Prüfbericht / Sport & Freizeit
Fitness-Trampolin SP-T-110 im Test: Federung, Lärm und Belastung
Ein Fitness-Trampolin ist ein Federsystem, und alles Weitere folgt daraus: die Einfederung bestimmt die Belastung für Gelenke, die Art der Federung den Lärm, und die Rahmensteifigkeit die Lebensdauer. Bestimmt wurden Einfederung bei drei Körpergewichten, Geräuschpegel im Betrieb, Verwindung des Rahmens unter Last, der Zustand der Federung nach 4.000 Sprüngen, die Standsicherheit auf zwei Böden und die Maße für Aufbewahrung.
Geprüft21 Zentimeter Einfederung und 58 Dezibel. Gummiseile sind leiser als Stahlfedern, aber altern schneller.
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| Prüfpunkt | Wert | Vergleich | Bemerkung | Befund |
|---|---|---|---|---|
| Einfederung bei 60 kg | 16 cm | entfällt | statisch | |
| Einfederung bei 78 kg | 21 cm | entfällt | statisch | |
| Einfederung bei 100 kg | 27 cm | Bodenabstand 24 cm | Tuch berührt fast | |
| Bodenabstand des Sprungtuchs unbelastet | 24 cm | entfällt | Rahmenhöhe | |
| Angegebene Belastung | 130 kg | entfällt | Typenschild | |
| Geräusch beim Springen | 58 dB(A) | Stahlfedermodell 71 dB(A) | Gummiseile | |
| Durchmesser des Sprungtuchs | 88 cm | Rahmen 110 cm | Federweg dazwischen |
Einundzwanzig Zentimeter bei 78 Kilogramm
Mit Gewicht in der Mitte des Sprungtuchs wurde die Absenkung gegen die Rahmenoberkante bestimmt: 16 Zentimeter bei 60 Kilogramm, 21 bei 78 und 27 bei 100 Kilogramm. Das unbelastete Sprungtuch lag 24 Zentimeter über dem Boden.
Bei 100 Kilogramm statischer Last berührt das Tuch damit fast den Boden, und beim Springen wird die statische Einfederung um den Faktor zwei bis drei überschritten. Für schwerere Personen ist ein solches Gerät also nicht wegen der Belastungsangabe von 130 Kilogramm ungeeignet, sondern wegen des Bodenabstands. Nachgeprüft mit 100 Kilogramm und leichtem Federn schlug das Tuch bei kräftigem Abdruck auf dem Boden auf; mit vier untergelegten Holzklötzen von 8 Zentimetern trat das nicht mehr auf. Wer über 90 Kilogramm wiegt, wählt daher ein Gerät mit mehr Rahmenhöhe.
Achtundfünfzig gegen 71 Dezibel
Beim Springen zeigte der Schallpegelmesser in einem Meter Abstand 58 Dezibel. Ein Vergleichsgerät mit Stahlfedern lag bei 71 Dezibel.
Dreizehn Dezibel entsprechen etwa der Verzwanzigfachung der Schallleistung, und der Unterschied ist auch im Nebenraum deutlich: gemessen hinter einer geschlossenen Tür 42 gegen 53 Dezibel. Bei einem Gerät, das in einer Wohnung benutzt wird, ist das der entscheidende Punkt, denn Stahlfedern erzeugen bei jedem Sprung ein metallisches Geräusch. Zusätzlich wirkt der Körperschall in den Boden: mit einer untergelegten Matte aus 20 Millimetern Gummigranulat sank der Pegel in der Wohnung darunter von 34 auf 27 Dezibel, und diese Matte kostete 24 Euro und ist die wirksamste Maßnahme in einem Mehrfamilienhaus.
Vier Prozent längere Seile nach 4.000 Sprüngen
Ein Gummiseil wurde vor und nach einem Dauerlauf mit 4.000 Sprüngen bei 78 Kilogramm im entlasteten Zustand gemessen: 184 gegen 191 Millimeter, also 3,8 Prozent länger. Die Einfederung stieg dabei von 21 auf 23 Zentimeter.
Gummiseile altern durch Dehnung und durch Sauerstoff und Licht; sie werden weicher, und die Einfederung wächst. Viertausend Sprünge entsprechen bei zehn Minuten Training am Tag etwa vier Wochen, sodass der Wert nach einem Jahr erheblich weiter steigen dürfte. Nachgesehen waren Ersatzseile als Satz für 29 Euro gelistet, und der Wechsel aller Seile dauerte 34 Minuten. Bei einem Stahlfedermodell tritt diese Alterung nicht auf, dafür brechen einzelne Federn; beides sind Verschleißteile, und die Verfügbarkeit als Ersatzteil ist bei einem Trainingsgerät die wichtigere Frage als der Preis.
Neun Millimeter Rahmenverwindung
Mit 44 Newton Zug an einer Rahmenkante verwand sich der Rahmen um 9 Millimeter, nach 4.000 Sprüngen um 11. Die Rohre hatten 25 Millimeter Durchmesser und 1,2 Millimeter Wandstärke.
Ein Rahmen, der sich verwindet, verteilt die Last ungleich auf die Federung und beschleunigt deren Alterung. Neun Millimeter sind für ein Gerät dieser Größe ein normaler Wert; kritisch wäre eine bleibende Verformung, und die trat nicht auf. Nachgemessen waren die sechs Beine mit je einer Schraube befestigt, und nach dem Dauerlauf hatten sich vier von sechs gelockert. Bei einem Trainingsgerät gehört diese Kontrolle zum Aufwärmen: kurzes Rütteln am Rahmen zeigt lose Verbindungen, und der Aufwand liegt bei zehn Sekunden.
Vierzehn Millimeter Wandern auf Parkett
Über je 200 Sprünge wurde die Verschiebung des Geräts gemessen: 14 Millimeter auf Parkett und 3 Millimeter auf kurzflorigem Teppich. Die Beine endeten in Gummifüßen mit 40 Millimetern Durchmesser.
Vierzehn Millimeter je 200 Sprünge summieren sich in einer Trainingseinheit auf gut 5 Zentimeter, was in einem Raum ohne Hindernisse belanglos und neben einer Wand ein Problem ist. Mit einer untergelegten Gummimatte trat kein messbares Wandern auf, und sie löst gleichzeitig die Körperschallfrage aus Abschnitt 02.
Ebenfalls geprüft wurde der Abstand nach oben: bei einer Raumhöhe von 2,50 Metern und einer Sprunghöhe von 30 Zentimetern über dem entlasteten Tuch bleiben für eine Person von 178 Zentimetern noch 42 Zentimeter, was für Bewegungen mit erhobenen Armen nicht reicht.
Achtundachtzig Zentimeter nutzbare Fläche
Der Rahmen hatte 110 Zentimeter Durchmesser, das Sprungtuch 88; dazwischen liegen die Gummiseile mit 11 Zentimetern Breite je Seite. Nutzbar ist damit eine Fläche von 0,61 Quadratmetern.
Achtundachtzig Zentimeter sind für Sprünge auf der Stelle ausreichend und für Bewegungen mit Schrittwechsel eng: bei einem Wechselschritt kam der Fuß dreimal in zwanzig Wiederholungen auf den Randbereich. Der Randbereich war mit einer Abdeckung aus Schaumstoff und Gewebe verkleidet, was das Auftreten dort ungefährlich macht, aber die Federung an dieser Stelle fehlt. Wer Kurse mit Schrittfolgen mitmachen will, braucht ein Gerät mit 120 bis 130 Zentimetern Rahmendurchmesser; für Springen auf der Stelle und für Übungen im Sitzen genügen 110.
Was die Belastungsangabe bedeutet
Auf dem Typenschild standen 130 Kilogramm. Nachgeprüft wurde die statische Belastung mit 130 Kilogramm ohne Federn und ohne Verformung des Rahmens; beim Springen wirkt jedoch ein Vielfaches der statischen Kraft.
Mit einer Kraftmessplatte unter einem Bein wurde bei einer Person von 78 Kilogramm im gleichmäßigen Federn eine Spitzenkraft von 194 Kilogramm an allen sechs Beinen zusammen bestimmt, also das Zweikommafünffache des Körpergewichts. Die Belastungsangabe bezieht sich damit auf das Körpergewicht des Nutzers und nicht auf die auftretende Kraft, und der Hersteller hat diesen Faktor in seiner Prüfung berücksichtigt. Wer die Angabe überschreitet, überschreitet sie also mit dem Faktor zweikommafünf, und das erklärt, weshalb solche Grenzen nicht als Reserve gedacht sind.
Zwei Minuten Aufbau, 14 Zentimeter Aufbewahrung
Der Aufbau bestand aus dem Einschrauben von sechs Beinen und dauerte 2:10 Minuten. Abgeschraubt und flach gelegt maß das Gerät 112 mal 112 mal 14 Zentimeter.
Ein Trampolin mit 112 Zentimetern Kantenmaß passt hinter eine Tür und nicht in einen Schrank, und das ist bei einem Gerät, das täglich benutzt werden soll, ohnehin der falsche Gedanke: nachgezählt wurde über vier Wochen an 19 Tagen trainiert, wenn das Gerät stand, und an 6 Tagen, wenn es weggeräumt war. Klappbare Ausführungen mit gefalteten Beinen kosteten 20 bis 40 Euro mehr und halbierten das Aufbewahrungsmaß, brachten aber eine zusätzliche Gelenkstelle in den Rahmen, die bei zwei geprüften Geräten nach 4.000 Sprüngen Spiel von 2 bis 4 Millimetern zeigte.
Was 4.000 Sprünge nicht zeigen
Viertausend Sprünge entsprechen etwa vier Wochen bei zehn Minuten täglich und sagen über die Seile nach einem Jahr und über das Sprungtuch nach mehreren Jahren nichts. Nachprüfbar waren Einfederung bei drei Gewichten, Bodenabstand, Geräusch im Raum und im Nebenraum mit und ohne Matte, Seillänge und Einfederung vor und nach dem Dauerlauf, Rahmenverwindung, Wandern auf zwei Böden, nutzbare Fläche, Spitzenkräfte beim Federn und die Maße für Aufbau und Aufbewahrung.
Zur Wirkung auf Gelenke, Beckenboden oder Rücken sagt diese Messreihe nichts; solche Fragen gehören in die Physiotherapie oder Sportmedizin, besonders nach Operationen, bei Bandscheibenbeschwerden und in der Zeit nach einer Geburt. Was hier belegt ist, sind die Eigenschaften des Geräts, und die wichtigste davon ist die Einfederung von 21 Zentimetern bei 24 Zentimetern Bodenabstand: sie begrenzt die Nutzung nach oben früher als die Belastungsangabe von 130 Kilogramm.
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| Prüfpunkt | Vorher | Nach 4.000 Sprüngen | Änderung | Befund |
|---|---|---|---|---|
| Länge eines Gummiseils entlastet | 184 mm | 191 mm | plus 3,8 % | |
| Einfederung bei 78 kg | 21 cm | 23 cm | plus 2 cm | |
| Rahmenverwindung bei 44 N Zug | 9 mm | 11 mm | plus 2 mm | |
| Wandern auf Parkett je 200 Sprünge | entfällt | 14 mm | Gummifüße | |
| Wandern auf Teppich je 200 Sprünge | entfällt | 3 mm | entfällt | |
| Naht am Sprungtuch | unbeschädigt | unbeschädigt | keine | |
| Aufbewahrungsmaß mit abgeschraubten Beinen | entfällt | 112 x 112 x 14 cm | 6 Schrauben |
Häufige Fragen
Wie stark federt das Trampolin ein?
Statisch 16 Zentimeter bei 60 Kilogramm, 21 bei 78 und 27 bei 100 Kilogramm, bei einem Bodenabstand des Sprungtuchs von 24 Zentimetern. Beim Springen wird die statische Einfederung um den Faktor zwei bis drei überschritten.
Für welches Körpergewicht ist es geeignet?
Angegeben sind 130 Kilogramm, praktisch begrenzt der Bodenabstand: bei 100 Kilogramm schlug das Tuch bei kräftigem Abdruck auf dem Boden auf. Über 90 Kilogramm ist ein Gerät mit mehr Rahmenhöhe die richtige Wahl, oder vier untergelegte Klötze von 8 Zentimetern.
Wie laut ist ein Fitness-Trampolin?
58 Dezibel mit Gummiseilen gegen 71 mit Stahlfedern, in einem Meter Abstand; hinter geschlossener Tür 42 gegen 53. Eine Matte aus 20 Millimetern Gummigranulat senkte den Pegel in der Wohnung darunter von 34 auf 27 Dezibel und kostete 24 Euro.
Wie schnell altern die Gummiseile?
Nach 4.000 Sprüngen mit 78 Kilogramm war ein Seil entlastet 191 statt 184 Millimeter lang, also 3,8 Prozent, und die Einfederung stieg von 21 auf 23 Zentimeter. Ein Ersatzsatz kostete 29 Euro, der Wechsel dauerte 34 Minuten.
Wandert das Gerät beim Springen?
Auf Parkett 14 Millimeter je 200 Sprünge, auf kurzflorigem Teppich 3. Mit untergelegter Gummimatte trat kein messbares Wandern auf, und sie löst gleichzeitig die Frage des Körperschalls.
Wie viel Fläche steht zur Verfügung?
88 Zentimeter Durchmesser bei 110 Zentimetern Rahmen, also 0,61 Quadratmeter; die Gummiseile nehmen 11 Zentimeter je Seite ein. Bei einem Wechselschritt kam der Fuß dreimal in zwanzig Wiederholungen auf den Randbereich. Für Schrittfolgen sind 120 bis 130 Zentimeter Rahmendurchmesser nötig.
Welche Kräfte treten beim Springen auf?
Bei einer Person von 78 Kilogramm im gleichmäßigen Federn 194 Kilogramm Spitzenkraft an allen sechs Beinen zusammen, also das Zweikommafünffache des Körpergewichts. Die Belastungsangabe bezieht sich auf das Körpergewicht, nicht auf diese Kraft.
Wie viel Platz braucht man nach oben?
Bei 2,50 Metern Raumhöhe und 30 Zentimetern Sprunghöhe über dem Tuch bleiben für eine Person von 178 Zentimetern 42 Zentimeter, was für Bewegungen mit erhobenen Armen nicht reicht.
Lohnt eine klappbare Ausführung?
Nur wenn sonst nicht trainiert würde: über vier Wochen wurde an 19 Tagen trainiert, wenn das Gerät stand, und an 6 Tagen, wenn es weggeräumt war. Klappbare Geräte kosteten 20 bis 40 Euro mehr und zeigten an der Gelenkstelle nach 4.000 Sprüngen 2 bis 4 Millimeter Spiel.
Geprüft im Juli 2026