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Prüfbericht  /  Haushalt

Bausauger im Test: Staubklasse M, Schlauchverlust, Filterreinigung

Ein Bausauger unterscheidet sich von einem Haushaltsgerät an drei Punkten: der Staubklasse, der Filterabreinigung im Betrieb und dem Anschluss für ein Elektrowerkzeug. Alle drei wurden geprüft, dazu die Frage, wie viel Luftstrom Schlauchlänge und Durchmesser kosten, denn genau davon hängt ab, ob eine Absaugung funktioniert.

Geprüft24 kPa und Staubklasse M. Ein 5-Meter-Schlauch mit 27 mm kostet 38 Prozent des Luftstroms.

Bausauger der Staubklasse M, Unterdruck mit Digitalmanometer, Luftstrom mit Flügelradanemometer im Rohr gemessen
MessstelleUnterdruckLuftstromBemerkungBefund
Am Geräteanschluss24,0 kPa61 l/sohne Schlauch
Ende 3 m Schlauch, 32 mm23,1 kPa48 l/s−21 %
Ende 5 m Schlauch, 32 mm22,6 kPa43 l/s−30 %
Ende 5 m Schlauch, 27 mm22,4 kPa38 l/s−38 %
Ende 5 m Schlauch, 38 mm23,4 kPa52 l/s−15 %
Mit Filter zugesetzt, vor Abreinigung24,0 kPa29 l/s−52 %

Wofür die Staubklasse M steht

Bausauger werden in drei Staubklassen eingeteilt. Klasse L lässt höchstens ein Prozent des aufgenommenen Staubs wieder in die Raumluft, Klasse M höchstens 0,1 Prozent und Klasse H höchstens 0,005 Prozent. Zugeordnet sind die Klassen den Stoffen: M gilt unter anderem für Holzstaub, Quarzstaub aus Beton und Zement sowie mineralische Stäube, H für krebserzeugende Stäube und Asbest.

Die Einteilung ist keine Empfehlung, sondern in den Regeln für Arbeitsplätze verankert, und quarzhaltiger Staub aus Beton, Putz oder Mauerwerk verlangt mindestens Klasse M. Das Gerät trägt das entsprechende Kennzeichen samt Prüfnummer, und diese Angabe ist der Grund, warum ein solcher Sauger dreimal so viel kostet wie ein Haushaltsgerät mit gleicher Leistung.

Vierundzwanzig Kilopascal, 61 Liter je Sekunde

Am Anschluss ohne Schlauch zeigt das Manometer 24,0 Kilopascal Unterdruck, und das Anemometer im Rohr 61 Liter Luft je Sekunde. Ein Haushaltsstaubsauger liegt bei 22 Kilopascal und 38 Litern; der Unterschied liegt also weniger im Unterdruck als im Luftstrom.

Genau das ist die entscheidende Größe für eine Absaugung an einem Werkzeug: der Staub entsteht an einer offenen Stelle und muss von Luft weggetragen werden, bevor er in den Raum gelangt. Unterdruck bewegt keinen Staub, Luftstrom tut es. Deshalb geben Werkzeughersteller für ihre Absauganschlüsse einen Mindestluftstrom an, und der liegt zwischen 15 Litern je Sekunde für einen Bohrhammer und 55 für eine Mauerfräse.

Der Schlauch kostet 30 Prozent

Derselbe Luftstrom wurde an fünf Schlauchkombinationen bestimmt. Mit 3 Metern und 32 Millimetern Innendurchmesser kamen am Ende 48 Liter je Sekunde an, mit 5 Metern 43, mit 5 Metern und nur 27 Millimetern 38 und mit 5 Metern und 38 Millimetern 52.

Der Durchmesser wirkt dabei stärker als die Länge, weil der Strömungswiderstand mit der vierten Potenz des Durchmessers fällt. Von 27 auf 38 Millimeter gewinnt man 14 Liter je Sekunde, von 5 auf 3 Meter nur 5. Wer eine Mauerfräse mit 55 Litern Bedarf betreibt, kommt deshalb selbst mit dem größten Schlauch nicht auf den geforderten Wert und braucht ein größeres Gerät. Für Schleifer, Sägen und Bohrhämmer reicht die Kombination mit 32 Millimetern und 5 Metern.

Die Filterabreinigung im Betrieb

Das Gerät reinigt seine Filter selbstständig, indem es alle 15 Sekunden für etwa 0,6 Sekunden einen Luftimpuls durch den Filter zurückschickt. Gemessen wurde der Luftstrom über eine Stunde Trockenbauschleifen: er lag am Anfang bei 43 Litern je Sekunde, sank zwischen zwei Reinigungsimpulsen auf 34 und stieg nach jedem Impuls auf 41 bis 42.

Ohne diese Funktion, geprüft an einem abgeschalteten Zyklus, fiel der Luftstrom nach zwölf Minuten Schleifen auf 29 Liter je Sekunde und die Absaugung war sichtbar überfordert. Für staubintensive Arbeiten ist die Abreinigung damit kein Komfortmerkmal, sondern die Voraussetzung dafür, dass der Sauger über eine Arbeitsschicht funktioniert. Hörbar ist jeder Impuls als kurzer Schlag, und das ist der ungewohnteste Teil an einem solchen Gerät.

Die Werkzeugsteckdose und ihr Nachlauf

An der Gerätesteckdose eingestecktes Werkzeug startet den Sauger automatisch. Gemessen mit einer Aufnahme bei 240 Bildern je Sekunde beginnt der Sauger 0,4 Sekunden nach dem Werkzeug zu laufen und läuft nach dem Abschalten 8 Sekunden nach, damit der Schlauch leergesaugt wird.

Die Steckdose ist für 2.000 Watt Werkzeugleistung freigegeben; der Sauger selbst zieht 1.200 Watt, sodass die Gesamtabsicherung eines 16-Ampere-Kreises mit 3.200 Watt Nennlast erreicht wird. Ein Winkelschleifer mit 2.400 Watt löste die Sicherung im Anlauf zweimal von fünf Versuchen aus. Wer solche Werkzeuge betreibt, steckt sie an einen zweiten Kreis und startet den Sauger von Hand.

Behälter, Vliesbeutel und Nassbetrieb

Der Behälter fasst 30 Liter, mit eingelegtem Vliesbeutel 25 Liter nutzbar. Ausgewogen nahm der Beutel 11,4 Kilogramm Bohrstaub auf, bevor der Luftstrom auf 30 Liter je Sekunde fiel. Ohne Beutel direkt in den Behälter gesaugt setzten sich die Filter deutlich schneller zu: dieselbe Menge Staub senkte den Luftstrom bereits nach 6,8 Kilogramm auf denselben Wert.

Für den Nassbetrieb wird der Vliesbeutel entfernt und ein Nassfilter eingesetzt. Ein Schwimmer schaltet bei etwa 22 Litern Flüssigkeit ab; nachgeprüft mit Wasser lag der Abschaltpunkt bei 21,6 Litern, und der Sauger stellte innerhalb einer Sekunde ab. Wichtig ist danach das Trocknen: ein feucht eingelagerter Faltenfilter zeigte nach vier Tagen Schimmelbewuchs und war nicht mehr verwendbar.

Was die Filter kosten

Der Sauger arbeitet mit zwei Faltenfiltern zu je 28 Euro und Vliesbeuteln zu 4,50 Euro je Stück. Bei einem Beutelwechsel je 11 Kilogramm Staub und einem Bedarf von etwa 15 Beuteln im Jahr bei gelegentlicher Nutzung sind das 68 Euro, dazu ein Filterpaar alle zwei Jahre mit 28 Euro im Jahr.

Die Filter halten deutlich länger, wenn mit Beutel gearbeitet wird, und darin liegt die Rechnung: 4,50 Euro je Beutel gegen 56 Euro je Filterpaar. Nachgemessen war der Filter nach 40 Kilogramm Staub mit Beutel noch bei 41 Litern je Sekunde nach der Abreinigung, ohne Beutel nach derselben Menge bei 33. Wer ohne Beutel saugt, spart am falschen Ende.

Rollen, Gewicht und der Transport zur Baustelle

Das Gerät wiegt leer 14,2 Kilogramm und mit halb gefülltem Beutel 20 Kilogramm. Es rollt auf zwei Lenkrollen vorn und zwei feststehenden Rädern hinten mit 100 Millimetern Durchmesser; auf glattem Beton waren 42 Newton Zugkraft nötig, über eine Türschwelle von 20 Millimetern 118 und über Bauschutt auf einer Rohbaudecke ließ es sich nicht rollen, sondern nur tragen.

Der Griff sitzt am Kopf des Geräts, und dort ist er richtig: getragen liegt der Schwerpunkt darunter, und das Gerät kippt nicht. Zwei Punkte fielen im Alltag auf. Erstens rasten Kopf und Behälter über zwei Spannbügel, und deren Dichtung braucht einen sauberen Rand: mit Staub auf der Dichtfläche sank der Unterdruck von 24 auf 21 Kilopascal. Zweitens ist der Kabelhaken für 7,5 Meter Kabel knapp bemessen, sodass die letzten Windungen abrutschten; ein zweiter Haken für 4 Euro löste das.

Lautstärke und Antistatik

Der Schallpegelmesser zeigt in einem Meter Abstand 68 Dezibel im Normalbetrieb, was für ein Gerät dieser Leistung leise ist; ein Haushaltsstaubsauger liegt bei 74. Die Reinigungsimpulse erreichen kurzzeitig 79 Dezibel.

Der Schlauch ist antistatisch ausgeführt und über einen Kontakt am Anschluss mit dem Erdleiter verbunden. Nachgeprüft mit einem Isolationsmessgerät lag der Widerstand von der Schlauchspitze zum Schutzkontakt bei 0,8 Megaohm, was im vorgesehenen Bereich liegt. Bei einem einfachen Schlauch ohne diese Ausführung lud sich der Staub im Betrieb auf und entlud sich beim Anfassen als spürbarer Schlag; das ist keine Gefahr für den Menschen, aber in staubhaltiger Luft ein Zündrisiko und der Grund für die Bauart.

Was in vier Wochen nicht geprüft ist

Die Staubklasse wurde nicht nachgemessen, denn dafür braucht es eine Prüfkammer mit Partikelzähler und einen genormten Prüfstaub. Sie steht auf dem Typenschild, weil eine Prüfstelle sie bestimmt hat, und das ist bei dieser Größe genau richtig: keine Messung mit Haushaltsmitteln kann 0,1 Prozent Durchlass belegen.

Die Lebensdauer des Motors und der Abreinigungsmechanik bleibt ebenfalls offen. Prüfbar ist der Luftstrom nach der Abreinigung, und dieser Wert ist die Kennzahl, an der ein alterndes Gerät erkennbar wird: neu 41 bis 42 Liter je Sekunde nach jedem Impuls, und sinkt dieser Wert dauerhaft unter etwa 35, sind die Filter am Ende und nicht der Sauger.

Absaugung an drei Elektrowerkzeugen, Staubaustritt aus der Absaugung gewogen und in der Raumluft gemessen
WerkzeugNötiger LuftstromErreicht mit 5 m / 32 mmStaubaustritt sichtbarBefund
Exzenterschleifer 125 mm20 l/s43 l/snein
Handkreissäge 190 mm35 l/s43 l/sgering
Mauerfräse 125 mm55 l/s43 l/sdeutlich
Bohrhammer mit Saugaufsatz15 l/s43 l/snein
Trockenbauschleifer45 l/s43 l/sgering

Häufige Fragen

Was bedeutet Staubklasse M?

Höchstens 0,1 Prozent des aufgenommenen Staubs gelangen zurück in die Raumluft. Klasse L erlaubt ein Prozent, Klasse H 0,005. Für quarzhaltige Stäube aus Beton, Putz und Mauerwerk sowie für Holzstaub ist mindestens Klasse M vorgeschrieben.

Wie viel Luftstrom liefert der Sauger?

61 Liter je Sekunde am Anschluss, 43 am Ende eines 5-Meter-Schlauchs mit 32 Millimetern. Ein Haushaltsstaubsauger kommt auf 38 Liter je Sekunde. Der Unterdruck von 24 Kilopascal unterscheidet sich dagegen kaum von einem Haushaltsgerät.

Welcher Schlauch ist der richtige?

Ein möglichst dicker. Mit 38 Millimetern kamen am Ende von 5 Metern 52 Liter je Sekunde an, mit 32 Millimetern 43 und mit 27 nur 38. Der Durchmesser wirkt stärker als die Länge, weil der Widerstand mit der vierten Potenz fällt.

Reicht der Sauger für eine Mauerfräse?

Nein. Die Fräse verlangt 55 Liter je Sekunde, am Schlauchende kommen höchstens 52 an, und mit dem üblichen 32-Millimeter-Schlauch nur 43. Für Schleifer mit 20 bis 45 und Bohrhämmer mit 15 Litern Bedarf reicht er mit Reserve.

Wozu dient die automatische Filterabreinigung?

Sie hält den Luftstrom über die Arbeitszeit. Alle 15 Sekunden schickt das Gerät einen Luftimpuls zurück durch den Filter; der Luftstrom pendelte damit zwischen 34 und 42 Litern je Sekunde. Mit abgeschalteter Abreinigung fiel er nach zwölf Minuten Schleifen auf 29.

Soll man mit oder ohne Vliesbeutel saugen?

Mit Beutel. Er nahm 11,4 kg Bohrstaub auf, bevor der Luftstrom auf 30 Liter je Sekunde fiel; ohne Beutel war dieser Punkt schon nach 6,8 kg erreicht. Ein Beutel kostet 4,50 Euro, ein Filterpaar 56.

Kann man damit Wasser saugen?

Ja, ohne Vliesbeutel und mit Nassfilter. Der Schwimmer schaltete bei 21,6 Litern Flüssigkeit innerhalb einer Sekunde ab. Danach muss der Faltenfilter getrocknet werden: feucht eingelagert zeigte er nach vier Tagen Schimmelbewuchs.

Startet der Sauger mit dem Werkzeug?

Ja, 0,4 Sekunden nach dem Werkzeug, mit 8 Sekunden Nachlauf zum Leersaugen des Schlauchs. Die Steckdose ist für 2.000 Watt freigegeben; ein Winkelschleifer mit 2.400 Watt löste im Anlauf zweimal von fünf Versuchen die Sicherung aus.

Geprüft im August 2026