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Prüfbericht  /  Elektronik

Dell S2722QC im Test: 163 ppi, 65 Watt und die Farbwerte

Ein 27-Zoll-Bildschirm mit 3840 mal 2160 Bildpunkten ergibt eine Pixeldichte, die für Windows-Skalierung eine Entscheidung erzwingt, und ein USB-C-Anschluss mit Stromversorgung ersetzt am Notebook drei Kabel durch eines. Beides wurde nachgerechnet und nachgemessen: die Schrifthöhe bei den drei Skalierungsstufen, die tatsächlich am Notebook ankommende Ladeleistung, die Helligkeit in neun Zonen des Bildschirms und der Farbabstand gegen ein Referenzprofil.

GeprüftEin Kabel für Bild, Ton, Netzwerk und Strom. Bei 65 Watt Ladeleistung kamen 62 am Notebook an.

Kolorimeter mittig auf dem Bildschirm, Werkseinstellung Standard, nach 30 Minuten Aufwärmzeit, Raum abgedunkelt
GrößeAngabe des HerstellersGemessenBemerkungBefund
Helligkeit maximal350 cd/m²341 cd/m²mittige Zone
Kontrastverhältnis1300:11180:1Schwarzwert 0,29 cd/m²
sRGB-Abdeckung99 %98,4 %IPS-Panel
Farbabstand Delta Ekeine Angabe2,4 im Mittel, 4,1 maximalWerkseinstellung
Farbtemperaturkeine Angabe7250 Kkühler als 6500 K
Leistungsaufnahme bei 120 cd/m²keine Angabe19 Wohne USB-Last

163 Pixel je Zoll und die Folge für die Schrift

3840 Bildpunkte auf 59,6 Zentimetern Bildbreite ergeben 163 Pixel je Zoll. Ein Bürobildschirm mit 27 Zoll und 2560 mal 1440 kommt auf 109. Diese Zahl entscheidet über alles Weitere, denn Windows und die meisten Programme bemessen Schrift in Pixeln, und bei 163 ppi wird eine Schrift ohne Skalierung um die Hälfte kleiner dargestellt als am 109-ppi-Bildschirm.

Nachgemessen mit dem Messschieber am Bildschirm: eine 11-Punkt-Schrift war bei 100 Prozent Skalierung 2,0 Millimeter hoch, bei 150 Prozent 3,0 und bei 200 Prozent 4,0. Am 109-ppi-Bildschirm liegt dieselbe Schrift bei 100 Prozent bei 3,0 Millimetern. Wer bei diesem Monitor 4K kauft, um mehr Fläche zu haben, arbeitet bei 100 Prozent und braucht dafür Sehschärfe; wer die Schärfe will, arbeitet bei 150 Prozent und hat dann so viel Fläche wie an einem 2560er Bildschirm, nur mit feineren Buchstaben. Beides ist eine gültige Wahl, aber es ist eine Wahl und keine Zugabe.

62 Watt kommen von 65 an

Am USB-C-Anschluss nennt Dell 65 Watt. Mit einem Zwischenmessgerät im Kabel lagen beim Laden eines Notebooks mit 60-Wattstunden-Akku 62 Watt an, kurzzeitig 64. Von 20 auf 80 Prozent Ladestand brauchte das Notebook 47 Minuten, am eigenen 90-Watt-Netzteil 52; die kürzere Zeit am Monitor lag daran, dass das Notebook dabei im Leerlauf stand und am Netzteil ein Programm lief.

Die Grenze zeigte sich unter Volllast: mit voller Prozessorlast hielt der Ladestand am Monitor konstant, statt zu steigen, während das 90-Watt-Netzteil weiter lud. Für Bürobetrieb und Videoschnitt mit Pausen genügen 65 Watt, für Dauervolllast an einem Notebook mit hoher Prozessorleistung nicht. Wer das prüfen will, braucht keine Messtechnik: der Ladestand über eine halbe Stunde unter Last sagt es.

Ein Kabel für vier Aufgaben

Über dasselbe USB-C-Kabel liefen im Prüfaufbau Bild in 3840 mal 2160 bei 60 Hertz, Ton an die eingebauten Lautsprecher, zwei USB-A-Geräte am Monitor und die Stromversorgung. Ein Netzwerkanschluss fehlt diesem Modell, ein Adapter am USB-A-Anschluss erreichte 940 Megabit je Sekunde und damit die Grenze des Gigabit-Netzes.

Beim Abziehen und Anstecken des Kabels dauerte es 3 Sekunden, bis das Bild stand, und die Fensteranordnung blieb erhalten. An zwei Notebooks unterschiedlicher Hersteller funktionierte die Kombination aus Bild und Laden ohne Einstellung; an einem dritten Gerät mit USB-C-Anschluss ohne DisplayPort-Signalführung kam kein Bild, was am Notebook liegt und nicht am Monitor. Diese Unterscheidung ist beim Kauf zu prüfen, denn ein USB-C-Anschluss allein sagt nichts darüber, ob er ein Bildsignal führt.

Delta E 2,4 im Mittel, 4,1 in der Spitze

In der Werkseinstellung Standard wurden 24 Farbfelder mit dem Kolorimeter gegen ein sRGB-Referenzprofil verglichen. Der mittlere Farbabstand lag bei 2,4, der höchste bei 4,1 in einem Blauton. Ein Wert unter 3 gilt als für das Auge im direkten Vergleich kaum unterscheidbar, ein Wert über 3 als sichtbar.

Erklärbar ist das über die Farbtemperatur: 7250 Kelvin statt der für sRGB vorgesehenen 6500 lassen das Bild kühler wirken und verschieben besonders Blau und Grau.

Über das Bildschirmmenü auf die Voreinstellung Warm gestellt, sank die Farbtemperatur auf 6620 Kelvin und der mittlere Farbabstand auf 1,6. Diese Korrektur kostet nichts und dauert eine Minute; für Bildbearbeitung mit verbindlichem Ergebnis bleibt eine Profilierung mit eigenem Messgerät nötig.

Die dunkelste Ecke liegt bei 87 Prozent

Neun Zonen wurden bei maximaler Helligkeit einzeln gemessen. Die Mitte erreichte 341 Candela je Quadratmeter, die dunkelste Zone oben links 298, also 87 Prozent. Alle übrigen Zonen lagen zwischen 92 und 99 Prozent.

Dreizehn Prozent Abweichung an einer Ecke sind bei einem IPS-Panel dieser Preisklasse ein normaler Wert und bei Text oder Tabellen nicht zu sehen. Auffällig wird es bei einer gleichmäßig hellgrauen Fläche über den ganzen Bildschirm, etwa in einem Bildbearbeitungsprogramm mit weißem Arbeitsbereich. An den Ecken war zudem bei schwarzem Bild im abgedunkelten Raum ein Aufhellen zu sehen, das auf einem Foto sichtbar wird, im Alltag mit Raumbeleuchtung aber nicht.

19 Watt im Betrieb, 84 mit ladendem Notebook

Bei einer eingestellten Helligkeit von 120 Candela je Quadratmeter, was für einen normal beleuchteten Raum ausreicht, zog der Monitor 19 Watt. Bei maximaler Helligkeit waren es 31 Watt, im Bereitschaftsbetrieb 0,3.

Sobald ein Notebook geladen wird, kommt die Ladeleistung dazu: gezählt wurden 84 Watt an der Steckdose, also 19 für den Bildschirm, 62 für das Notebook und 3 Watt Verlust im eingebauten Netzteil. Bei 8 Stunden Bürobetrieb an 220 Tagen und 30 Cent je Kilowattstunde entspricht das 10 Euro im Jahr für den Bildschirm allein. Das Notebook hätte diesen Strom auch am eigenen Netzteil gebraucht, sodass der Monitor als Ladegerät nichts zusätzlich kostet, sondern eine Steckdose einspart.

Der Fuß erlaubt keine Drehung

Der mitgelieferte Fuß lässt Höhe von 110 Millimetern, Neigung von minus 5 bis plus 21 Grad und Drehung um die Hochachse zu, aber keine Drehung in das Hochformat. Nachgemessen betrug die niedrigste Bildschirmunterkante 62 Millimeter über der Tischplatte, die höchste 172.

Für zwei Bildschirme nebeneinander genügt das, für einen zweiten Bildschirm im Hochformat neben dem ersten nicht; dafür braucht es einen Halter mit der genormten Aufnahme von 100 mal 100 Millimetern, die auf der Rückseite vorhanden ist. Die Standfläche des Fußes beträgt 21 mal 18 Zentimeter, was auf einem 60 Zentimeter tiefen Schreibtisch neben einer Tastatur Platz lässt. Bei einem Modell wie dem S2721QS ist der Fuß baugleich, der Anschluss aber ohne Stromversorgung, was für die Kabelfrage aus Abschnitt 03 den Unterschied ausmacht.

Was in drei Wochen nicht auffällt

Drei Wochen Betrieb sagen über Pixelfehler, Hintergrundbeleuchtung und die Buchse selbst nichts. Prüfbar war, dass nach 60 Steckzyklen am USB-C-Anschluss kein Wackelkontakt auftrat und dass kein Pixelfehler auf einer weißen, schwarzen und drei farbigen Vollflächen zu finden war.

Offen bleibt die Frage, die bei einem Bildschirm mit eingebautem Netzteil und Ladefunktion zählt: was passiert nach der Garantiezeit, wenn das Netzteil ausfällt. Bei einem externen Netzteil wäre es ein Ersatzteil, bei einem eingebauten ein Reparaturfall. Dell nennt für dieses Modell drei Jahre Garantie mit Austauschservice; danach entscheidet der Reparaturpreis, und den beantwortet keine Messung.

USB-C: Notebook mit 60-Wh-Akku von 20 auf 80 Prozent, Leistung mit Zwischenmessgerät am Kabel; Helligkeit in neun Zonen relativ zur Mitte
PrüfpunktWertVergleichBemerkungBefund
Ladeleistung am Kabel62 W65 W genanntSpitze 64 W kurz
Ladezeit 20 auf 80 Prozent47 min52 min am OriginalnetzteilNotebook im Leerlauf
Bei Notebook unter Volllasthält LadestandOriginalnetzteil 90 W lädt weiterGrenze der 65 W
Helligkeit Zone Mitte341 cd/m²Bezugentfällt
Helligkeit Ecke oben links298 cd/m²87 % der Mittedunkelste Zone
Helligkeit Zone unten Mitte336 cd/m²99 % der Mittehellste Randzone
Leistung mit Notebook am Laden84 W19 W ohne LastNetzteil intern

Häufige Fragen

Wie groß ist die Schrift bei 4K auf 27 Zoll?

Bei 163 Pixeln je Zoll war eine 11-Punkt-Schrift ohne Skalierung 2,0 Millimeter hoch, bei 150 Prozent 3,0 und bei 200 Prozent 4,0. Am üblichen 27-Zoll-Bildschirm mit 2560 mal 1440 und 109 ppi liegt dieselbe Schrift ohne Skalierung bei 3,0 Millimetern.

Lädt der Monitor ein Notebook über USB-C?

Ja, mit 62 der genannten 65 Watt am Kabel, kurzzeitig 64. Von 20 auf 80 Prozent brauchte ein Notebook mit 60-Wattstunden-Akku 47 Minuten. Unter voller Prozessorlast hielt der Ladestand konstant statt zu steigen, weil 65 Watt dort nicht mehr reichen.

Was läuft über das eine Kabel?

Bild in 3840 mal 2160 bei 60 Hertz, Ton an die eingebauten Lautsprecher, zwei USB-A-Geräte am Monitor und die Stromversorgung. Ein Netzwerkanschluss fehlt; ein Adapter am USB-A-Anschluss erreichte 940 Megabit je Sekunde.

Wie genau sind die Farben in der Werkseinstellung?

Der mittlere Farbabstand über 24 Felder lag bei Delta E 2,4, der höchste bei 4,1. Ursache ist die Farbtemperatur von 7250 statt 6500 Kelvin; auf die Voreinstellung Warm gestellt sank sie auf 6620 Kelvin und der mittlere Farbabstand auf 1,6.

Ist die Helligkeit gleichmäßig?

Die Mitte erreichte 341 Candela je Quadratmeter, die dunkelste Ecke oben links 298, also 87 Prozent; alle übrigen Zonen lagen bei 92 bis 99 Prozent. Bei Text ist das nicht zu sehen, bei einer gleichmäßig hellgrauen Vollfläche schon.

Wie viel Strom braucht der Monitor?

19 Watt bei 120 Candela je Quadratmeter, 31 Watt bei maximaler Helligkeit, 0,3 Watt in Bereitschaft. Mit ladendem Notebook zählte die Steckdose 84 Watt, also 19 für den Bildschirm, 62 für das Notebook und 3 Watt Verlust im Netzteil.

Lässt sich der Bildschirm ins Hochformat drehen?

Nicht mit dem mitgelieferten Fuß. Er erlaubt 110 Millimeter Höhenverstellung, Neigung von minus 5 bis plus 21 Grad und Drehung um die Hochachse. Für Hochformat braucht es einen Halter an der Aufnahme von 100 mal 100 Millimetern auf der Rückseite.

Was unterscheidet den S2722QC vom S2721QS?

Der Fuß ist baugleich, der Anschluss nicht: dem S2721QS fehlt die Stromversorgung über USB-C. Damit entfällt das Ein-Kabel-Prinzip, und Bild und Laden brauchen wieder zwei Verbindungen.

Geprüft im Juli 2026