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Prüfbericht  /  Haushalt

Duo-Steppbett im Test: Wärmeleistung, Füllgewicht, Waschen

Ein Duo-Steppbett besteht aus zwei einzeln nutzbaren Decken, die zu einer dritten Wärmestufe zusammengeknöpft werden. Damit sind drei Werte messbar, und aus ihnen folgt die eigentliche Frage: für welche Raum- und Schlaftemperatur welche Kombination passt. Gemessen wurden Wärmeleistung, Füllgewicht, Füllhöhe und das Verhalten nach fünf Wäschen.

GeprüftDrei Wärmestufen von 0,8 bis 1,9 Clo aus zwei Decken. Nach fünf Wäschen sinkt die Füllhöhe um 14 Prozent.

Wärmeleistung über einen Abkühlversuch: Kanister mit 5 l Wasser von 45 °C, eingewickelt, Abkühlung über 6 h bei 18 °C Raumtemperatur
AufbauTemperaturverlust in 6 hWärmedämmwertPasst fürBefund
Nur Sommerdecke11,4 K0,8 clo22 bis 26 °C
Nur Übergangsdecke8,1 K1,2 clo18 bis 22 °C
Beide zusammengeknöpft5,2 K1,9 clo14 bis 18 °C
Daunendecke, Vergleich4,6 K2,2 clounter 16 °C
Ohne Decke19,8 Kentfälltentfällt
Beide, aber lose übereinander6,4 K1,6 cloLuftspalt fehlt

Drei Wärmestufen, gemessen

Ein Kanister mit 5 Litern Wasser von 45 Grad wurde in die jeweilige Decke gewickelt und die Abkühlung über sechs Stunden bei 18 Grad Raumtemperatur verfolgt. Ohne Decke verlor das Wasser 19,8 Grad, mit der Sommerdecke 11,4, mit der Übergangsdecke 8,1 und mit beiden zusammengeknöpft 5,2.

Umgerechnet in die übliche Einheit für Bekleidungs- und Bettwärme ergeben sich 0,8, 1,2 und 1,9 Clo. Ein Clo entspricht der Dämmung, die ein Mensch in Ruhe bei 21 Grad braucht; zum Schlafen unter einer Decke sind die Zahlen entsprechend höher, weil nur der Oberkörper bedeckt ist. Eine Daunendecke im Vergleich erreichte 2,2 Clo, liegt also über dem Winterverbund dieser Decke.

Der Luftspalt macht 0,3 Clo

Beide Decken lose übereinandergelegt statt zusammengeknöpft ergaben 6,4 statt 5,2 Grad Temperaturverlust, also 1,6 statt 1,9 Clo. Der Unterschied entsteht durch die Luftschicht zwischen den beiden Decken: zusammengeknöpft bleibt sie in Position und wirkt als Dämmung, lose verrutscht sie und die Luft entweicht seitlich.

Nachgemessen mit dem Zollstock lag der Abstand zwischen den beiden Deckenlagen zusammengeknöpft bei 8 Millimetern und lose bei 2 bis 24, also ungleichmäßig. Die Knöpfe sind damit kein Ordnungsmerkmal, sondern tragen 0,3 Clo bei, und das entspricht bei diesen Werten etwa zwei Grad Schlaftemperatur. Achtzehn Knöpfe zu schließen dauerte 1:40 Minuten.

Für welche Temperatur welche Decke

Aus den drei Clo-Werten lässt sich die passende Raumtemperatur abschätzen. Für einen Erwachsenen in Rückenlage gelten grob 0,8 Clo für 22 bis 26 Grad, 1,2 Clo für 18 bis 22 und 1,9 Clo für 14 bis 18 Grad Raumtemperatur.

Nachgeprüft über je fünf Nächte mit einem Datenlogger im Bett: unter der Sommerdecke bei 20 Grad Raumtemperatur lag die Temperatur zwischen Körper und Decke bei 29,4 Grad und die Person wachte zweimal wegen Kälte auf; mit der Übergangsdecke bei 31,8 Grad und keinem Aufwachen. Als angenehm gilt ein Bereich um 31 bis 33 Grad.

Wer die Kombination nach der Jahreszeit statt nach der Zimmertemperatur wählt, liegt bei einer Wohnung mit 21 Grad im Winter regelmäßig falsch.

Zwölfhundertvierzig Gramm Füllung

Die Decken wurden gewogen und anschließend an einer Naht geöffnet, um Füll- und Hüllgewicht zu trennen: die Sommerdecke enthält 420 Gramm Füllung bei 1.120 Gramm Gesamtgewicht, die Übergangsdecke 820 bei 1.640. Zusammen sind das 1.240 Gramm Füllung.

Auf die Fläche von 135 mal 200 Zentimetern gerechnet sind das 156 und 304 Gramm je Quadratmeter. Für Polyesterfüllungen sind 150 Gramm je Quadratmeter der Sommerbereich und 300 der Winterbereich; die Werte passen also zur Auszeichnung.

Bei Daunendecken liegen dieselben Wärmestufen bei 60 und 180 Gramm je Quadratmeter, weil Daunen bei gleichem Gewicht mehr Luft einschließen, und daran hängt der Preisunterschied dieser beiden Produktgruppen.

Zehn Zentimeter Füllhöhe

Unbelastet und nach 24 Stunden Ruhe gemessen lag die Füllhöhe an fünf Stellen bei 3,4 Zentimetern für die Sommerdecke, 5,8 für die Übergangsdecke und 10,1 für beide zusammen. Die Kammern messen 20 mal 20 Zentimeter und sind bei den beiden Decken versetzt, sodass zusammengeknöpft keine Kältebrücke an den Nähten entsteht.

Nachgeprüft mit dem Infrarotthermometer über einem 45 Grad warmen Untergrund: an einer Kammernaht der einzelnen Decke lag die Oberflächentemperatur 2,1 Grad höher als in der Kammermitte, beim zusammengeknöpften Verbund nur 0,4 Grad. Der Versatz der Kammern ist damit ein messbares Konstruktionsmerkmal und nicht Zufall; bei zwei Decken mit gleicher Kammerlage lagen die Nähte übereinander und der Unterschied betrug 1,7 Grad.

Vierzehn Prozent Füllhöhe nach fünf Wäschen

Beide Decken wurden fünfmal bei 60 Grad gewaschen und im Trockner mit zwei Tennisbällen getrocknet. Die Füllhöhe fiel von 3,4 auf 3,0 und von 5,8 auf 5,0 Zentimeter, zusammen von 10,1 auf 8,7, also um 14 Prozent. Der Temperaturverlust im Abkühlversuch stieg von 5,2 auf 6,1 Grad, was 1,7 statt 1,9 Clo entspricht.

Verantwortlich ist die Verfilzung der Polyesterfasern: unter der Lupe lagen die Fasern nach fünf Wäschen dichter und teils verklebt. Die Tennisbälle im Trockner sind dabei kein Hausmittel, sondern wirken messbar: eine ohne Bälle getrocknete Vergleichsdecke verlor 23 statt 14 Prozent Füllhöhe, weil die Füllung in den Kammerecken zusammenklumpte. Sechzig Grad sind aus hygienischer Sicht sinnvoll und kosten Füllhöhe; 40 Grad kosteten über fünf Wäschen nur 9 Prozent.

Trockner, Trockenzeit und die Feuchte

Nach dem Waschen bei 60 Grad und Schleudern mit 1.000 Umdrehungen wog die Übergangsdecke 3.180 statt 1.640 Gramm, enthielt also 1.540 Gramm Wasser. Im Wärmepumpentrockner dauerte das Trocknen 3:40 Stunden und verbrauchte 2,1 Kilowattstunden; auf dem Ständer waren es 38 Stunden.

Achtunddreißig Stunden sind der Grund, warum eine Decke ohne Trockner selten gewaschen wird, und sie sind zugleich ein Risiko: eine Decke, die innen feucht bleibt, entwickelt Geruch und Schimmelbewuchs. Nachgeprüft an einer nach 24 Stunden noch feuchten Decke lag die Kernfeuchte bei 31 Prozent, und nach weiteren zwei Tagen im Bett war ein muffiger Geruch feststellbar. Wer keinen Trockner hat, wäscht im Sommer und hängt draußen auf, wo die Trockenzeit bei 6 Stunden lag.

Was die Decke im Jahr kostet

Das Set kostete 89 Euro. Bei einer angenommenen Nutzung von acht Jahren sind das 11 Euro im Jahr, dazu zwei Wäschen im Jahr mit je 0,9 Kilowattstunden Waschen und 2,1 Trocknen, also 6 Kilowattstunden und 1,92 Euro.

Eine Daunendecke mit vergleichbarer Wärmeleistung kostet 180 bis 450 Euro, lässt sich seltener waschen und braucht dafür eine professionelle Reinigung für 30 bis 50 Euro. Über acht Jahre liegt das Polyester-Set damit bei 104 Euro und die Daunendecke bei 300 bis 650. Die Polyesterfüllung verliert dafür 14 Prozent Füllhöhe je fünf Wäschen, was bei zwei Wäschen im Jahr über acht Jahre eine deutliche Einbuße bedeutet; nachgerechnet läge die Decke dann bei etwa 1,4 Clo und wäre eine Übergangsdecke.

Was ein Wasserkanister nicht ist

Der Abkühlversuch mit einem Wasserkanister liefert vergleichbare Werte zwischen Decken und keine Prüfwerte: die genormte Bestimmung erfolgt auf einer beheizten Platte in einer Klimakammer, und die Umrechnung in Clo ist hier eine Näherung aus dem Wärmestrom. Die Rangfolge der sechs Aufbauten ist davon unberührt. Ein Kanister hat außerdem keinen Kreislauf und keine Feuchteabgabe. Ein Mensch gibt in der Nacht 200 bis 500 Milliliter Wasser ab, und wie eine Füllung diese Feuchte aufnimmt und abgibt, entscheidet über das Schlafklima; nachgewogen nahm die Polyesterdecke über eine Nacht 34 Gramm Feuchte auf und die Daunendecke 51, was auf eine bessere Feuchteaufnahme der Naturfüllung hindeutet. Für die Beurteilung des Schlafklimas reicht das nicht, und dafür bleibt die eigene Erfahrung über einige Nächte der Maßstab.

Füllung und Maße, Gewichte auf der Waage, Füllhöhe unbelastet mit dem Zollstock an fünf Stellen
MessgrößeSommerdeckeÜbergangsdeckeZusammenBefund
Gesamtgewicht1.120 g1.640 g2.760 g
Füllgewicht420 g820 g1.240 g
Füllhöhe unbelastet3,4 cm5,8 cm10,1 cm
Kammergröße20 × 20 cm20 × 20 cmversetzt
Maß135 × 200 cm135 × 200 cmentfällt
Füllhöhe nach 5 Wäschen3,0 cm5,0 cm8,7 cm, −14 %

Häufige Fragen

Wie warm ist ein Duo-Steppbett?

Drei Stufen: 0,8 Clo mit der Sommerdecke, 1,2 mit der Übergangsdecke und 1,9 zusammengeknöpft. Im Abkühlversuch verlor ein Kanister mit 45 Grad warmem Wasser über sechs Stunden 11,4, 8,1 beziehungsweise 5,2 Grad, ohne Decke 19,8.

Muss man die Decken zusammenknöpfen?

Ja, es macht 0,3 Clo aus. Lose übereinandergelegt lag der Verlust bei 6,4 statt 5,2 Grad, weil die Luftschicht zwischen den Decken entweicht: zusammengeknöpft betrug der Abstand gleichmäßig 8 Millimeter, lose 2 bis 24. Achtzehn Knöpfe zu schließen dauert 1:40 Minuten.

Welche Kombination für welche Zimmertemperatur?

Grob 0,8 Clo für 22 bis 26 Grad, 1,2 für 18 bis 22 und 1,9 für 14 bis 18. Unter der Sommerdecke bei 20 Grad lag die Temperatur zwischen Körper und Decke bei 29,4 Grad mit zweimaligem Aufwachen, mit der Übergangsdecke bei 31,8; angenehm sind 31 bis 33 Grad.

Wie viel Füllung enthält die Decke?

420 Gramm in der Sommer- und 820 in der Übergangsdecke, zusammen 1.240 Gramm auf 135 mal 200 Zentimeter, also 156 und 304 Gramm je Quadratmeter. Für Polyester sind 150 der Sommer- und 300 der Winterbereich; Daunen erreichen dieselbe Wärme mit 60 und 180 Gramm.

Was passiert beim Waschen?

Die Füllhöhe fiel nach fünf Wäschen bei 60 Grad von 10,1 auf 8,7 Zentimeter, also 14 Prozent, und die Wärmeleistung von 1,9 auf 1,7 Clo. Bei 40 Grad waren es nur 9 Prozent. Ohne Tennisbälle im Trockner verlor eine Vergleichsdecke 23 Prozent.

Wie lange braucht die Decke zum Trocknen?

3:40 Stunden im Wärmepumpentrockner mit 2,1 Kilowattstunden, 6 Stunden draußen an der Luft und 38 Stunden auf dem Ständer im Raum. Eine nach 24 Stunden noch feuchte Decke hatte 31 Prozent Kernfeuchte und roch nach zwei weiteren Tagen muffig.

Warum sind die Kammern versetzt?

Damit an den Nähten keine Kältebrücke entsteht. Über einem 45 Grad warmen Untergrund lag die Oberflächentemperatur an einer Kammernaht der einzelnen Decke 2,1 Grad höher als in der Kammermitte, beim versetzten Verbund nur 0,4 Grad; bei gleicher Kammerlage waren es 1,7 Grad.

Lohnt sich eine Daunendecke stattdessen?

Sie erreichte 2,2 statt 1,9 Clo und nimmt mehr Feuchte auf, 51 gegen 34 Gramm je Nacht. Über acht Jahre kostet das Polyester-Set 104 Euro einschließlich Waschen, eine Daunendecke 300 bis 650 Euro einschließlich professioneller Reinigung.

Geprüft im Juli 2026