Prüfbericht / Elektronik
Externe Grafikkarte für 4K: was die Anbindung an Leistung kostet
Eine Grafikkarte in einem externen Gehäuse hängt an einer Schnittstelle mit begrenzter Bandbreite, und die Frage ist, was davon am Bild ankommt. Prüfbar ist das mit derselben Karte in drei Aufbauten: eingebaut in einen Rechner, extern mit Ausgabe auf einen Bildschirm am Gehäuse und extern mit Ausgabe auf den Notebookbildschirm. Gemessen wurden Bildraten in drei Auflösungen, die Leistungsaufnahme des Gesamtsystems, der Geräuschpegel und die Zeit, die das System zum Erkennen der Karte braucht.
GeprüftAm externen Bildschirm bleiben 78 Prozent der Leistung. Über den Notebookbildschirm nur 38.
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| Aufbau | 1920 x 1080 | 2560 x 1440 | 3840 x 2160 | Befund |
|---|---|---|---|---|
| Eingebaut im Rechner, Bezug | 112 fps | 71 fps | 43 fps | |
| Extern, Bildschirm am Gehäuse | 84 fps | 58 fps | 38 fps | |
| Extern, Ausgabe auf Notebookbildschirm | 42 fps | 31 fps | 19 fps | |
| Notebook mit eigener Grafik | 38 fps | 21 fps | 9 fps | |
| Verlust extern am eigenen Bildschirm | 25 % | 18 % | 12 % | |
| Verlust extern über Notebookbildschirm | 62 % | 56 % | 56 % |
Achtzehn bis 25 Prozent am eigenen Bildschirm
Dieselbe Grafikkarte lieferte eingebaut in einen Rechner 112, 71 und 43 Bilder je Sekunde bei 1920 mal 1080, 2560 mal 1440 und 3840 mal 2160 Bildpunkten. Im externen Gehäuse mit einem Bildschirm direkt am Gehäuse waren es 84, 58 und 38, also 25, 18 und 12 Prozent weniger.
Auffällig ist die Richtung: der Verlust sinkt mit steigender Auflösung. Der Grund liegt darin, dass bei hoher Auflösung die Karte selbst der begrenzende Teil ist und die Datenmenge über die Schnittstelle je Bild gleich bleibt, während bei niedriger Auflösung viele Bilder je Sekunde übertragen werden und die Schnittstelle limitiert. Für einen 4K-Bildschirm ist ein externes Gehäuse damit die sinnvollere Anwendung als für ein Spiel mit 1080p und hoher Bildrate.
Sechsundfünfzig Prozent über den Notebookbildschirm
Wird das Bild nicht am Gehäuse abgegriffen, sondern über die Schnittstelle zurück auf den Notebookbildschirm geleitet, fiel die Bildrate auf 42, 31 und 19 Bilder je Sekunde, also 62, 56 und 56 Prozent unter dem Bezug.
Der Weg ist doppelt: die Anweisungen laufen zur Karte und das fertige Bild zurück, und beides teilt sich dieselbe Bandbreite. Nachgemessen erreichte die Kombination damit bei 1080p 42 Bilder je Sekunde, während die eingebaute Notebookgrafik 38 lieferte; der Zugewinn beträgt 11 Prozent. Bei 4K lagen die Werte bei 19 gegen 9 Bildern, also mehr als das Doppelte. Wer ein externes Gehäuse ohne zusätzlichen Bildschirm betreibt, kauft damit für 1080p fast nichts und für 4K eine Verdopplung, und diese Unterscheidung steht in keiner Produktbeschreibung.
Zweiundneunzig gegen 126 Gigabit je Sekunde
Die verwendete Schnittstelle stellt nutzbar etwa 32 Gigabit je Sekunde für Datenverkehr bereit, ein Steckplatz im Rechner mit 16 Bahnen der vierten Generation etwa 126. Der Faktor liegt bei 3,9.
Diese Rechnung erklärt die Verluste aus den Abschnitten 01 und 02 vollständig und ohne Messung: eine Karte, die mit einem Viertel der Bandbreite angebunden ist, verliert dort Leistung, wo Bandbreite gebraucht wird. Nachgeprüft mit einem Testprogramm, das nur Rechenlast ohne Bildausgabe erzeugt, lag der Unterschied zwischen intern und extern bei 3 Prozent, weil dort kaum Daten fließen. Wer eine externe Karte für Berechnungen ohne Bildausgabe nutzt, etwa für Videoumwandlung, verliert entsprechend wenig, und diese Anwendung ist der eigentliche Fall für ein solches Gehäuse.
Vierundachtzig Watt Aufschlag
Unter Last zog das Gesamtsystem aus Notebook und Gehäuse 224 Watt, im Leerlauf 38. Ein Rechner mit derselben Karte lag unter Last bei 140 Watt, das Notebook allein bei 62.
Der Aufschlag von 84 Watt gegenüber dem Rechner kommt aus zwei Quellen: das Notebook arbeitet weiter und liefert die Anweisungen, und das Gehäuse hat ein eigenes Netzteil mit eigenen Verlusten. Bei zwei Stunden Nutzung am Tag und 30 Cent je Kilowattstunde entspricht das 18 Euro im Jahr. Wichtiger als die Kosten ist der Leerlaufwert: 38 Watt für ein Gehäuse mit Karte, die nichts tut, bedeuten bei einem dauernd angeschlossenen Aufbau 333 Kilowattstunden im Jahr. Wer das Gehäuse nur bei Bedarf einschaltet, spart davon den größten Teil, und ein schaltbarer Steckdosenstecker für 8 Euro erledigt das.
Sechsundvierzig Dezibel
Unter Last zeigte der Schallpegelmesser in 50 Zentimetern Abstand 46 Dezibel am Gehäuse und 41 an einem Rechner mit derselben Karte. Der Unterschied kommt aus dem kleineren Gehäusevolumen und dem Netzteillüfter.
Fünf Dezibel sind auf dem Schreibtisch hörbar, und das Gehäuse steht üblicherweise näher am Nutzer als ein Rechner unter dem Tisch. Nachgemessen sank der Wert auf 43 Dezibel, als das Gehäuse 1,5 Meter entfernt aufgestellt wurde, was die Kabellänge von 0,8 Metern der beigelegten Verbindung ausschloss; ein längeres Kabel mit 2 Metern kostete 39 Euro, weil es aktive Elektronik enthält. Passive Kabel dieser Schnittstelle sind auf 0,8 Meter begrenzt, und das ist eine Einschränkung, die die Aufstellung mitbestimmt.
Achtzehn Sekunden bis zum Bild
Ab dem Anstecken dauerte es 18 Sekunden, bis die Karte erkannt und nutzbar war, bei vorhandenem Treiber. Beim ersten Anschluss mit Treiberinstallation waren es 4:20 Minuten einschließlich Neustart.
Das Abziehen im Betrieb führte zum Absturz der laufenden Anwendung; die Schnittstelle sieht ein Abmelden über das Betriebssystem vor, das 6 Sekunden dauerte und danach ein sicheres Abziehen erlaubte. Nachgeprüft an drei Anwendungen stürzten zwei ab und eine wechselte auf die eingebaute Grafik. Wer ein Gehäuse im Wechselbetrieb nutzt, gewöhnt sich damit an einen Zwischenschritt, und das ist der praktische Unterschied zu einer eingebauten Karte, die immer da ist.
Zweihundertneunundsiebzig Euro für das Gehäuse
Das Gehäuse mit Netzteil von 550 Watt kostete 279 Euro ohne Karte. Zusammen mit einer Karte für 389 Euro ergibt das 668 Euro.
Zum Vergleich kostete ein Rechner mit derselben Karte und passender Ausstattung 1.099 Euro, war aber ein zweites vollständiges Gerät. Die Rechnung entscheidet sich damit an der Frage, ob ein Notebook der einzige Rechner sein soll: wer ohnehin ein leistungsfähiges Notebook hat und nur zu Hause mehr Grafikleistung braucht, zahlt 668 Euro und verliert 18 bis 25 Prozent Leistung. Wer ein Gerät für Spiele will, bekommt für dieselbe Summe einen Rechner ohne Verlust, aber ohne Mobilität. Nachgerechnet über drei Jahre relativiert sich der Aufschlag, weil die Karte im Gehäuse bei einem Notebookwechsel weiterverwendet werden kann, sofern die Schnittstelle dieselbe bleibt.
Was das Notebook mitbringen muss
Geprüft wurde der Anschluss an drei Notebooks. Zwei erkannten die Karte, eines nicht, weil sein USB-C-Anschluss keine Verbindung zur Grafikschnittstelle führt. Die Kennzeichnung dafür ist ein Blitzsymbol am Anschluss, das an dem dritten Gerät fehlte.
Ein USB-C-Anschluss ohne dieses Symbol führt weder Bildsignal noch die für ein Grafikgehäuse nötigen Datenbahnen; ein Adapter stellt das nicht her, weil die Leitungen im Gerät fehlen. Nachgemessen lieferte einer der beiden funktionierenden Anschlüsse eine geringere Bandbreite, weil er auf zwei statt vier Bahnen ausgelegt war: dort lagen die Bildraten um weitere 14 Prozent niedriger. Vor dem Kauf ist damit nicht nur das Symbol zu prüfen, sondern auch die Angabe zur Bahnzahl im Datenblatt des Notebooks.
Was drei Aufbauten nicht abdecken
Drei Aufbauten mit einer Karte sagen über andere Karten, andere Notebooks und die nächste Generation der Schnittstelle nichts. Nachprüfbar waren Bildraten in drei Auflösungen und drei Aufbauten, der Unterschied zwischen Ausgabe am Gehäuse und am Notebookbildschirm, die Bandbreiten der Anbindung, Leistungsaufnahme im Leerlauf und unter Last, Geräusch bei zwei Aufstellungen, Erkennungszeiten und das Verhalten dreier Anwendungen beim Abziehen.
Die verwertbarste Zahl ist der Unterschied zwischen den beiden externen Betriebsarten: 12 bis 25 Prozent Verlust mit eigenem Bildschirm gegen 56 bis 62 Prozent über den Notebookbildschirm. Wer diese beiden Werte kennt, weiß vor dem Kauf, dass ein zusätzlicher Bildschirm nicht Zubehör ist, sondern Teil der Lösung.
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| Prüfpunkt | Wert | Vergleich | Bemerkung | Befund |
|---|---|---|---|---|
| Leistungsaufnahme im Leerlauf | 38 W | Notebook allein 12 W | Gehäuse mit Karte | |
| Leistungsaufnahme unter Last | 224 W | Notebook allein 62 W | plus 84 W über Rechner | |
| Geräusch unter Last | 46 dB(A) | Rechner mit gleicher Karte 41 | kleineres Gehäuse | |
| Zeit vom Anstecken bis nutzbar | 18 s | entfällt | Treiber vorhanden | |
| Abziehen im Betrieb | Anwendung stürzt ab | entfällt | vorher abmelden | |
| Bandbreite der Schnittstelle | 32 Gbit/s nutzbar | Steckplatz im Rechner 126 Gbit/s | Faktor 3,9 | |
| Preis des Gehäuses ohne Karte | 279 € | entfällt | mit Netzteil 550 W |
Häufige Fragen
Wie viel Leistung kostet ein externes Grafikgehäuse?
12 bis 25 Prozent, wenn der Bildschirm am Gehäuse hängt: 84 statt 112 Bilder je Sekunde bei 1080p, 58 statt 71 bei 1440p und 38 statt 43 bei 4K. Der Verlust sinkt mit steigender Auflösung, weil dann die Karte und nicht die Anbindung begrenzt.
Und mit dem Notebookbildschirm?
56 bis 62 Prozent Verlust, weil Anweisungen und fertiges Bild dieselbe Bandbreite teilen: 42, 31 und 19 Bilder je Sekunde. Gegenüber der eingebauten Notebookgrafik mit 38, 21 und 9 Bildern bringt das bei 1080p nur 11 Prozent, bei 4K mehr als das Doppelte.
Woher kommt der Verlust?
Aus der Bandbreite: die Schnittstelle stellt nutzbar etwa 32 Gigabit je Sekunde bereit, ein Steckplatz im Rechner mit 16 Bahnen etwa 126, also den 3,9-fachen Wert. Bei reiner Rechenlast ohne Bildausgabe lag der Unterschied nur bei 3 Prozent.
Wie viel Strom braucht der Aufbau?
224 Watt unter Last und 38 im Leerlauf, gegen 140 Watt bei einem Rechner mit derselben Karte und 62 beim Notebook allein. Bei dauerhaftem Anschluss bedeuten die 38 Watt Leerlauf 333 Kilowattstunden im Jahr; ein schaltbarer Stecker für 8 Euro behebt das.
Wie laut ist das Gehäuse?
46 Dezibel in 50 Zentimetern Abstand gegen 41 bei einem Rechner mit derselben Karte, weil das Gehäuse kleiner ist und ein eigenes Netzteil hat. In 1,5 Metern Entfernung waren es 43 Dezibel, was ein aktives Kabel für 39 Euro voraussetzt, da passive Kabel auf 0,8 Meter begrenzt sind.
Lässt sich das Gehäuse im Betrieb abziehen?
Nur nach Abmelden über das Betriebssystem, was 6 Sekunden dauerte. Beim Abziehen im Betrieb stürzten zwei von drei Anwendungen ab. Ab dem Anstecken dauerte es 18 Sekunden bis zur Nutzbarkeit, beim ersten Mal mit Treiberinstallation 4:20 Minuten.
Was muss das Notebook mitbringen?
Einen Anschluss mit Blitzsymbol; ein USB-C-Anschluss ohne dieses Symbol führt die nötigen Datenbahnen nicht, und kein Adapter stellt sie her. Von drei geprüften Notebooks erkannte eines die Karte nicht, und bei einem der beiden anderen lagen die Bildraten wegen zwei statt vier Bahnen um weitere 14 Prozent niedriger.
Lohnt sich das gegenüber einem Rechner?
Nur wenn das Notebook der einzige Rechner bleiben soll: Gehäuse für 279 Euro plus Karte für 389 ergeben 668 Euro bei 18 bis 25 Prozent Leistungsverlust, ein Rechner mit derselben Karte kostete 1.099 Euro ohne Verlust, war aber ein zweites Gerät.
Geprüft im August 2026