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Prüfbericht  /  Haushalt

Tischspülmaschine mit Wassertank im Test: Verbrauch, Fassung, Grenzen

Ein Geschirrspüler ohne Wasseranschluss löst ein echtes Problem und schafft ein neues: den Tank. Ermittelt wurden Wasserbedarf und Stromverbrauch je Programm, die tatsächliche Fassung in Tellern und Töpfen und die Zeit, die das Nachfüllen im Alltag kostet.

Geprüft5,0 l Tank reichen für ein Programm. Zwei Ladungen ohne Nachfüllen gibt es nicht.

Vier Programme gemessen – Wasser aus dem Tank ausgelitert, Strom am Zwischenzähler, 5,0-Liter-Tank
ProgrammDauerWasserStromKosten je LadungBefund
Eco 50 °C1 h 554,6 l0,52 kWh20 ct
Normal 60 °C1 h 205,0 l0,68 kWh26 ct
Schnell 45 °C0 h 294,8 l0,44 kWh18 ct
Intensiv 65 °C1 h 455,0 l0,79 kWh30 ct

Der Tank ist die eigentliche Kennzahl

Ein Tischgeschirrspüler mit Wassertank arbeitet mit einer festen Wassermenge, die vor dem Start eingefüllt wird. Beim geprüften Gerät fasste der Tank 5,0 Liter, und drei der vier Programme brauchten davon 4,6 bis 5,0 Liter.

Damit ist eine wichtige Frage beantwortet, die in der Werbung offenbleibt: zwei Ladungen hintereinander gibt es nicht. Nach jedem Programm muss der Tank neu gefüllt werden, und das Gerät meldet einen leeren Tank nicht vorab, sondern unterbricht mitten im Ablauf.

Sinnvoll ist es deshalb, den Tank direkt nach dem Ausräumen zu füllen und nicht vor dem nächsten Start. Nach diesem Ablauf ist die Bedienung unauffällig; wer es umgekehrt macht, steht regelmäßig mit einer halb gespülten Ladung da.

20 Cent je Ladung

Im Sparprogramm wurden 4,6 Liter und 0,52 kWh gemessen. Bei 35 Cent je Kilowattstunde und 4,50 € je Kubikmeter Frisch- und Abwasser sind das 18 Cent Strom und 2 Cent Wasser, zusammen 20 Cent je Ladung.

Bemerkenswert ist die Verteilung. Anders als bei der Waschmaschine ist Wasser hier fast kostenlos, weil nur wenige Liter fließen; der Strom für das Aufheizen dieser Liter macht neun Zehntel der Kosten aus.

Aus dieser Verteilung folgt der einzige wirksame Sparhebel: die Temperatur. Das Sparprogramm bei 50 °C kostete 20 Cent, das Intensivprogramm bei 65 °C dreißig, bei identischer Wassermenge. Programmwahl ist bei diesen Geräten Temperaturwahl.

Handspülen gegen Maschine, nachgerechnet

Für den Vergleich wurde dieselbe Ladung von Hand gespült und das Wasser dabei aufgefangen: 18,4 Liter bei laufendem Wasser, 9,2 Liter bei zwei gefüllten Becken. Die Temperatur an der Armatur lag bei 42 °C.

Der Energieaufwand für 9,2 Liter von 12 auf 42 °C beträgt 9,2 × 4,186 × 30 Kilojoule, also 1155 kJ oder 0,32 kWh. Das ist weniger als die 0,52 kWh der Maschine, weil die Maschine höher aufheizt und zusätzlich Pumpe und Trocknung betreibt.

Beim Wasser ist es umgekehrt: 9,2 gegen 4,6 Liter. In der Summe kostete Handspülen mit zwei Becken 15 Cent gegen 20 Cent, bei laufendem Wasser dagegen 36 Cent.

Die Maschine gewinnt also gegen die verbreitete Praxis und nicht gegen die sparsame.

Sechs Gedecke und was das bedeutet

Die Angabe von sechs Maßgedecken war beim geprüften Gerät zutreffend, sofern das Geschirr in die vorgesehene Form passt. Sechs Essteller mit 24 cm gingen hinein und kamen sauber heraus.

Die Grenze liegt beim Durchmesser. Teller mit 27 cm standen zu schräg im Korb, sodass nur vier Platz fanden, und ab 29 cm ließ sich der Oberkorb nicht mehr schließen. Wer große Teller benutzt, sollte das mit einem Teller in der Hand am Gerät prüfen.

Töpfe und Pfannen sind der eigentliche Engpass. Ein Topf mit 20 cm passte einzeln, blockierte dabei aber den oberen Sprüharm für alles daneben. Eine Pfanne mit Stiel passte in keiner Lage, und das ist bei einem Gerät dieser Größe eine Bauartgrenze und kein Mangel.

Wohin das Abwasser läuft

Der Ablaufschlauch braucht ein Ziel, und das ist der Punkt, der die Aufstellung entscheidet. Läuft er in ein Spülbecken, muss das Becken während des Programms frei bleiben, was den Vorteil der Unabhängigkeit teilweise aufhebt.

Läuft er in einen Eimer, ist das Volumen zu beachten: 5,0 Liter Zulauf ergeben rund 4,8 Liter Ablauf, weil ein Rest im Gerät verbleibt. Ein 5-Liter-Eimer läuft damit über, ein 10-Liter-Eimer reicht für eine Ladung.

Wichtig ist außerdem die Höhe. Der Ablauf arbeitet über eine Pumpe, das Ende des Schlauchs darf aber nicht dauerhaft im Abwasser stehen, weil sonst Wasser zurückgesaugt wird. Ein Schlauchende oberhalb des Wasserstands im Eimer erledigt das ohne weiteres Bauteil.

Salz, Klarspüler und die Wasserhärte

Geräte dieser Bauart haben meist keinen Enthärter mit Salzbehälter. Damit entscheidet die Wasserhärte am Aufstellort über das Ergebnis, und der Wert ist beim Wasserversorger abrufbar.

In der Messreihe mit 16 Grad deutscher Härte zeigten Gläser nach zehn Programmen einen sichtbaren Belag, der sich mit Essigwasser lösen ließ. Mit destilliertem Wasser im Tank trat er nicht auf, was den Zusammenhang bestätigt.

Bei hartem Wasser gibt es damit zwei praktikable Wege: Klarspüler konsequent verwenden, was den Belag deutlich verzögerte, oder für Gläser den Tank mit entkalktem Wasser füllen. Der zweite Weg ist bei einem Tankgerät einfacher als bei einer angeschlossenen Maschine, weil das Wasser ohnehin von Hand eingefüllt wird.

Trocknung: warum das Geschirr nass bleibt

Nach dem Programmende war das Geschirr in allen vier Programmen feucht. Das Gerät trocknet über die Restwärme, und bei 5 Litern Wasser und einer kleinen Kammer ist diese Restwärme gering.

Wirksam war eine einzige Maßnahme: die Tür direkt nach dem Programmende öffnen. Zehn Minuten später war das Geschirr trocken, weil der Dampf entweichen konnte statt an der Innenwand zu kondensieren und zurückzutropfen.

Kunststoff bleibt auch dann feucht. Er nimmt kaum Wärme auf und hat deshalb nichts, womit er das Wasser verdampfen könnte, was bei jedem Geschirrspüler gilt und bei einem kleinen mit wenig Restwärme besonders deutlich.

Wann ein Tankgerät die richtige Wahl ist

Der klare Fall ist eine Küche ohne freien Wasseranschluss: Untermiete, Wohnwagen, Büroküche, Ferienwohnung. Dort ist die Alternative nicht eine größere Maschine, sondern Handspülen, und gegen laufendes Wasser gewinnt das Gerät auch bei den Kosten. Der zweite Fall ist ein Ein- oder Zweipersonenhaushalt mit wenig Geschirr, bei dem sechs Gedecke einem Tag entsprechen. Dann fällt genau eine Ladung an, und die Tankgrenze spielt keine Rolle.

Ungeeignet ist es überall dort, wo mehr als eine Ladung am Tag anfällt oder regelmäßig Töpfe und Pfannen zu spülen sind. In beiden Fällen ist ein Anschluss über einen Adapter am Wasserhahn die bessere Lösung, und viele dieser Geräte lassen sich auch so betreiben.

Messbecher, Zwischenzähler und dieselbe Ladung

Der Wasserbedarf wurde ausgelitert: Tank auf 5,0 Liter gefüllt, nach dem Programm den Rest zurückgemessen. Der Ablauf lief in einen Eimer auf einer Waage, wodurch sich die im Gerät verbleibende Menge ergab.

Der Strom lief über einen Zwischenzähler mit 0,01-kWh-Auflösung über den vollständigen Ablauf. Jedes Programm lief zweimal mit derselben, definiert angeschmutzten Ladung aus sechs Tellern, sechs Gläsern und Besteck.

Die Spülleistung nach einem genormten Verfahren blieb außerhalb der Messung, das Anschmutzstreifen und eine optische Auswertung verlangt. Angegeben ist nur, ob das Geschirr nach Augenschein sauber war, und bei welcher Beladung das nicht mehr zutraf.

Was hineingeht – gezählt bei geschlossenem Sprüharm und ohne Blockade des Oberkorbs
GeschirrAngabe des HerstellersGezählt eingeräumtSauberBefund
Essteller, 24 cm666
Suppenteller plus Gläser6 plus 66 plus 4alle
Teller 27 cmnicht angegeben44
Topf 20 cm mit Pfannenicht angegeben1 Topf, keine PfanneTopf ja

Häufige Fragen

Reicht ein 5-Liter-Tank für zwei Ladungen?

Nein. Drei der vier Programme brauchten 4,6 bis 5,0 Liter, also praktisch den ganzen Tank. Das Gerät warnt nicht vorab, sondern unterbricht mitten im Ablauf, weshalb der Tank direkt nach dem Ausräumen gefüllt werden sollte.

Was kostet eine Ladung?

20 Cent im Sparprogramm bei 4,6 Litern und 0,52 kWh. Davon sind 18 Cent Strom und 2 Cent Wasser. Das Intensivprogramm kostete bei gleicher Wassermenge 30 Cent, weil es höher aufheizt.

Ist die Maschine sparsamer als Handspülen?

Gegen laufendes Wasser ja: 36 gegen 20 Cent bei 18,4 aufgefangenen Litern. Gegen zwei gefüllte Becken mit 9,2 Litern und 42 °C nicht: dort waren es 15 Cent, weil die Maschine höher aufheizt und zusätzlich Pumpe und Trocknung betreibt.

Passen große Teller hinein?

Bis 24 cm alle sechs, bei 27 cm nur vier, ab 29 cm schließt der Oberkorb nicht mehr. Ein Topf mit 20 cm passt einzeln, blockiert dabei aber den oberen Sprüharm; eine Pfanne mit Stiel passte in keiner Lage.

Wohin läuft das Abwasser?

In ein Spülbecken oder einen Eimer. Aus 5,0 Litern Zulauf werden rund 4,8 Liter Ablauf, ein 10-Liter-Eimer reicht also für eine Ladung. Das Schlauchende muss oberhalb des Wasserstands bleiben, sonst wird Wasser zurückgesaugt.

Braucht das Gerät Salz?

Es hat meist keinen Salzbehälter, weshalb die Wasserhärte am Aufstellort das Ergebnis bestimmt. Bei 16 Grad deutscher Härte zeigten Gläser nach zehn Programmen Belag; mit entkalktem Wasser im Tank trat er nicht auf.

Warum bleibt das Geschirr nass?

Weil das Gerät über Restwärme trocknet und bei 5 Litern Wasser wenig davon vorhanden ist. Die Tür direkt nach Programmende zu öffnen half: zehn Minuten später war das Geschirr trocken. Kunststoff bleibt trotzdem feucht.

Für wen ist ein Tankgerät sinnvoll?

Für Küchen ohne freien Wasseranschluss und für Haushalte, bei denen genau eine Ladung am Tag anfällt. Bei mehr als einer Ladung täglich oder regelmäßig Töpfen ist der Betrieb über einen Adapter am Wasserhahn die bessere Lösung.

Geprüft im August 2026