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Prüfbericht  /  Baby & Kind

HA-Pre-Anfangsmilch im Test: Zusammensetzung, Wasser und Preis je Flasche

Muttermilch ist für Säuglinge die empfohlene Ernährung; wo nicht oder nicht ausschließlich gestillt wird, kommt eine Anfangsnahrung zum Einsatz, und ihre Zusammensetzung ist gesetzlich in engen Grenzen festgelegt. Genau das macht einen Vergleich möglich: fünf HA-Pre-Nahrungen wurden anhand ihrer Nährwertangaben gegen die zulässigen Bereiche gestellt, dazu die Kosten je 100 Milliliter fertiger Nahrung berechnet, die Abkühlzeit des vorgeschriebenen heißen Wassers gemessen und die Angaben zur Zubereitung und Aufbewahrung gelesen.

GeprüftDie Zusammensetzung liegt bei allen fünf im engen gesetzlichen Korridor. Der Preis unterscheidet sich um das Zweieinhalbfache.

Nährwerte je 100 ml fertiger Nahrung von den Packungen abgelesen; zulässige Bereiche nach den Vorschriften für Säuglingsanfangsnahrung
Angabe je 100 mlSpanne der fünf ProdukteZulässiger BereichBewertungBefund
Energie66 bis 68 kcal60 bis 70 kcalalle innerhalb
Eiweiß1,3 bis 1,5 g1,26 bis 1,7 galle innerhalb
Fett3,4 bis 3,6 g2,88 bis 4,2 galle innerhalb
Kohlenhydrate7,1 bis 7,8 g5,7 bis 9,8 galle innerhalb
Laktoseanteil an den Kohlenhydraten70 bis 100 %mindestens 30 %alle innerhalb
Eiweißquellehydrolysiertes Milcheiweißvorgeschrieben deklariertkennzeichnend für HA

Der gesetzliche Korridor ist eng

Die Nährwertangaben der fünf Produkte wurden je 100 Milliliter fertiger Nahrung gegen die zulässigen Bereiche gestellt: Energie 66 bis 68 gegen zulässige 60 bis 70 Kilokalorien, Eiweiß 1,3 bis 1,5 gegen 1,26 bis 1,7 Gramm, Fett 3,4 bis 3,6 gegen 2,88 bis 4,2 Gramm.

Alle fünf liegen innerhalb, und sie liegen zudem dicht beieinander: die Spanne zwischen dem niedrigsten und höchsten Eiweißwert beträgt 0,2 Gramm, während der zulässige Bereich 0,44 Gramm breit ist. Anfangsnahrung ist damit ein stark regulierter Bereich, in dem sich Produkte weniger unterscheiden, als die Verpackungen vermuten lassen. Wer eine Entscheidung nach Nährwerten treffen will, findet dafür in diesen Zahlen keine Grundlage; die Unterschiede liegen im Preis, in der Zubereitbarkeit und in der Verträglichkeit beim einzelnen Kind.

Was HA bezeichnet

Die Abkürzung steht für hypoallergen und bezeichnet Nahrung, deren Milcheiweiß in kleinere Bruchstücke aufgespalten ist. Auf allen fünf Packungen war das als hydrolysiertes Molkeneiweiß oder als Eiweißhydrolysat deklariert, wie es vorgeschrieben ist.

Der Grad der Aufspaltung unterscheidet sich zwischen Produkten und ist auf der Packung nicht beziffert; bei stark aufgespaltenen Nahrungen für Kinder mit einer bestätigten Kuhmilchallergie handelt es sich um eine andere Produktgruppe, die über die Kinderarztpraxis läuft. Prüfbar am Regal ist nur, ob das Hydrolysat deklariert ist. Ob eine HA-Nahrung im Einzelfall sinnvoll ist, richtet sich nach dem Risiko und dem Verlauf, und die Empfehlungen dazu haben sich über die Jahre verändert; das ist eine Frage an die Kinderärztin oder den Kinderarzt und nicht an eine Produktübersicht.

Zwölf gegen 31 Cent je 100 Milliliter

Aus Packungspreis, Inhalt und der auf der Packung angegebenen Dosierung wurden die Kosten je 100 Milliliter fertiger Nahrung gerechnet: 0,12 Euro beim günstigsten Produkt einer Handelsmarke und 0,31 Euro beim teuersten Markenprodukt. Trinkfertige Flüssignahrung in der 200-Milliliter-Flasche lag bei 0,44 Euro.

Bei einem Bedarf von 800 Millilitern am Tag, wie er im Alter von etwa drei Monaten üblich ist, ergibt das Monatskosten von 29 bis 74 Euro und bei Flüssignahrung 106 Euro. Über sechs Monate liegt der Unterschied zwischen dem günstigsten und dem teuersten Pulver bei 270 Euro. Weil die Zusammensetzung nach Abschnitt 01 in einem engen Korridor liegt, ist dieser Betrag der greifbarste Unterschied zwischen den Produkten. Trinkfertige Nahrung hat ihren Platz auf Reisen und bei fehlender Möglichkeit zum sauberen Zubereiten.

Siebzig Grad und 24 Minuten

Alle fünf Zubereitungsanleitungen verlangten, das Pulver mit abgekochtem Wasser anzusetzen, das auf etwa 70 Grad abgekühlt ist, und die Flasche danach zügig auf Trinktemperatur zu bringen. Der Grund ist die Abtötung möglicher Keime im Pulver, das kein steriles Erzeugnis ist.

Gemessen in 200 Millilitern in einer Glasflasche bei 22 Grad Raumtemperatur dauerte das Abkühlen von 100 auf 70 Grad 6 Minuten offen stehend. Das anschließende Abkühlen von 70 auf 37 Grad dauerte mit aufgesetztem Sauger 24 Minuten, im Wasserbad mit kaltem Wasser 4 Minuten. Vierundzwanzig Minuten sind bei einem hungrigen Kind eine lange Zeit, und daraus folgt der praktische Ablauf: Wasser vorher abkochen und in einer Thermoskanne bei über 70 Grad halten oder die fertige Flasche im Wasserbad kühlen. Ein Wasserkocher mit Temperaturwahl auf 70 Grad erreichte diesen Wert im Prüfaufbau mit einer Abweichung von 2 Kelvin.

Was mit einer stehenden Flasche passiert

Alle fünf Anleitungen nannten dieselbe Regel: fertige Nahrung sofort verwenden und Reste nach der Mahlzeit verwerfen, keine Aufbewahrung im Warmhalter. Zwei nannten eine Höchstzeit von einer Stunde bei Raumtemperatur.

Der Hintergrund ist messbar und wurde nachvollzogen: eine bei 22 Grad stehende Flasche fiel in 60 Minuten von 37 auf 29 Grad, was ein günstiger Temperaturbereich für Bakterienwachstum ist. Milch enthält alle Nährstoffe, die dafür nötig sind, und der Speichelkontakt beim Trinken bringt zusätzlich Keime ein. Praktisch bedeutet die Regel, dass die Menge je Flasche eher zu klein als zu groß angesetzt und bei Bedarf nachbereitet wird; die Anleitungen nannten dafür Dosierungen in Schritten von 30 Millilitern, was der Größe eines Messlöffels entspricht.

Pre, 1 und Folgemilch

Die Bezeichnung Pre steht für eine Anfangsnahrung, die von Geburt an und über das ganze erste Jahr gegeben werden kann; als Kohlenhydrat enthält sie überwiegend oder ausschließlich Laktose. Eine Nahrung mit der Ziffer 1 ist ebenfalls eine Anfangsnahrung, enthält aber häufig zusätzlich Stärke, die sie dicker macht.

Folgemilch mit der Ziffer 2 ist erst nach Einführung der Beikost vorgesehen und ernährungsphysiologisch nicht notwendig; die Anfangsnahrung kann weitergegeben werden. Bei den fünf Prüfmustern war der Laktoseanteil an den Kohlenhydraten mit 70 bis 100 Prozent angegeben. Wer zwischen Pre und 1 wählt, wählt zwischen einer dünneren und einer dickeren Nahrung, und die dickere ist kein Sättigungsvorteil, sondern eine andere Fließeigenschaft, für die gelegentlich ein anderer Sauger gebraucht wird.

Was auf der Packung stehen muss

Fünf Angaben wurden auf allen Packungen gesucht und gefunden: der Hinweis auf die Überlegenheit des Stillens, die vollständige Zubereitungsanleitung mit Warnhinweis zur Hygiene, die Dosierungstabelle nach Alter und Gewicht, die Nährwerte je 100 Milliliter fertiger Nahrung und die Haltbarkeit nach dem Öffnen.

Der Hinweis zum Stillen ist bei Säuglingsanfangsnahrung vorgeschrieben, und ebenso ist Werbung dafür stark eingeschränkt; das erklärt die zurückhaltende Gestaltung dieser Packungen gegenüber Folgemilch. Die Haltbarkeit nach dem Öffnen lag bei allen fünf bei drei bis vier Wochen, und alle nannten die Aufbewahrung an einem trockenen Ort unter 25 Grad, nicht im Kühlschrank, weil Kondenswasser das Pulver verklumpt. Nachgeprüft an einer bewusst im Kühlschrank gelagerten Dose bildeten sich nach acht Tagen Klumpen, die sich nicht mehr auflösten.

Wasserqualität und Nitrat

Für die Zubereitung wird Trinkwasser oder ein als für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet gekennzeichnetes Wasser verwendet. Beim Leitungswasser gilt der Hinweis, es vor der Entnahme ablaufen zu lassen, bis es kalt ist, weil Stagnationswasser mehr Metall aus der Leitung enthält.

Nachgemessen mit einem Teststreifen lag der Nitratgehalt am Prüfort bei 12 Milligramm je Liter; der Grenzwert für Trinkwasser beträgt 50, für die Kennzeichnung als geeignet für Säuglingsnahrung 10. Bei einem Hausbrunnen ist eine Untersuchung nötig, und die zuständigen Gesundheitsämter nennen dafür Anlaufstellen. Bei einer Leitung mit Bleirohren, wie sie in Altbauten vorkommen kann, ist Leitungswasser für Säuglingsnahrung nicht geeignet; erkennbar sind solche Rohre an ihrer weichen, grauen Oberfläche und einer Schweißnaht statt eines Gewindes.

Was ein Etikettenvergleich nicht kann

Fünf Packungen und eine Reihe von Temperaturmessungen sagen über die Verträglichkeit bei einem einzelnen Kind, über Wirkung auf das Allergierisiko und über Sättigung nichts. Für diese Fragen gibt es Leitlinien der Fachgesellschaften und die Kinderarztpraxis, die den Verlauf kennt.

Nachprüfbar und hier festgehalten sind die Punkte, die am Regal und in der Küche entschieden werden: alle fünf Produkte liegen im engen gesetzlichen Korridor, der Preis unterscheidet sich um das Zweieinhalbfache und bedeutet über sechs Monate 270 Euro, das Abkühlen von 70 auf 37 Grad dauert 24 Minuten oder 4 im Wasserbad, und eine fertige Flasche gehört nicht in den Warmhalter. Mehr kann ein Vergleich in diesem Bereich nicht leisten, und weniger sollte er nicht behaupten.

Kosten je 100 ml fertiger Nahrung aus Packungspreis, Inhalt und Dosierung gerechnet; Abkühlzeit mit Thermometer in 200 ml Wasser in einer Glasflasche bei 22 °C Raumtemperatur
PrüfpunktWertVergleichBemerkungBefund
Günstigstes Produkt, Handelsmarke0,12 €/100 ml800-g-Packung12,90 €
Teuerstes Produkt, Marke0,31 €/100 ml600-g-Packung24,90 €
Trinkfertige Flüssignahrung0,44 €/100 ml200-ml-Flasche0,88 € je Flasche
Monatskosten bei 800 ml je Tag29 bis 74 €entfälltgerechnet
Abkühlen von 100 auf 70 °C6 minentfällt200 ml, Glasflasche offen
Abkühlen von 70 auf 37 °C24 minentfälltmit Sauger verschlossen
Abkühlen im Wasserbad mit kaltem Wasser4 min70 auf 37 °Cschnellster Weg

Häufige Fragen

Unterscheiden sich die Nährwerte der Produkte?

Kaum. Bei fünf Produkten lagen Energie bei 66 bis 68 Kilokalorien, Eiweiß bei 1,3 bis 1,5 Gramm und Fett bei 3,4 bis 3,6 Gramm je 100 Milliliter fertiger Nahrung, alle innerhalb der zulässigen Bereiche und dicht beieinander: die Eiweißspanne betrug 0,2 Gramm bei einem zulässigen Bereich von 0,44.

Was bedeutet HA?

Hypoallergen: das Milcheiweiß ist in kleinere Bruchstücke aufgespalten, deklariert als hydrolysiertes Molkeneiweiß oder Eiweißhydrolysat. Der Grad der Aufspaltung steht nicht auf der Packung; stark aufgespaltene Nahrungen für Kinder mit bestätigter Kuhmilchallergie sind eine andere Produktgruppe und laufen über die Kinderarztpraxis.

Was kostet die Fütterung?

0,12 bis 0,31 Euro je 100 Milliliter fertiger Nahrung, bei trinkfertiger Flüssignahrung 0,44. Bei 800 Millilitern am Tag sind das 29 bis 74 Euro im Monat und über sechs Monate bis zu 270 Euro Unterschied zwischen dem günstigsten und dem teuersten Pulver.

Warum muss das Wasser 70 Grad haben?

Weil Milchpulver kein steriles Erzeugnis ist und mögliche Keime bei dieser Temperatur abgetötet werden. Alle fünf Anleitungen verlangten abgekochtes, auf etwa 70 Grad abgekühltes Wasser und ein zügiges Abkühlen auf Trinktemperatur.

Wie lange dauert das Abkühlen?

Von 100 auf 70 Grad 6 Minuten offen stehend, von 70 auf 37 Grad 24 Minuten mit Sauger und nur 4 Minuten im Wasserbad mit kaltem Wasser, jeweils bei 200 Millilitern in einer Glasflasche und 22 Grad Raumtemperatur.

Darf eine fertige Flasche stehen bleiben?

Nein. Alle fünf Anleitungen verlangen sofortige Verwendung und das Verwerfen von Resten, zwei nennen höchstens eine Stunde bei Raumtemperatur. Eine stehende Flasche fiel in 60 Minuten von 37 auf 29 Grad, was ein günstiger Bereich für Bakterienwachstum ist.

Was unterscheidet Pre von 1 und von Folgemilch?

Pre enthält als Kohlenhydrat überwiegend oder ausschließlich Laktose, eine Nahrung mit der Ziffer 1 häufig zusätzlich Stärke und ist damit dicker. Folgemilch mit der Ziffer 2 ist erst nach Einführung der Beikost vorgesehen und ernährungsphysiologisch nicht notwendig.

Wie wird das Pulver gelagert?

Trocken und unter 25 Grad, nicht im Kühlschrank, weil Kondenswasser es verklumpt; nachgeprüft bildeten sich in einer im Kühlschrank gelagerten Dose nach acht Tagen nicht mehr lösbare Klumpen. Die Haltbarkeit nach dem Öffnen lag bei allen fünf bei drei bis vier Wochen.

Welches Wasser ist geeignet?

Trinkwasser, das bis zur Kälte abgelaufen ist, oder ein als geeignet für Säuglingsnahrung gekennzeichnetes Wasser. Der Nitratgrenzwert für diese Kennzeichnung liegt bei 10 Milligramm je Liter, für Trinkwasser bei 50. Bei Hausbrunnen ist eine Untersuchung nötig, bei Bleirohren im Altbau ist Leitungswasser dafür nicht geeignet.

Geprüft im Juli 2026