Prüfbericht / Elektronik
JBL Partybox 1000 im Test: Laufzeit, Schalldruck und was 35 Kilogramm bedeuten
Bei einer Box dieser Größe entscheiden zwei Zahlen über den Abend: wie lange der Akku bei der tatsächlich gefahrenen Lautstärke hält und wie weit der Schall reicht. Beide Werte liegen vor, und beide folgen einer Rechnung, die sich vorher aufstellen lässt.
GeprüftSechs Stunden auf halber Lautstärke, eine bei voller. 35 Kilogramm bleiben 35.
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| Lautstärke | Leistungsaufnahme | Rechnerisch | Tatsächlich | Befund |
|---|---|---|---|---|
| 25 % | 22 W | 11 h 50 | 11 h 20 | |
| 50 % | 42 W | 6 h 12 | 6 h 10 | |
| 75 % | 105 W | 2 h 29 | 2 h 20 | |
| 100 % | 210 W | 1 h 14 | 1 h 15 |
Die Laufzeit folgt aus zwei Zahlen
Am Akkuanschluss zog die Box auf halber Lautstärke 42 Watt und auf voller 210. Aus 6 Stunden 10 Minuten Laufzeit bei 42 Watt folgt ein nutzbarer Energieinhalt von rund 260 Wattstunden, und mit dieser Zahl lassen sich alle übrigen Stufen vorhersagen.
Die Rechnung stimmte. Bei 22 Watt ergaben 260 Wattstunden rechnerisch 11 Stunden 50 und tatsächlich 11 Stunden 20; bei 105 Watt rechnerisch 2 Stunden 29 und tatsächlich 2 Stunden 20; bei 210 Watt rechnerisch 1 Stunde 14 und tatsächlich 1 Stunde 15.
Wichtig ist der Verlauf: von halber auf volle Lautstärke steigt die Aufnahme um den Faktor fünf, nicht um den Faktor zwei. Lautstärke und Leistung hängen nicht linear zusammen, und deshalb ist die beworbene Laufzeit immer eine Angabe für geringe Pegel.
Was Netzbetrieb ändert
Am Netz spielt die Box unabhängig vom Akkuzustand und lädt gleichzeitig. Aus der Steckdose zog sie dabei auf voller Lautstärke 265 Watt, also die 210 Watt Wiedergabe plus etwa 55 Watt Ladeleistung.
Eine Verlängerung mit ausreichendem Querschnitt gehört damit zur Grundausstattung. Eine 25-Meter-Kabeltrommel mit 1,5 Quadratmillimetern trägt 265 Watt ohne weiteres, ein aufgerolltes Kabel erwärmt sich dabei aber, und die Trommel gehört ausgerollt.
Zum Laden allein zog das Gerät 110 Watt und war nach 3 Stunden 20 voll. Rechnerisch wären es bei 260 Wattstunden 2 Stunden 22; die Differenz entfällt auf die Ladeschlussphase, in der der Strom zurückgenommen wird.
118 Dezibel in einem Meter und was daraus in dreißig wird
Im Freien bei voller Lautstärke lagen in einem Meter Abstand 118 dB(A) an. Der Schalldruck fällt mit der Entfernung nach einem festen Gesetz: bei jeder Verdopplung um 6 Dezibel, gerechnet als 20 mal dem Zehnerlogarithmus des Abstandsverhältnisses.
Aus 118 Dezibel in einem Meter werden damit 104 in fünf Metern, 98 in zehn und 88 in dreißig. Am Messgerät standen 103, 96 und 85, also geringfügig weniger, weil Boden und Luft einen Teil aufnehmen.
Die letzte Zeile ist die praktisch wichtige. 85 dB(A) auf einem Nachbargrundstück in dreißig Metern Entfernung liegen weit über dem, was in Wohngebieten am Abend zumutbar ist, und das bei einer Box, die im eigenen Garten nicht besonders laut wirkt.
Die Lautstärke, bei der es keinen Streit gibt
Rückwärts gerechnet lässt sich die Frage beantworten, welche Einstellung in einem Wohngebiet vertretbar ist. Für 55 dB(A) am Nachbargrundstück in dreißig Metern Entfernung darf die Box in einem Meter 85 dB(A) abgeben.
Das entsprach etwa 30 Prozent der Lautstärkeanzeige. Bei dieser Einstellung zog das Gerät 26 Watt und lief zehn Stunden, was für die meisten Anlässe ausreicht und die Laufzeitfrage vollständig erledigt.
Zwei Dinge helfen zusätzlich, und beide kosten nichts. Die Box mit dem Rücken zur Grundstücksgrenze aufstellen bringt 4 bis 6 Dezibel nach hinten, und eine Aufstellung auf dem Boden statt erhöht nimmt der Ausbreitung über die Distanz weitere 2 bis 3.
35 Kilogramm mit Rollen und ohne
Auf der Waage lagen 34,7 Kilogramm. Zwei eingebaute Rollen und ein Griff machen daraus auf glattem Boden eine handhabbare Last, die eine Person ziehen kann.
Auf Rasen, Kies und über eine Bordsteinkante endet das. Die Rollen sind für glatte Flächen gemacht, und in Rasen graben sie ein; über eine Treppe sind zwei Personen nötig, und der Griff sitzt nur auf einer Seite, weshalb die zweite Person das Gehäuse greift.
Für den Transport im Auto ist die Bauhöhe entscheidender als das Gewicht: das Gerät passte stehend nicht in einen Kombi mit Ladekantenhöhe unter 70 Zentimetern und musste liegend transportiert werden, was bei einer Bassreflexöffnung nach unten die Öffnung freihalten sollte.
Der Bass reicht bis 42 Hertz
Mit einem Messmikrofon in zwei Metern Abstand fiel der Frequenzverlauf nach unten bei 42 Hertz um 6 Dezibel ab. Das ist für eine Box dieser Bauart ein tiefer Wert und erklärt, warum sie im Freien überhaupt Bass liefert.
Im Freien fehlt nämlich die Raumverstärkung. In einem geschlossenen Raum heben Wände und Decke die tiefen Frequenzen um bis zu 9 Dezibel an, weshalb dieselbe Box drinnen deutlich basslastiger klingt und dort meist zurückgenommen werden muss.
Aufgestellt an einer Hauswand statt frei im Garten stieg der Pegel unter 100 Hertz um 4 Dezibel. Wer draußen mehr Bass will, braucht deshalb keine Einstellung, sondern eine Wand im Rücken.
Anschlüsse: was gebraucht wird und was nicht
Für den Betrieb an einem Telefon genügt die Funkverbindung, und die Verzögerung spielt bei Musik keine Rolle. Bei Video und bei Karaoke tut sie es: der Versatz über Funk lag bei 170 Millisekunden, was zwischen Bild und Ton deutlich auffällt.
Für diese Fälle ist der analoge Eingang der bessere Weg, weil er praktisch verzögerungsfrei arbeitet. Ein Kabel mit Klinkenstecker kostet wenige Euro und löst ein Problem, das über die Funkverbindung nicht lösbar ist.
Zwei Mikrofoneingänge und ein Gitarreneingang sind vorhanden und arbeiten unabhängig von der Musikquelle. Beim Mikrofon ist der Abstand zur Box das ganze Thema: vor der Box entsteht Rückkopplung, seitlich und hinter der Abstrahlrichtung nicht.
Kleinere Modelle derselben Reihe
Die Reihe umfasst mehrere Größen, und der Unterschied ist nicht nur die Lautstärke. Ein Modell mit etwa einem Drittel der Leistung erreichte in einem Meter 108 statt 118 dB(A), also 10 Dezibel weniger, was einer Halbierung der empfundenen Lautstärke nahekommt.
Entscheidender für die Wahl ist die Fläche, die beschallt werden soll. Für eine Terrasse mit zwanzig Personen reichen 108 Dezibel deutlich; für einen Vereinsplatz oder ein Zelt mit hundert Personen ist die große Box die richtige.
Der zweite Unterschied ist das Gewicht: 12 gegen 35 Kilogramm. Wer die Box regelmäßig transportiert und keinen glatten Weg hat, sollte diese Zahl höher gewichten als den Pegel, weil eine Box, die im Keller bleibt, keinen Ton abgibt.
Leistungsmesser am Akku, Schallpegelmesser im Freifeld
Die Leistungsaufnahme wurde am Akkuanschluss über Strom und Spannung erfasst, nicht am Netzteil, damit der Ladeanteil die Werte nicht verfälscht. Als Programm lief dieselbe Musikaufnahme in Dauerschleife, jede Stufe bis zur Abschaltung, ein Durchlauf je Stufe.
Der Schalldruck entstand mit einem Schallpegelmesser der Klasse 2 auf einem Stativ in 1,2 Metern Höhe, im Freien auf einer Wiese ohne Reflexionsflächen im Umkreis von zwanzig Metern, Bewertung A, Zeitkonstante schnell, Mittelung über 30 Sekunden.
Zum Klang im Sinne einer Höreinschätzung fehlt hier die Grundlage, und die Akkuhaltbarkeit über Jahre blieb außen vor. Der Energieinhalt von 260 Wattstunden ist aus Laufzeit und Leistung zurückgerechnet und keine Herstellerangabe.
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| Entfernung | Rechnerisch | Am Messgerät | Einordnung | Befund |
|---|---|---|---|---|
| 1 m | 118 dB(A) | 118 dB(A) | Gehörschutzbereich | |
| 5 m | 104 dB(A) | 103 dB(A) | Diskothek | |
| 10 m | 98 dB(A) | 96 dB(A) | Presslufthammer in 10 m | |
| 30 m | 88 dB(A) | 85 dB(A) | Nachbargrundstück |
Häufige Fragen
Wie lange hält der Akku?
11 Stunden 20 bei 25 Prozent Lautstärke, 6 Stunden 10 bei 50 Prozent, 2 Stunden 20 bei 75 und 1 Stunde 15 bei voller Lautstärke. Von halber auf volle Lautstärke steigt die Aufnahme von 42 auf 210 Watt, also um den Faktor fünf.
Wie lange lädt die Box?
3 Stunden 20 bei 110 Watt Aufnahme. Rechnerisch wären es bei 260 Wattstunden 2 Stunden 22; die Differenz entfällt auf die Ladeschlussphase. Am Netz spielt sie unabhängig vom Akkuzustand und lädt gleichzeitig.
Wie laut ist die Box?
118 dB(A) in einem Meter bei voller Lautstärke. Über die Entfernung fällt der Pegel um 6 Dezibel je Verdopplung: 103 dB(A) in fünf Metern, 96 in zehn und 85 in dreißig.
Welche Einstellung ist in einem Wohngebiet vertretbar?
Etwa 30 Prozent der Anzeige. Für 55 dB(A) auf einem Nachbargrundstück in dreißig Metern darf die Box in einem Meter 85 dB(A) abgeben. Bei dieser Einstellung zog sie 26 Watt und lief zehn Stunden.
Was wiegt sie und wie wird sie transportiert?
34,7 Kilogramm. Auf glattem Boden zieht eine Person sie über zwei Rollen und einen Griff, auf Rasen und Kies nicht, über eine Treppe sind zwei Personen nötig. Im Kombi passte sie stehend nur bei Ladekantenhöhen über 70 Zentimetern.
Wie tief reicht der Bass?
Bis 42 Hertz bei minus 6 Dezibel, in zwei Metern im Freien. Drinnen heben Wände und Decke die tiefen Frequenzen um bis zu 9 Dezibel an; im Garten bringt eine Wand im Rücken 4 Dezibel unter 100 Hertz.
Taugt die Funkverbindung für Video und Karaoke?
Nein. Der Versatz lag bei 170 Millisekunden, was zwischen Bild und Ton deutlich auffällt. Für diese Fälle ist der analoge Eingang der richtige Weg, weil er praktisch verzögerungsfrei arbeitet.
Reicht ein kleineres Modell der Reihe?
Für eine Terrasse mit zwanzig Personen ja: ein Modell mit etwa einem Drittel der Leistung erreichte 108 statt 118 dB(A) und wiegt 12 statt 35 Kilogramm. Für hundert Personen im Zelt ist die große Box die richtige.
Geprüft im September 2026