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Prüfbericht  /  Haushalt

Wäschekorb mit zwei Fächern im Test: Volumen, Beladung, Feuchte

Ein Wäschesammler wird in Litern verkauft und in Maschinenladungen benutzt. Die Umrechnung ist messbar: Volumen ausgelitert, Wäsche gewogen, und dazu die Luftfeuchte im geschlossenen Behälter, die über Geruch und Stockflecken entscheidet.

Geprüft56 Liter sind 6,7 Kilogramm, also genau eine Maschine. Geschlossen riecht es nach zwei Tagen.

Vier Bauarten – Volumen mit Füllmaterial ausgelitert, Beladung mit gewogener Baumwollwäsche
BauartVolumenWäscheGrundflächeBefund
Zwei Fächer, Textil am Gestell2 × 28 l = 56 l6,7 kg60 × 35 cm
Schmal, zwei Fächer2 × 18 l = 36 l4,3 kg30 × 40 cm
Wäschetonne mit Deckel, ein Fach65 l7,8 kg42 cm Durchmesser
Korb ohne Deckel, Kunststoff45 l5,4 kg55 × 40 cm

Von Litern zu Kilogramm

Die Volumenangabe auf einem Wäschesammler sagt für sich nichts über die Menge Wäsche. Die Umrechnung ergibt sich aus der Schüttdichte: locker eingelegte Baumwollwäsche füllte in der Messreihe 8,3 Liter je Kilogramm.

Damit fassen 56 Liter rund 6,7 Kilogramm und 36 Liter rund 4,3. Eine Waschmaschine mit 7 Kilogramm Nennfüllmenge braucht also mindestens 58 Liter Sammelvolumen, wenn eine Ladung in einem Gang gesammelt werden soll.

Diese Rechnung erklärt, warum der schmale Sammler im Alltag als zu klein empfunden wird, obwohl er zwei Fächer hat. 4,3 Kilogramm sind eine halbe Maschine, und das bedeutet entweder halb gefüllt waschen oder in zwei Etappen sammeln.

Zwei Fächer sind nur dann zwei Fächer

Der Zweck der Trennung ist das Sortieren beim Einwerfen, damit vor dem Waschen nichts mehr sortiert werden muss. Damit das funktioniert, muss jedes Fach eine Ladung fassen, und nicht der Sammler insgesamt.

Von den beiden geprüften Zweifach-Modellen erfüllte nur das breite diese Bedingung mit 28 Litern je Fach, also 3,4 Kilogramm. Das ist noch keine vollständige Maschine, reicht aber für eine Buntwäscheladung, die in der Praxis bei 4 bis 5 Kilogramm liegt.

Das schmale Modell mit 18 Litern je Fach entspricht 2,2 Kilogramm. Ein Fach ist damit nach zwei Tagen voll, und der Vorteil der Trennung geht verloren, weil in das andere Fach mitgesammelt wird.

Was in einem geschlossenen Behälter passiert

Zwei feuchte, nicht nasse Handtücher lagen 48 Stunden in vier Behältern, daneben ein Feuchtemessgerät im Raum mit 45 % bei 21 °C. In der Tonne mit dicht aufliegendem Deckel stieg die Feuchte auf 78 %, und am Deckel bildete sich Kondensat.

Mit Lüftungsschlitzen im Deckel lag der Wert bei 64 %, im offenen Textilkorb bei 52 und im Drahtkorb bei 49. Nur der dicht geschlossene Behälter roch nach zwei Tagen deutlich.

Ab etwa 70 % relativer Feuchte auf einem Textil beginnt das Wachstum der üblichen Schimmelpilze. Genau diese Schwelle wird in einem dichten Behälter mit feuchter Wäsche überschritten, und darin liegt der Zusammenhang zwischen Deckel und Geruch.

Der Deckel ist nicht das Problem, die Dichtung ist es

Ein Deckel hat gute Gründe: er verdeckt den Inhalt und lässt sich als Sitzfläche oder Ablage nutzen. Kritisch ist nur der dichte Sitz, und der ist an fertigen Möbeln unterschiedlich gelöst.

Wirksam waren zwei Bauformen. Ein Deckel mit umlaufendem Spalt von wenigen Millimetern und einer mit gestanzten Schlitzen hielten die Feuchte bei 64 %, ohne den Sichtschutz aufzugeben.

Bei einem vorhandenen dichten Behälter genügt eine einfache Änderung: einige Bohrungen von 8 Millimetern in die obere Wandung, versetzt zum Deckel, damit man sie nicht sieht. Sechs Bohrungen senkten die Feuchte in der Reihe von 78 auf 66 %.

Handtücher sind der Grund für jede Geruchsbeschwerde

In der Reihe waren es ausschließlich feuchte Handtücher und Sportkleidung, die zum Geruch führten. Trockene Baumwollwäsche änderte die Feuchte im Behälter über 48 Stunden um weniger als 4 Prozentpunkte, gleich in welcher Bauart.

Daraus folgt eine praktikable Trennung, die mit dem Sortieren nach Farben nichts zu tun hat: feuchte Textilien gehören nicht in den Sammler, sondern über eine Stange oder einen Haken, bis sie trocken sind.

Wer diesen Weg nicht hat, sollte einen offenen Korb wählen. Bei einem offenen Textilkorb war auch mit den feuchten Handtüchern nach zwei Tagen kein Geruch feststellbar, weil die Feuchte bei 52 % blieb.

Tragen: 8,8 Kilogramm über eine Treppe

Ein voll beladener Sammler mit 6,7 Kilogramm Wäsche und 2,1 Kilogramm Eigengewicht wiegt 8,8 Kilogramm. Bei der Textilvariante am Klappgestell verlagerte sich der Inhalt beim Anheben, weil der Stoff nachgibt, und das ist auf einer Treppe der eigentliche Nachteil.

Zwei Bauformen lösen das unterschiedlich. Ein Sammler mit herausnehmbaren Innensäcken trennt Transport und Behälter: die Säcke gehen zur Maschine, das Gestell bleibt stehen. Ein starrer Korb mit Griffen lässt sich stabiler tragen, muss aber vollständig mitgenommen werden.

Für Wohnungen mit der Maschine im Keller ist die Sackvariante die klare Wahl. Für Wohnungen mit der Maschine im Bad spielt es keine Rolle, und dann entscheidet die Grundfläche.

Die Grundfläche entscheidet über den Standort

Die vier Bauarten belegten zwischen 0,12 und 0,22 Quadratmetern. Der schmale Zweifach-Sammler mit 30 mal 40 Zentimetern passt in eine Nische neben der Toilette oder zwischen Waschmaschine und Wand, das breite Modell mit 60 mal 35 nicht.

Wichtiger als die Grundfläche ist bei Deckelmodellen die Höhe plus Deckelöffnung. Eine Tonne von 60 Zentimetern Höhe braucht unter einer Ablage 90 Zentimeter Platz, wenn der Deckel nach oben klappt, und darauf weisen die Maßangaben nicht hin.

Bei einem Sammler unter einer Dachschräge oder unter dem Waschbecken ist deshalb ein Modell mit abnehmbarem oder aufschiebbarem Deckel die praktikable Wahl, auch wenn es beim Aufstellen im Laden umständlicher wirkt.

Textil, Kunststoff oder Draht

Textilsammler sind leicht, faltbar und günstig, nehmen aber Feuchte und Geruch selbst auf. Zwei der drei geprüften Textilbezüge waren waschbar, was den Unterschied ausmacht: ein nicht waschbarer Bezug ist nach zwei Jahren nicht mehr zu retten.

Kunststoff lässt sich auswischen und ist die pflegeleichteste Variante, wirkt dafür in geschlossener Form als Feuchtekammer. Draht und geflochtene Körbe sind die luftigsten und die einzigen ohne jedes Feuchteproblem, bieten aber keinen Sichtschutz und keine glatte Innenfläche.

Die Kombination, die in der Reihe am wenigsten Nachteile hatte, war ein Gestell mit zwei herausnehmbaren, waschbaren Stoffsäcken und offener Oberseite: 56 Liter, 52 % Feuchte, Säcke bei 40 °C waschbar und im Zweifelsfall einzeln ersetzbar.

Ausgelitert, gewogen, 48 Stunden mitgeschrieben

Das Volumen entstand nicht aus der Herstellerangabe, sondern durch Füllen mit Verpackungschips bekannten Volumens bis zur Oberkante, dreimal je Behälter, gemittelt. Die Abweichung zur Herstellerangabe lag zwischen minus 8 und plus 3 Prozent.

Die Beladung wurde mit gewogener Baumwollwäsche ermittelt: locker eingelegt, nicht gepresst, bis zur Oberkante, und daraus folgt die Schüttdichte von 8,3 Litern je Kilogramm. Gepresst gingen bis zu 30 Prozent mehr hinein, was für die Praxis aber die falsche Zahl ist.

Die Feuchtemessung lief mit einem Datenlogger im Behälter über 48 Stunden, Raumklima parallel aufgezeichnet. Nicht geprüft wurden Haltbarkeit der Bezüge über Jahre und die Waschbarkeit nach mehreren Durchgängen.

Luftfeuchte im Behälter nach 48 h mit zwei feuchten Handtüchern, Raumluft 45 % bei 21 °C
BauartFeuchte nach 48 hGeruchSichtbaresBefund
Tonne, Deckel dicht aufliegend78 %deutlichKondensat am Deckel
Tonne mit Lüftungsschlitzen64 %leichtnichts
Textilkorb, oben offen52 %keinernichts
Drahtkorb, allseitig offen49 %keinernichts

Häufige Fragen

Wie viel Wäsche passt in 56 Liter?

Rund 6,7 Kilogramm. Locker eingelegte Baumwollwäsche füllt 8,3 Liter je Kilogramm. Für eine Maschine mit 7 Kilogramm Nennfüllmenge sind also mindestens 58 Liter Sammelvolumen nötig.

Wie groß muss ein Fach bei zwei Fächern sein?

Mindestens 28 Liter, also 3,4 Kilogramm, damit eine Buntwäscheladung darin Platz hat. Bei 18 Litern je Fach sind es 2,2 Kilogramm; das Fach ist nach zwei Tagen voll und die Trennung geht verloren.

Warum riecht die Wäsche im geschlossenen Sammler?

Weil die Feuchte steigt. Mit zwei feuchten Handtüchern lag sie nach 48 Stunden in der dicht geschlossenen Tonne bei 78 Prozent, mit Lüftungsschlitzen bei 64 und im offenen Korb bei 52. Ab etwa 70 Prozent beginnt Schimmelwachstum auf Textil.

Lässt sich ein dichter Behälter nachrüsten?

Ja. Sechs Bohrungen von 8 Millimetern in die obere Wandung, versetzt zum Deckel, senkten die Feuchte von 78 auf 66 Prozent, ohne den Sichtschutz zu verändern.

Was verursacht das Problem tatsächlich?

Feuchte Handtücher und Sportkleidung. Trockene Baumwollwäsche veränderte die Feuchte im Behälter über 48 Stunden um weniger als 4 Prozentpunkte, unabhängig von der Bauart.

Wie schwer wird ein voller Sammler?

8,8 Kilogramm bei 6,7 Kilogramm Wäsche und 2,1 Kilogramm Eigengewicht. Bei Textilvarianten verlagert sich der Inhalt beim Anheben, weshalb für Maschinen im Keller Modelle mit herausnehmbaren Säcken praktikabler sind.

Welche Bauart ist die pflegeleichteste?

Kunststoff, weil er sich auswischen lässt, in geschlossener Form aber als Feuchtekammer wirkt. Textilbezüge sollten waschbar sein: ein nicht waschbarer Bezug ist nach etwa zwei Jahren nicht mehr zu retten.

Stimmen die angegebenen Volumen?

Näherungsweise. Ausgelitert mit Füllmaterial lagen die vier Behälter zwischen 8 Prozent unter und 3 Prozent über der Herstellerangabe. Gepresst gehen bis zu 30 Prozent mehr hinein, was für die Praxis aber die falsche Zahl ist.

Geprüft im August 2026