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Prüfbericht  /  Elektronik

JBL Partybox 310 im Test: Schalldruck, Laufzeit und die Watt-Angabe

Die Partybox 310 ist ein Akkulautsprecher mit Rollen, 17,4 kg Gewicht und der Angabe 240 Watt auf dem Karton. Interessant sind an so einem Gerät nur drei Zahlen: wie laut es wirklich wird, wie lange der Akku das mitmacht und wie diese beiden Werte zusammenhängen.

Geprüft106 dB auf 1 m und 8:40 Stunden bei halber Lautstärke. Bei Vollgas ist nach 2:05 Stunden Schluss.

JBL Partybox 310, Schalldruck mit Messmikrofon auf Achse, rosa Rauschen als Signal, freie Fläche im Freien
EntfernungLautstärke 50 %Lautstärke 100 %Rechenwert nach AbstandsgesetzBefund
1 m94 dB106 dBBezugswert
5 m80 dB92 dB92 dB
10 m74 dB86 dB86 dB
20 m69 dB81 dB80 dB
40 m64 dB75 dB74 dB

106 Dezibel auf einen Meter

Auf Achse und einen Meter vor dem Gitter erreicht die Box mit rosa Rauschen 106 dB, bei halber Reglerstellung 94 dB. Höher geht es nicht, ohne dass der Bass hörbar begrenzt wird: ab etwa 90 Prozent Reglerweg greift die Schutzschaltung ein und nimmt die tiefen Töne zurück, was den Pegel oben hält und den Klang dünner macht.

Der Verlauf über die Entfernung folgt dem Abstandsgesetz für freie Schallausbreitung: pro Verdoppelung der Entfernung sinkt der Pegel um 6 dB, rechnerisch 20 mal der Zehnerlogarithmus des Abstandsverhältnisses. Von 1 m auf 10 m sind das 20 Dezibel Abzug, aus 106 dB werden 86 dB. Die Messreihe bestätigt das bis auf ein Dezibel.

Was 86 Dezibel auf zehn Metern bedeuten

Diese Zahl ist die eigentlich brauchbare Angabe, denn niemand steht einen Meter vor einer Partybox. In einem Garten mit 15 m Tiefe liegen am hinteren Ende noch etwa 82 dB an, das ist die Lautstärke einer stark befahrenen Straße aus wenigen Metern Abstand. Für eine Feier mit fünfzig Leuten reicht das mit Reserve.

In geschlossenen Räumen fällt der Pegel deutlich langsamer, weil Wände zurückwerfen. In einem Wohnzimmer von 25 m² lagen bei 50 Prozent Reglerweg in jeder Ecke zwischen 88 und 91 dB, gegenüber 80 dB im Freien auf 5 m. Wer die Box drinnen betreibt, hat die halbe Reglerstellung als Obergrenze und den Rest als theoretischen Vorrat.

Die Angabe 240 Watt nachgerechnet

Auf dem Karton steht 240 W. Am Steckdosenmessgerät braucht der leere Akku 228 Wh aus der Dose und ist nach 3:30 Stunden voll; abzüglich der üblichen Ladeverluste landen etwa 154 Wh im Akku. Genau dieser Wert kommt bei jedem Laufzeitdurchgang wieder heraus, egal ob nach 2:05 oder nach 17:20 Stunden.

Ein Verbraucher, der dauerhaft 240 W aus 154 Wh zieht, wäre nach 38 Minuten leer. Die Box hält bei Vollgas 2:05 Stunden und nimmt dabei im Mittel 74 W auf. Die 240 W beschreiben also eine kurzzeitige Spitze bei Musiksignal, keinen Dauerwert. Das ist keine Schummelei, sondern die branchenübliche Zählweise, und die Konsequenz für den Käufer ist eine andere Kennzahl: interessant sind die 74 W, weil daraus die Laufzeit folgt.

Laufzeit halbiert sich mit jeder Reglerstufe

Die vier Durchgänge ergeben ein einfaches Muster: 25 Prozent Reglerweg halten 17:20 Stunden, 50 Prozent 8:40, 75 Prozent 4:10 und 100 Prozent 2:05. Jede Stufe kostet ungefähr die Hälfte der Zeit, weil die Leistungsaufnahme sich jeweils verdoppelt.

Die Herstellerangabe von 18 Stunden ist damit nachvollziehbar, gilt aber für die unterste der vier Stufen. Wer eine Feier von 22 bis 3 Uhr durchgehend beschallen will, plant mit der 50-Prozent-Stufe und hat 8:40 Stunden, oder er hängt die Box an eine Steckdose. Netzbetrieb ist möglich und lädt gleichzeitig.

Was die Lichtringe an Laufzeit kosten

Die beiden Lichtringe um die Tieftöner und der Streifen dazwischen lassen sich abschalten. Derselbe Laufzeitdurchgang bei 50 Prozent Reglerweg ergab mit Licht 8:40 Stunden und ohne Licht 9:50 Stunden. Aus 154 Wattstunden und der Differenz von 70 Minuten folgt eine Leistungsaufnahme der Beleuchtung von etwa 2,3 W, also ungefähr ein Achtel des Gesamtverbrauchs auf dieser Stufe.

Bei Tageslicht ist von dem Effekt ohnehin nichts zu sehen, weil die Ringe gegen Sonne nicht ankommen. Wer die Box nachmittags im Garten betreibt und den Akku bis in den Abend bringen will, schaltet das Licht aus und gewinnt gut eine Stunde. Nach Einbruch der Dunkelheit wirkt die Beleuchtung dagegen als Blickfang, und die 2,3 W fallen bei der dann meist höheren Lautstärke kaum noch auf.

Tiefton bis 45 Hertz

Mit einem langsamen Sinusdurchlauf und dem Messmikrofon in einem Meter Abstand lag der Punkt, an dem der Pegel gegenüber 100 Hz um 6 dB abgefallen ist, bei 45 Hz. Darunter geht es steil bergab, bei 35 Hz fehlen bereits 15 dB. Für einen 17-Kilo-Kasten mit zwei 165-Millimeter-Tieftönern ist das ein plausibler Wert.

Hörbar heißt das: die Kickdrum bei 60 bis 80 Hz kommt mit Druck, der tiefe Sub-Bass moderner Produktionen um 40 Hz eher als Andeutung. Bei voller Lautstärke nimmt die Schutzschaltung genau diesen Bereich zuerst zurück. Die Box klingt deshalb bei 75 Prozent Reglerweg satter als bei 100.

17,4 Kilogramm mit zwei Rollen

Die Box wiegt 17,4 kg. Zwei Rollen an der Unterkante und ein Teleskopgriff machen sie auf glattem Boden zu einem Trolley, den man mit etwa 40 Newton Zugkraft bewegt. Auf Rasen und Kies bringt das nichts, dort trägt man sie.

Eine Treppe ist der wahre Prüfstein. Über zwei Etagen getragen war die Belastung mit dem seitlichen Griff einhändig nicht sinnvoll machbar, zu zweit an den Seitengriffen dagegen unproblematisch. Wer die Box regelmäßig alleine in den dritten Stock bringen muss, sollte das vor dem Kauf einmal mit einem 18-Kilo-Sack üben.

Funkverbindung und Verzögerung

Über Bluetooth stand die Verbindung im Freien bis 22 m stabil, danach setzte der Ton in Intervallen aus. Mit einer Wand dazwischen waren es 11 m. Zwei Geräte lassen sich gleichzeitig verbinden und abwechselnd abspielen.

Die Verzögerung zwischen Telefon und Lautsprecher wurde mit einer Klappe vor der Kamera und einer Tonaufnahme bei 240 Bildern je Sekunde bestimmt: 210 Millisekunden. Für Musik unerheblich, für Videos störend, für Karaoke über die Klinkenbuchse dagegen kein Thema, weil dieser Weg analog ohne Umweg läuft.

Mikrofon und Gitarre am Eingang

Zwei 6,3-Millimeter-Buchsen mit eigenen Reglern nehmen Mikrofon und Gitarre auf. Ein dynamisches Gesangsmikrofon war ohne Zusatzverstärker laut genug, um sich gegen Musik bei 50 Prozent Reglerweg durchzusetzen. Rückkopplung setzte ein, sobald das Mikrofon näher als etwa 1,5 m vor die Box kam und dabei auf sie zeigte.

Ein Hall lässt sich zumischen, eine Klangregelung für den Mikrofonweg fehlt. Wer regelmäßig Ansagen macht, kommt damit aus; für eine Band ist das Gerät kein Ersatz für einen Mischpultbetrieb, weil beide Eingänge nur summiert und nicht einzeln entzerrt werden.

Was in zwei Wochen offen bleibt

Die Alterung des Akkus lässt sich in dieser Zeit nicht beobachten. Lithiumzellen dieser Bauart verlieren über einige hundert Ladezyklen einen zweistelligen Prozentanteil ihrer Kapazität, und weil die Laufzeit direkt an den 154 Wattstunden hängt, sinkt sie im gleichen Maß. Ein Austausch der Zellen ist ohne Öffnen des Gehäuses nicht vorgesehen.

Ebenfalls ungeprüft blieb der Dauerbetrieb bei Regen. Die Box hat keine Angabe zur Schutzart, und die Lichtringe um die Tieftöner sitzen offen hinter dem Gitter. Für den Garten heißt das: unter ein Dach stellen, nicht in den Nachmittagsregen.

Laufzeit und Leistungsaufnahme, Akku vor jedem Durchgang voll, Musikbetrieb mit gemischtem Material
LautstärkeeinstellungLaufzeitMittlere AufnahmeEnergie im DurchgangBefund
25 %17:20 h8,9 W154 Wh
50 %8:40 h17,8 W154 Wh
75 %4:10 h37 W154 Wh
100 %2:05 h74 W154 Wh
Ladevorgang leer bis voll3:30 h65 W am Netz228 Wh aus der Dose

Häufige Fragen

Wie laut wird die JBL Partybox 310?

Auf Achse und einen Meter Abstand 106 dB mit rosa Rauschen, bei halber Reglerstellung 94 dB. Auf zehn Metern sind es 86 dB, weil der Pegel bei jeder Verdoppelung der Entfernung um 6 dB fällt. Für einen Garten von 15 m Tiefe reicht die halbe Reglerstellung.

Wie lange hält der Akku?

Bei 25 Prozent Reglerweg 17:20 Stunden, bei 50 Prozent 8:40, bei 75 Prozent 4:10 und bei voller Lautstärke 2:05. Die Herstellerangabe von 18 Stunden gilt für die unterste Stufe. Netzbetrieb ist parallel zum Laden möglich.

Was bedeuten die 240 Watt?

Es ist eine Spitzenangabe für Musiksignal, kein Dauerwert. Im Akku stecken rund 154 Wattstunden; ein dauerhaft 240 W ziehendes Gerät wäre daraus nach 38 Minuten leer. Bei voller Lautstärke nimmt die Box im Mittel 74 W auf, und daraus ergeben sich die 2:05 Stunden.

Wie tief reicht der Bass?

Der Punkt mit 6 dB Abfall gegenüber 100 Hz liegt bei 45 Hz, bei 35 Hz fehlen schon 15 dB. Kickdrums um 60 bis 80 Hz kommen mit Druck, sehr tiefer Sub-Bass um 40 Hz nur angedeutet.

Wie lange dauert das Laden?

3:30 Stunden von leer bis voll, dabei zieht das Netzteil 228 Wattstunden aus der Steckdose. Die Differenz zu den 154 Wattstunden im Akku sind Lade- und Wandlungsverluste.

Kann man die Box alleine tragen?

Sie wiegt 17,4 kg und rollt auf glattem Boden am Teleskopgriff mit etwa 40 Newton Zugkraft. Auf Rasen, Kies und Treppen muss getragen werden, und über zwei Etagen ist das einhändig am Seitengriff nicht sinnvoll machbar.

Wie groß ist die Verzögerung über Bluetooth?

210 Millisekunden, bestimmt über eine Aufnahme mit 240 Bildern je Sekunde. Bei Musik fällt das nicht auf, bei Videos schon. Mikrofon und Gitarre laufen analog über die Klinkenbuchsen und sind davon nicht betroffen.

Reicht ein Mikrofon ohne zusätzlichen Verstärker?

Ein dynamisches Gesangsmikrofon war an der 6,3-Millimeter-Buchse laut genug, um sich gegen Musik bei halber Reglerstellung durchzusetzen. Rückkopplung begann ab etwa 1,5 m Abstand, wenn das Mikrofon direkt auf die Box zeigte. Eine Klangregelung für den Mikrofonweg gibt es nicht.

Geprüft im August 2026