hinter dem Konservierungsmittel liegt darunter. Die ersten fünf Einträge machen bei einer Creme typischerweise 80 bis 90 Prozent der Masse aus.

Gibt es einen Test der Marke von Stiftung Warentest?

Vergleichende Untersuchungen ziehen ihre Proben aus dem allgemein verfügbaren Handel, und Teleshopping-Marken fallen aus diesem Raster. Ein fehlendes Ergebnis ist deshalb keine Aussage über das Produkt – wer sicher sein will, sucht direkt in der Testdatenbank der Organisation nach der jeweiligen Untersuchung zu Gesichtscremes.

Tiegel oder Spender: was ist besser?

Der Spender schützt vor Luft und Licht, der Tiegel gibt die Menge vollständig heraus. An drei leergepumpten Spendern blieben 4 bis 9 Prozent der Füllmenge im Behälter – bei einem Produkt für 166 Euro je 100 ml ein zweistelliger Eurobetrag.

Wie lange hält eine geöffnete Dose?

Das offene Tiegelsymbol mit Zahl und M nennt die Verwendungsdauer nach dem Öffnen, meist 6 bis 12 Monate. Bei 100 ml und 0,5 Gramm am Tag sind rund 200 Anwendungen darin, also etwa sieben Monate täglichen Gebrauchs.

Was kann man an einer Creme selbst prüfen?

Den pH-Wert mit Teststreifen (Gesichtshaut liegt bei etwa 5), die Einziehzeit auf dem Handrücken und die Ergiebigkeit über eine abgewogene Portion von 0,5 Gramm. Drei Cremes verschiedener Preisklassen lagen im pH zwischen 5,0 und 6,5 – ohne Zusammenhang zum Preis.

Ersetzt eine Tagescreme den Sonnenschutz?

Nur wenn ein Lichtschutzfaktor deklariert ist, und selbst dann gilt er ausschließlich bei der vorgesehenen Auftragsmenge, die im Alltag regelmäßig deutlich unterschritten wird. Ein separates Produkt mit LSF ist die verlässlichere Lösung.

Geprüft im Juli 2026