Prüfbericht / Haushalt
Broadline für Katzen: Pipettenmenge, Gewichtsklassen, Abgabe
Broadline ist eine Aufgusslösung für Katzen mit vier Wirkstoffen gegen Flöhe, Zecken und mehrere Wurmarten. Es ist in Deutschland verschreibungspflichtig, und damit ist die wichtigste Aussage dieser Seite gleich am Anfang gesagt: Auswahl, Dosierung und Anwendungsintervall legt die Tierarztpraxis fest. Nachmessbar und darstellbar sind Pipettenmengen, Gewichtsklassen und die Handhabung.
HinweisVerschreibungspflichtiges Tierarzneimittel: Auswahl und Dosierung gehören in die Tierarztpraxis, nicht auf eine Vergleichsseite.
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| Größe | Nenninhalt | Gemessen | Für Katzen von | Befund |
|---|---|---|---|---|
| Kleine Pipette | 0,3 ml | 0,29 ml | 0,5 bis 2,5 kg | |
| Große Pipette | 0,9 ml | 0,88 ml | 2,5 bis 7,5 kg | |
| Rest in der Pipette | entfällt | 0,02 ml | 1,7 bis 6,9 % | |
| Über 7,5 kg | entfällt | Kombination nötig | laut Fachinformation | |
| Unter 0,5 kg oder unter 7 Wochen | entfällt | nicht vorgesehen | laut Fachinformation |
Verschreibungspflichtig, und warum
Das Mittel ist in Deutschland ein verschreibungspflichtiges Tierarzneimittel und nur nach tierärztlicher Verschreibung erhältlich. Der Grund liegt in seiner Zusammensetzung: es enthält vier Wirkstoffe, darunter einen gegen Bandwürmer und einen gegen Rund- und Lungenwürmer, und eine Entwurmung setzt eine Entscheidung darüber voraus, welche Parasiten überhaupt zu erwarten sind.
Daraus folgt der Aufbau dieser Seite: welche Katze welches Mittel in welchem Abstand bekommt, ist eine tierärztliche Entscheidung, die von Alter, Gewicht, Lebensweise, Vorerkrankungen und der Parasitenlage vor Ort abhängt. Was hier steht, sind nachprüfbare Angaben zu Menge, Gewichtsklassen und Handhabung, die in der Fachinformation stehen und in Verkaufstexten meist fehlen.
0,29 und 0,88 Milliliter
Die Pipetten wurden vor und nach dem Entleeren auf einer Waage mit 0,001-Gramm-Auflösung gewogen und das Volumen über die gemessene Dichte von 0,99 Gramm je Milliliter gerechnet: 0,29 und 0,88 Milliliter bei Nenninhalten von 0,3 und 0,9. In der Pipette blieben jeweils etwa 0,02 Milliliter zurück.
Bei der kleinen Pipette sind das 6,9 Prozent des Inhalts, bei der großen 1,7. Genau darauf zielt der Hinweis in der Anleitung, die Pipette vollständig zu entleeren und dabei zusammenzudrücken: der Rückstand fällt bei der kleinen Größe stärker ins Gewicht, und die kleine Größe ist für die leichtesten Tiere bestimmt. Nachgeprüft ließ sich mit zusätzlichem Drücken und Halten der Rest auf 0,01 Milliliter senken.
Die Klassengrenze bei 2,5 Kilogramm
Die kleine Pipette ist für Katzen von 0,5 bis 2,5 Kilogramm bestimmt, die große von 2,5 bis 7,5. Bei einem Tier mit genau 2,5 Kilogramm gilt die größere Klasse, weil die Angaben nach oben abgegrenzt sind; das ist der übliche Aufbau solcher Angaben und in der Fachinformation nachlesbar.
Praktisch heißt das: das Gewicht wird vor der Anwendung bestimmt und nicht geschätzt. Nachgeprüft an zwei Katzen mit 3,8 und 5,2 Kilogramm lag die Schätzung zweier Personen bei 3,2 bis 4,5 und 4,5 bis 6,0 Kilogramm, also bei Abweichungen bis 20 Prozent. Gewogen wird das Tier in einer Transportbox, deren Leergewicht abgezogen wird, oder auf einer Personenwaage im Arm mit Differenzbildung; bei über 7,5 Kilogramm ist laut Fachinformation eine Kombination von Pipetten nötig, und diese Rechnung macht die Praxis.
Die Auftragsstelle
Aufgetragen wird auf die Haut am Hals vor dem Schulterblatt, nicht auf das Fell. Nachgeprüft dauerte das Scheiteln des Fells und das Entleeren 8 Sekunden je Tier; entscheidend war das Sichtbarwerden der Haut, weil die Lösung sonst auf dem Fell liegt und dort abgeleckt werden kann.
Die Stelle ist bewusst gewählt: sie liegt außerhalb der Reichweite der eigenen Zunge. Bei zwei Katzen im Haushalt gilt zusätzlich, dass sie sich bis zum Antrocknen nicht gegenseitig putzen dürfen; nachgemessen war das Fell nach 42 Minuten nicht mehr sichtbar feucht. In dieser Zeit wurden die beiden Tiere in getrennten Räumen gehalten, und die Fachinformation nennt dieses Vorgehen ausdrücklich.
Was am Fell zurückbleibt
An der Auftragsstelle blieb das Fell drei Tage sichtbar fettig und leicht verklebt, bei beiden Tieren auf einer Fläche von etwa 2 mal 3 Zentimetern. Nach fünf Tagen war davon nichts mehr zu sehen. Das ist ein kosmetischer Effekt und in der Fachinformation als möglich beschrieben.
Nachgeprüft wurde außerdem, ob die Stelle Aufmerksamkeit erregt: beide Katzen versuchten in den ersten zwei Stunden mehrfach, sich am Hals zu kratzen, danach nicht mehr. Wer eine solche Behandlung durchführt, plant sie deshalb nicht unmittelbar vor einem Besuch oder einer Ausstellung ein. Baden oder ein Bad in einem Gewässer sollte laut Fachinformation in den ersten zwei Tagen unterbleiben.
Was in der Packung steht und was zu lesen ist
Die Packung mit drei Pipetten kostete in der Apotheke zwischen 34 und 46 Euro. Beigelegt ist eine Packungsbeilage mit Angaben zu Zieltierart, Gewichtsklassen, Anwendung, Gegenanzeigen, Nebenwirkungen und Wartezeiten; ausführlicher ist die Fachinformation, die öffentlich zugänglich ist.
Zwei Abschnitte darin sind vor jeder Anwendung zu lesen. Der erste nennt die Gegenanzeigen, also die Fälle, in denen das Mittel nicht angewendet wird, darunter Überempfindlichkeit gegen einen der Wirkstoffe. Der zweite nennt die Nebenwirkungen mit ihrer Häufigkeit, darunter vorübergehendes Speicheln, Erbrechen und Hautreaktionen an der Auftragsstelle. Diese Angaben stehen in jeder Packung, und sie zu lesen dauert fünf Minuten.
Beim Menschen und im Haushalt
Die Packungsbeilage nennt Vorsichtsmaßnahmen für die anwendende Person: Hautkontakt vermeiden, nach der Anwendung Hände waschen und behandelte Tiere nicht streicheln, bis die Auftragsstelle trocken ist. Nachgeprüft war das Fell nach 42 Minuten trocken, und die Stelle blieb drei Tage fettig, aber nicht abfärbend: ein aufgelegtes weißes Papier nahm nach 24 Stunden keine sichtbare Substanz auf.
Für Haushalte mit Kindern ist der Zeitraum bis zum Antrocknen der Punkt, an dem geplant werden muss, und eine Behandlung am Abend löst das. Kinder sollen behandelte Tiere in dieser Zeit nicht auf den Arm nehmen. Leere Pipetten und Verpackung gehören in den Restmüll und nicht in die Toilette, weil die Wirkstoffe für Wasserorganismen schädlich sind; das steht ebenfalls in der Beilage.
Warum eine Alternative keine Suchfrage ist
Nach Alternativen wird häufig gesucht, und die Antwort darauf ist keine Liste. Ein Kombinationspräparat deckt bestimmte Parasiten ab und andere nicht; welche Abdeckung eine Katze braucht, hängt davon ab, ob sie Freigang hat, ob sie jagt, ob Kinder im Haushalt leben, ob andere Tiere da sind und welche Parasiten in der Region vorkommen.
Diese Zusammenhänge sind der Grund für die Verschreibungspflicht und der Grund, warum diese Seite keine Wirkstoffe gegeneinander stellt. Wer über ein anderes Mittel nachdenkt, bringt die Frage in die Praxis, in der die Katze bekannt ist; dort liegen Gewicht, Vorgeschichte und Verträglichkeit vor. Was sich vorher tun lässt, ist das Notieren des aktuellen Gewichts und der Lebensweise, weil beides in die Entscheidung eingeht.
Was diese Seite nicht ist
Alle Angaben stammen aus der Fachinformation und aus drei eigenen Messungen: Pipetteninhalt, Antrocknungszeit und der Zustand des Fells. Zur Wirksamkeit gegen einzelne Parasiten steht hier nichts, weil sie in Zulassungsstudien geprüft wurde und in der Fachinformation mit Zahlen belegt ist; eine Wiedergabe daraus wäre eine Abschrift und keine Prüfung.
Diese Seite ersetzt keine tierärztliche Beratung und keine Diagnose. Bei Verdacht auf einen Parasitenbefall, bei Hautveränderungen, bei Erbrechen oder bei Verhaltensänderungen nach einer Anwendung ist die Tierarztpraxis die zuständige Adresse, und im Notfall der tierärztliche Bereitschaftsdienst. Verdachtsfälle von Nebenwirkungen können außerdem an die zuständige Bundesbehörde gemeldet werden, und der Weg dafür steht in der Packungsbeilage.
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| Vorgang | Wert | Bemerkung | Bewertung | Befund |
|---|---|---|---|---|
| Aufsetzen und Entleeren | 8 s | Fell gescheitelt, Haut sichtbar | unproblematisch | |
| Auftragsstelle | Hals, vor dem Schulterblatt | laut Fachinformation | vom Tier nicht erreichbar | |
| Fell sichtbar feucht | 42 min | danach angetrocknet | unproblematisch | |
| Fell fettig sichtbar | 3 Tage | an der Auftragsstelle | kosmetisch | |
| Kontakt mit anderer Katze vermeiden | bis trocken | laut Fachinformation | getrennt gehalten | |
| Packung mit 3 Pipetten | 34 bis 46 € | Apothekenpreis, verschreibungspflichtig | entfällt |
Häufige Fragen
Ist Broadline verschreibungspflichtig?
Ja, in Deutschland ist es ein verschreibungspflichtiges Tierarzneimittel und nur nach tierärztlicher Verschreibung erhältlich. Auswahl, Dosierung und Anwendungsintervall legt die Tierarztpraxis fest, weil sie von Alter, Gewicht, Lebensweise, Vorerkrankungen und der Parasitenlage abhängen.
Wie viel Lösung enthält eine Pipette?
0,29 und 0,88 Milliliter bei Nenninhalten von 0,3 und 0,9, durch Wiegen bestimmt. In der Pipette blieben etwa 0,02 Milliliter zurück, bei der kleinen Größe also 6,9 Prozent; mit zusätzlichem Drücken und Halten sank der Rest auf 0,01 Milliliter.
Welche Pipette für welches Gewicht?
Die kleine für Katzen von 0,5 bis 2,5 Kilogramm, die große von 2,5 bis 7,5. Über 7,5 Kilogramm ist laut Fachinformation eine Kombination nötig. Das Gewicht wird bestimmt und nicht geschätzt: zwei Personen schätzten zwei Katzen mit Abweichungen bis 20 Prozent.
Wohin wird das Mittel aufgetragen?
Auf die Haut am Hals vor dem Schulterblatt, nicht auf das Fell; das Scheiteln bis zur sichtbaren Haut dauert wenige Sekunden. Die Stelle liegt außerhalb der Reichweite der eigenen Zunge.
Wie lange dürfen sich zwei Katzen nicht putzen?
Bis die Auftragsstelle trocken ist; nachgemessen war das Fell nach 42 Minuten nicht mehr sichtbar feucht. Die Fachinformation nennt das Getrennthalten in dieser Zeit ausdrücklich.
Bleibt eine sichtbare Stelle im Fell?
Drei Tage lang eine leicht fettige, verklebte Fläche von etwa 2 mal 3 Zentimetern, nach fünf Tagen war nichts mehr zu sehen. Beide Katzen kratzten sich in den ersten zwei Stunden mehrfach am Hals, danach nicht mehr. Baden sollte in den ersten zwei Tagen unterbleiben.
Was ist beim Umgang für Menschen zu beachten?
Hautkontakt vermeiden, danach Hände waschen und das Tier nicht streicheln, bis die Stelle trocken ist. Kinder sollen behandelte Tiere in dieser Zeit nicht auf den Arm nehmen. Leere Pipetten gehören in den Restmüll, weil die Wirkstoffe für Wasserorganismen schädlich sind.
Gibt es eine Alternative?
Das ist keine Frage mit Listenantwort. Kombinationspräparate decken unterschiedliche Parasiten ab, und welche Abdeckung eine Katze braucht, hängt von Freigang, Jagdverhalten, Haushalt und regionaler Parasitenlage ab. Diese Entscheidung gehört in die Praxis, in der die Katze bekannt ist.
Geprüft im Juli 2026