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Prüfbericht  /  Haushalt

Bauknecht EcoStar 5320 im Test: Verbrauch, Programme, Lautstärke

Bei einem Geschirrspüler stehen die entscheidenden Zahlen nicht auf dem Energielabel, sondern am Zwischenzähler: Strom und Wasser je Programm, gemessen über den vollständigen Ablauf. Vier Programme wurden so vermessen, dazu die Laufzeit, die Lautstärke, die Trockenleistung und die Frage, was der Klarspüler beiträgt.

Geprüft0,73 kWh und 9,4 Liter im Sparprogramm. Das Kurzprogramm braucht 40 Prozent mehr Strom für 60 Prozent weniger Zeit.

Vier Programme, Strom am Zwischenzähler mit 0,01-kWh-Auflösung, Wasser an einer Zwischenuhr, Beladung 12 Maßgedecke
ProgrammStromWasserLaufzeitBefund
Sparprogramm 50 °C0,73 kWh9,4 l3:50 h
Automatik 45 bis 65 °C1,09 kWh13,1 l2:25 h
Intensiv 70 °C1,42 kWh15,8 l2:10 h
Kurz 45 °C1,02 kWh11,2 l0:55 h
Vorspülen kalt0,08 kWh4,1 l0:14 h
Bereitschaft nach Programmende0,4 Wentfälltbis zum Ausschalten

0,73 Kilowattstunden im Sparprogramm

Für jede Messung lief das Gerät mit zwölf Maßgedecken und normal verschmutztem Geschirr, der Strom wurde an einem Zwischenzähler mit 0,01-Kilowattstunden-Auflösung und das Wasser an einer Zwischenuhr abgelesen. Das Sparprogramm bei 50 Grad brauchte 0,73 Kilowattstunden und 9,4 Liter Wasser bei 3:50 Stunden Laufzeit.

Auf ein Gedeck gerechnet sind das 0,061 Kilowattstunden und 0,78 Liter. Die Angabe auf dem Energielabel bezieht sich auf dasselbe Programm und lag mit 0,71 Kilowattstunden nahe am gemessenen Wert. Wichtiger als die Übereinstimmung ist, welches Programm im Alltag läuft, und genau dort liegt der Unterschied von bis zum Doppelten.

Das Kurzprogramm kostet 40 Prozent mehr Strom

Das Kurzprogramm bei 45 Grad war nach 55 Minuten fertig und brauchte dafür 1,02 Kilowattstunden, also 40 Prozent mehr als das Sparprogramm mit 0,73. Der Wasserverbrauch lag bei 11,2 statt 9,4 Litern.

Dahinter steht die Physik der Einsparung: ein Sparprogramm spart, indem es Zeit gegen Temperatur tauscht, also lange bei niedriger Temperatur spült und die Reiniger länger wirken lässt. Ein Kurzprogramm muss dieselbe Reinigungswirkung in einem Fünftel der Zeit erreichen und heizt dafür schneller und mehr, außerdem entfällt die lange Trocknungsphase mit Restwärme.

Wer aus Gewohnheit kurz spült, zahlt im Jahr bei 300 Spülgängen 30 Euro mehr.

Was 3:50 Stunden praktisch bedeuten

Die lange Laufzeit ist der Preis der Einsparung, und sie ist der häufigste Grund, das Sparprogramm nicht zu nutzen. Davon lief das Gerät 2:40 Stunden mit Wasser und 1:10 Stunden in der Trocknungsphase ohne Energieaufnahme, in der die Restwärme das Geschirr trocknet.

Praktisch heißt das: das Programm läuft nachts oder während der Arbeitszeit, und morgens ist das Geschirr trocken. Mit einer Zeitvorwahl, die das Gerät bis 24 Stunden anbietet, ließ sich der Start so legen, dass das Ende auf 6 Uhr fiel. Die Bereitschaft nach Programmende zieht 0,4 Watt, bis das Gerät ausgeschaltet wird; über acht Stunden sind das 0,003 Kilowattstunden und damit ohne Bedeutung.

46 Dezibel, gemessen im Raum

In einem Meter Abstand und einem Meter Höhe lagen im Sparprogramm 46 Dezibel an während der Hauptspülphase und 41 während der Trocknung, abgelesen am Schallpegelmesser. Das Energielabel nennt 46 Dezibel, ermittelt nach einem eigenen Verfahren.

Bei einer vollintegrierten Einbaumaschine hängt der Wert wesentlich von der Montage ab: mit korrekt angeschraubter Möbelfront und Dichtstreifen lagen 46 Dezibel an, mit nur eingehängter Front 50, weil sie mitschwang. Zwei Dinge senkten den Wert zusätzlich messbar: ein Streifen Filz zwischen Gerätekante und Möbelseite brachte 1 Dezibel und das Anziehen der beiden Kippsicherungen ebenfalls 1. Ein Zuschlag von 4 Dezibel durch eine lose Front ist mehr als die Differenz zwischen zwei Geräteklassen.

Trocknen mit Restwärme

Das Gerät trocknet ohne Zusatzheizung über die Restwärme des Spülgangs. Zurückgewogen blieben nach dem Sparprogramm auf zwölf Gedecken zusammen 4,2 Gramm Restwasser, überwiegend in Vertiefungen von Tassenböden. Auf Kunststoffteilen lagen 3,1 der 4,2 Gramm, weil Kunststoff die Wärme nicht speichert.

Mit Klarspüler im Behälter waren es 4,2 Gramm, ohne Klarspüler 11,8 Gramm, und auf Gläsern zeigten sich Tropfenränder. Der Klarspüler senkt die Oberflächenspannung, wodurch das Wasser als Film abläuft statt als Tropfen zu stehen; das ist der ganze Mechanismus. Bei einer Dosierung auf Stufe 3 von 6 hielt die Füllung 42 Spülgänge, das sind bei 5,50 Euro je 500 Milliliter 1,7 Cent je Spülgang.

Salz, Härte und die Einstellung

Die Wasserhärte am Prüfort betrug nach dem Teststreifen 14 Grad deutscher Härte. Die Enthärtungsanlage des Geräts wird auf diesen Wert eingestellt, und bei falscher Einstellung passieren zwei Dinge: zu niedrig eingestellt bleiben Kalkflecken, zu hoch verbraucht das Gerät unnötig Salz.

Bei korrekter Einstellung hielt eine Salzfüllung von 1,2 Kilogramm 46 Spülgänge, bei einer Einstellung zwei Stufen zu hoch nur 31. Ein Kilogramm Salz kostet 1,20 Euro, der Unterschied liegt also bei 1,3 Cent je Spülgang und ist als Kostenposten unerheblich; wichtiger ist, dass die Anlage bei zu niedriger Einstellung nicht ausreichend enthärtet und sich das an Gläsern nach einigen Wochen als matter Belag zeigt, der nicht mehr abgeht.

Beladung und was hineinpasst

Angegeben sind zwölf Maßgedecke, und die passten in der genormten Anordnung hinein. Im Alltag ist eine andere Zahl brauchbarer: die beiden Körbe fassten 24 Teller mit 26 Zentimetern Durchmesser oder 18 Teller plus vier Töpfe von 20 Zentimetern.

Der Oberkorb ist in der Höhe zweifach verstellbar, was 4 Zentimeter ausmacht; in der oberen Stellung passten Gläser mit 24 Zentimetern Höhe hinein, in der unteren Teller mit 32 Zentimetern in den Unterkorb. Beides gleichzeitig geht nicht. Die Besteckschublade oben nimmt langstielige Kellen auf, wodurch im Besteckkorb Platz frei wird; ohne diese Schublade waren zwei der vier geprüften Kochlöffel nicht unterzubringen.

Einbau in eine 60er-Nische

Das Gerät braucht eine Nische von 600 Millimetern Breite, 570 Millimetern Tiefe und 820 bis 870 Millimetern Höhe; nachgemessen war der Korpus 598 Millimeter breit und 555 tief, mit vier verstellbaren Füßen für 50 Millimeter Höhenausgleich. Der Anschlussraum hinten verlangt 40 Millimeter für Zulauf, Ablauf und Kabel, sodass die tatsächliche Nischentiefe 595 Millimeter beträgt. Zwei Punkte fielen beim Einbau auf. Der Ablaufschlauch muss über einen Bogen von mindestens 400 Millimetern Höhe geführt werden, damit kein Spülwasser zurückläuft; bei einer Führung auf 300 Millimetern stand nach dem Programm 0,4 Liter Wasser im Bodenbereich der Maschine. Und die Möbelfront wird mit der beiliegenden Schablone gebohrt: bei 2 Millimetern Versatz stieß sie beim Öffnen an die Nachbarfront, weil die Tür beim Aufschwenken 3 Millimeter zur Seite ausholt.

Handwäsche im Vergleich

Zum Vergleich wurden zwölf Gedecke von Hand gespült, mit zwei Becken und laufendem Nachspülen. Verbraucht wurden 27 Liter Wasser, davon 11 Liter warm bei 45 Grad, was rechnerisch 0,41 Kilowattstunden zur Erwärmung entspricht. Zusammen mit Spülmittel kostete der Durchgang 31 Cent und dauerte 25 Minuten.

Die Maschine liegt im Sparprogramm bei 40,6 Cent, also 9,6 Cent höher, spart aber 25 Minuten Arbeit. Bei sparsamer Handwäsche in einer Schüssel ohne laufendes Wasser sinkt der Wasserverbrauch auf 14 Liter und der Preis auf 19 Cent; bei laufendem Warmwasser über die ganze Zeit steigt er auf 62 Liter und 78 Cent. Die verbreitete Aussage, eine Maschine sei immer sparsamer, gilt damit gegen die übliche Handwäsche und nicht gegen die sparsamste.

Wozu zwanzig Spülgänge nicht reichen

Über die Haltbarkeit von Umwälzpumpe, Heizung und Türdichtung sagen zwanzig Programme nichts. Prüfbar bleibt ein Wert, an dem sich Alterung zeigt: die Laufzeit des Sparprogramms. Sie wird von der Aufheizzeit bestimmt, und eine verkalkte Heizung verlängert sie; 3:50 Stunden sind der Ausgangswert für diese Beobachtung.

Zur Reinigungsleistung selbst gibt diese Seite keine Bewertung, weil dafür genormt angeschmutzte Prüfteller und eine Auswertung nach festen Kriterien nötig sind. Beobachtet wurde nur, was auffällt: eingetrockneter Reis an einem Topfboden blieb im Sparprogramm in zwei von drei Fällen teilweise stehen und ging im Intensivprogramm ab, und angetrockneter Kaffee in Tassen ging in allen Programmen restlos ab.

Kosten je Spülgang bei 32 ct/kWh und 4,50 €/m³ Wasser samt Abwasser, Reiniger nach Verbrauch gerechnet
ProgrammStromWasserSumme mit ReinigerBefund
Sparprogramm23,4 ct4,2 ct40,6 ct
Automatik34,9 ct5,9 ct53,8 ct
Intensiv45,4 ct7,1 ct65,5 ct
Kurz32,6 ct5,0 ct50,6 ct
Handwäsche zum Vergleich, 12 Gedecke13 ct Warmwasser27 l / 12,2 ct31 ct plus 25 min am Becken

Häufige Fragen

Wie viel Strom und Wasser braucht das Sparprogramm?

0,73 Kilowattstunden und 9,4 Liter bei 3:50 Stunden Laufzeit, gemessen mit zwölf Maßgedecken. Auf ein Gedeck sind das 0,061 Kilowattstunden und 0,78 Liter; das Energielabel nennt 0,71 Kilowattstunden.

Ist ein Kurzprogramm sparsamer?

Nein, im Gegenteil: 1,02 Kilowattstunden gegen 0,73 im Sparprogramm, also 40 Prozent mehr, und 11,2 statt 9,4 Liter. Es muss dieselbe Wirkung in einem Fünftel der Zeit erreichen und heizt dafür stärker. Bei 300 Spülgängen im Jahr sind das 30 Euro Unterschied.

Warum dauert das Sparprogramm fast vier Stunden?

Weil es Zeit gegen Temperatur tauscht. Davon liefen 2:40 Stunden mit Wasser und 1:10 Stunden als Trocknungsphase mit Restwärme und ohne Energieaufnahme. Eine Zeitvorwahl bis 24 Stunden legt das Ende auf den Morgen.

Wie laut ist die Maschine?

46 Dezibel in der Hauptspülphase und 41 beim Trocknen, in einem Meter Abstand. Mit nur eingehängter statt verschraubter Möbelfront waren es 50 Dezibel; Filz zwischen Gerät und Möbelseite und angezogene Kippsicherungen brachten je 1 Dezibel.

Was bringt Klarspüler?

Nach dem Sparprogramm blieben mit Klarspüler 4,2 Gramm Restwasser auf zwölf Gedecken, ohne 11,8 Gramm, dazu Tropfenränder auf Gläsern. Er senkt die Oberflächenspannung, sodass das Wasser als Film abläuft. Eine Füllung hielt 42 Spülgänge, also 1,7 Cent je Gang.

Wie wird die Wasserhärte eingestellt?

Auf den gemessenen Wert, hier 14 Grad deutscher Härte. Zwei Stufen zu hoch eingestellt hielt eine Salzfüllung von 1,2 Kilogramm nur 31 statt 46 Spülgänge. Zu niedrig eingestellt enthärtet die Anlage nicht ausreichend, und auf Gläsern bildet sich ein matter Belag, der nicht mehr abgeht.

Wie viel Geschirr passt hinein?

Zwölf Maßgedecke in der genormten Anordnung, im Alltag 24 Teller mit 26 Zentimetern Durchmesser oder 18 Teller plus vier Töpfe von 20 Zentimetern. Der Oberkorb ist um 4 Zentimeter verstellbar: oben passen Gläser mit 24 Zentimetern Höhe, unten Teller mit 32 Zentimetern.

Ist die Maschine sparsamer als Handwäsche?

Gegen die übliche Handwäsche ja: 40,6 Cent im Sparprogramm gegen 31 Cent bei zwei Becken mit Nachspülen und 78 Cent bei laufendem Warmwasser. Gegen eine sparsame Handwäsche in einer Schüssel mit 14 Litern und 19 Cent nicht, dafür spart die Maschine 25 Minuten Arbeit.

Geprüft im August 2026