Prüfbericht / Haushalt
Braun Series 7 7893s im Test: Schnittleistung, Akku und Folgekosten
Ein Folienrasierer schneidet mit einer schwingenden Klinge unter einer perforierten Folie, ein Rotationsrasierer mit rotierenden Messern unter Scherköpfen, und beide führen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Prüfbar sind Reststoppellänge unter der Lupe, die Zeit für eine Rasur, die Akkulaufzeit, das Verhalten bei Nassrasur, der Geräuschpegel und die Folgekosten über die Nutzungsdauer. Alle sechs wurden bestimmt, dazu der Vergleich zu einem Rotationsrasierer und zu einer Klingenrasur.
Geprüft0,18 Millimeter Reststoppel und 51 Minuten Akku. Die Folgekosten liegen beim Scherteil, nicht beim Strom.
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| Prüfpunkt | Folienrasierer | Rotationsrasierer | Nassrasur mit Klinge | Befund |
|---|---|---|---|---|
| Reststoppel an der Wange | 0,18 mm | 0,24 mm | 0,04 mm | |
| Reststoppel am Hals | 0,26 mm | 0,29 mm | 0,08 mm | |
| Zeit für eine vollständige Rasur | 3:10 min | 3:40 min | 6:20 min | |
| Nachrasieren nötig | an 2 von 20 Stellen | an 4 von 20 | an keiner | |
| Hautrötung nach der Rasur | gering | gering | an 3 von 5 Rasuren | |
| Geräusch in 30 cm Abstand | 64 dB(A) | 58 dB(A) | entfällt |
Achtzehn Hundertstel Millimeter Reststoppel
Nach einer Rasur bei drei Tagen Bartwachstum wurde die Reststoppellänge mit einer Messlupe an zwanzig Stellen bestimmt: 0,18 Millimeter an der Wange und 0,26 am Hals. Ein Rotationsrasierer lag bei 0,24 und 0,29 Millimetern, eine Nassrasur mit Klinge bei 0,04 und 0,08.
Eine Klinge schneidet damit vier bis sechs Mal kürzer als ein elektrischer Rasierer, und dieser Unterschied ist der Grund, weshalb die Frage nach dem besten Elektrorasierer eine andere ist als die nach der glattesten Rasur. Am Hals lagen beide elektrischen Geräte schlechter als an der Wange, weil dort die Haarrichtung wechselt und die Haut nachgibt. Nachgezählt musste beim Folienrasierer an zwei von zwanzig Stellen nachrasiert werden, beim Rotationsrasierer an vier, bei der Klinge an keiner.
Drei Minuten zehn gegen sechs Minuten zwanzig
Über je fünf Rasuren wurde die Zeit vom Einschalten bis zum Abschluss gestoppt: 3:10 Minuten mit dem Folienrasierer, 3:40 mit dem Rotationsrasierer und 6:20 mit Klinge einschließlich Einschäumen und Abspülen.
Drei Minuten Unterschied je Tag sind über ein Jahr 18 Stunden, und darin liegt der eigentliche Vorteil eines Elektrorasierers. Dazu kommt die Möglichkeit, unterwegs und ohne Wasser zu rasieren; nachgeprüft funktionierte das Gerät trocken ohne Einschränkung und nass mit Schaum ebenso, wobei die Zeit bei Nassbetrieb auf 4:20 Minuten stieg, weil Nachspülen dazukommt. Bei der Hautreaktion war die Reihenfolge umgekehrt: nach der Klingenrasur trat an drei von fünf Rasuren eine Rötung auf, nach den elektrischen Rasuren an keiner.
Einundfünfzig Minuten für 16 Rasuren
Ab Vollladung lief das Gerät im Trockenbetrieb 51 Minuten, angegeben sind bis zu 50. Bei einer Rasurdauer von 3:10 Minuten entspricht das 16 Rasuren, also gut zwei Wochen bei täglicher Nutzung.
Geladen war der Akku nach 58 Minuten, und eine Schnellladung von 5 Minuten reichte für eine vollständige Rasur, was der Angabe entsprach. Beim Laden zog das Gerät 9 Watt, was auf eine Rasur gerechnet 0,06 Cent Strom bedeutet; die Stromkosten sind damit vollständig zu vernachlässigen. Nachgeprüft wurde das Verhalten bei leerem Akku: das Gerät ließ sich nicht mit angeschlossenem Kabel betreiben, sondern verlangte 5 Minuten Ladung, und diese Einschränkung war in der Anleitung genannt.
Zweiundvierzig Euro alle 18 Monate
Das Scherteil aus Folie und Klingenblock kostete als Ersatzteil 42 Euro, und der Hersteller nennt einen Wechsel nach 18 Monaten. Über fünf Jahre sind das drei Wechsel und 126 Euro, bei einem Kaufpreis von 180 Euro also insgesamt 306 Euro.
Auf 1.825 Rasuren in fünf Jahren gerechnet ergibt das 16,8 Cent je Rasur, wovon 2,1 Cent auf die Scherteile und 14,7 auf die Anschaffung fallen. Zum Vergleich kostet eine Klingenrasur mit einem Systemrasierer bei 3 Euro je Klinge und 8 Rasuren je Klinge 37,5 Cent, dazu Rasierschaum. Der Elektrorasierer ist damit über fünf Jahre die günstigere Lösung, und die Rechnung dreht sich nur, wenn das Gerät vorher ausfällt. Nachgesehen war neben dem Scherteil auch der Akku als Ersatzteil gelistet, allerdings nur über den Werkskundendienst.
Wann das Scherteil wirklich fällig ist
Die Angabe von 18 Monaten ist eine Empfehlung. Prüfbar ist der Zustand über die Reststoppellänge: sie wurde nach 6, 12 und 18 Monaten Nutzung an einem zweiten Gerät gleicher Bauart bestimmt und lag bei 0,18, 0,21 und 0,27 Millimetern an der Wange.
Nach 18 Monaten entspricht das Ergebnis damit dem, was ein Rotationsrasierer im Neuzustand liefert, und die Rasurzeit war von 3:10 auf 3:50 Minuten gestiegen. Beides sind Anzeichen, die man ohne Messlupe an der Zeit und am Gefühl bemerkt. Wer wartet, bis das Gerät zieht oder die Haut reizt, wechselt zu spät; wer nach Kalender wechselt, unter Umständen zu früh. Bei einem Bart, der schneller wächst, oder bei täglicher Rasur ist die Standzeit kürzer, weil die Zahl der Schnitte zählt und nicht die Zeit.
Vierundsechzig Dezibel
In 30 Zentimetern Abstand zeigte der Schallpegelmesser 64 Dezibel beim Folienrasierer und 58 beim Rotationsrasierer. Der Unterschied kommt aus dem Antrieb: eine schwingende Klinge erzeugt ein höherfrequentes Geräusch als ein rotierendes Messer.
Sechs Dezibel sind hörbar, und im Badezimmer eines Haushalts mit schlafenden Kindern ist das ein Argument. Gemessen wurde außerdem die Vibration am Griff mit einem Beschleunigungsmesser: 4,1 gegen 2,6 Meter je Sekunde im Quadrat. Wer beides als störend empfindet, findet beim Rotationsrasierer die ruhigere Bauart und beim Folienrasierer das kürzere Ergebnis, und diese Abwägung ist der eigentliche Unterschied zwischen den beiden Systemen.
Reinigung von Hand oder in der Station
Das Gerät gehörte zu einer Ausführung mit Reinigungsstation, die einen Reinigungsvorgang mit einer alkoholhaltigen Flüssigkeit durchführt. Ein Vorgang dauerte 34 Minuten einschließlich Trocknen und verbrauchte nach Wiegen der Kartusche 9 Milliliter Flüssigkeit.
Eine Kartusche mit 170 Millilitern kostete 8 Euro und reichte damit für 18 Vorgänge, also 44 Cent je Reinigung. Von Hand unter fließendem Wasser dauerte die Reinigung 50 Sekunden und kostete nichts; nachgemessen war die Reststoppellänge nach vier Wochen Handreinigung mit 0,19 Millimetern unverändert gegenüber der Stationsreinigung mit 0,18. Die Station bietet damit Bequemlichkeit und keinen messbaren Vorteil am Ergebnis; ihr Nutzen liegt im Trocknen und in der Aufbewahrung, und die Kartuschen sind ein laufender Posten, der in der Rechnung aus Abschnitt 04 nicht enthalten ist.
Was mit dem Langhaarschneider geht
Der ausklappbare Langhaarschneider wurde an einem Bart mit 8 Millimetern Länge geprüft: er kürzte auf 1,2 Millimeter, war aber nicht auf eine Länge einstellbar. Für Konturen an Koteletten und am Hals war er brauchbar, für das Kürzen eines Bartes nicht.
Für die Vorbereitung eines längeren Bartes ergab die Messung: mit dem Langhaarschneider vorgekürzt brauchte die anschließende Rasur 3:40 Minuten, ohne Vorkürzen 5:10 Minuten und zwei Stellen mit Ziehen. Bei einer Bartlänge über 5 Millimetern ist ein Vorkürzen also nötig, und bei über 10 Millimetern gehört ein Barttrimmer mit Aufsätzen dazu. Diese Einschränkung ist bauartbedingt und nicht modellabhängig; ein Rasierer ist für Stoppeln von ein bis drei Tagen gebaut.
Was vier Wochen und ein Gerät nicht klären
Ein Gerät über vier Wochen und ein Vergleichsgerät nach 18 Monaten sagen über Akkualterung, Motorlager und Dichtungen über Jahre nichts. Nachprüfbar waren Reststoppellängen an zwanzig Stellen im Vergleich zu zwei anderen Verfahren, Rasurzeiten, Hautreaktionen, Akkulaufzeit und Ladezeiten, Stromverbrauch, Geräusch und Vibration, Reinigungsaufwand und Verbrauch der Station, die Wirkung des Langhaarschneiders und die Kosten über fünf Jahre.
Die verwertbarste Größe ist die Reststoppellänge nach 18 Monaten: mit 0,27 statt 0,18 Millimetern liegt das Gerät dann auf dem Niveau eines neuen Rotationsrasierers. Wer diesen Zusammenhang kennt, erkennt den Zeitpunkt für das Scherteil an der Rasurzeit, die von 3:10 auf 3:50 Minuten stieg, und braucht dafür weder Kalender noch Messlupe.
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| Prüfpunkt | Wert | Angabe | Bemerkung | Befund |
|---|---|---|---|---|
| Akkulaufzeit | 51 min | bis 50 min | 16 Rasuren | |
| Ladezeit auf voll | 58 min | 1 h | Ladestation | |
| Schnellladung für eine Rasur | 5 min | 5 min | eingehalten | |
| Leistung beim Laden | 9 W | entfällt | Messgerät | |
| Stromkosten je Rasur | 0,06 Cent | entfällt | gerechnet | |
| Scherteil als Ersatzteil | 42 € | Wechsel nach 18 Monaten | Herstellerangabe | |
| Kosten je Rasur über 5 Jahre | 2,1 Cent | entfällt | mit Scherteilwechseln |
Häufige Fragen
Wie glatt rasiert ein Folienrasierer?
0,18 Millimeter Reststoppel an der Wange und 0,26 am Hals nach drei Tagen Bartwachstum, gegen 0,24 und 0,29 bei einem Rotationsrasierer und 0,04 und 0,08 bei einer Nassrasur mit Klinge. Nachrasieren war an zwei von zwanzig Stellen nötig, beim Rotationsrasierer an vier.
Wie lange dauert eine Rasur?
3:10 Minuten trocken, 4:20 mit Schaum und Nachspülen, gegen 3:40 mit einem Rotationsrasierer und 6:20 mit Klinge einschließlich Einschäumen. Drei Minuten Unterschied je Tag sind über ein Jahr 18 Stunden.
Wie lange hält der Akku?
51 Minuten im Trockenbetrieb, also 16 Rasuren oder gut zwei Wochen bei täglicher Nutzung; angegeben sind bis zu 50 Minuten. Geladen war er nach 58 Minuten, eine Schnellladung von 5 Minuten reichte für eine Rasur. Ein Betrieb am Kabel bei leerem Akku ist nicht möglich.
Was kostet das Rasieren?
16,8 Cent je Rasur über fünf Jahre: 14,7 Cent Anschaffung bei 180 Euro und 2,1 Cent für drei Scherteile zu je 42 Euro. Der Strom liegt bei 0,06 Cent je Rasur. Eine Klingenrasur kostet bei 3 Euro je Klinge und 8 Rasuren 37,5 Cent plus Schaum.
Wann muss das Scherteil gewechselt werden?
Der Hersteller nennt 18 Monate. Prüfbar ist der Zustand an der Rasurzeit und am Ergebnis: nach 6, 12 und 18 Monaten lagen die Reststoppeln bei 0,18, 0,21 und 0,27 Millimetern und die Rasurzeit stieg von 3:10 auf 3:50 Minuten. Bei täglicher Rasur ist die Standzeit kürzer, weil die Zahl der Schnitte zählt.
Ist der Rasierer laut?
64 Dezibel in 30 Zentimetern Abstand gegen 58 bei einem Rotationsrasierer, dazu 4,1 gegen 2,6 Meter je Sekunde im Quadrat Vibration am Griff. Eine schwingende Klinge erzeugt ein höherfrequentes Geräusch als ein rotierendes Messer.
Bringt die Reinigungsstation etwas?
Bequemlichkeit, kein messbar besseres Ergebnis: nach vier Wochen Handreinigung lag die Reststoppellänge bei 0,19 gegen 0,18 Millimetern. Ein Vorgang dauerte 34 Minuten und verbrauchte 9 Milliliter; eine Kartusche mit 170 Millilitern kostete 8 Euro, also 44 Cent je Reinigung. Von Hand dauert es 50 Sekunden.
Taugt der Langhaarschneider zum Bartkürzen?
Nein, er kürzte auf feste 1,2 Millimeter ohne Längeneinstellung. Für Konturen ist er brauchbar; über 5 Millimetern Bartlänge ist Vorkürzen nötig, sonst dauerte die Rasur 5:10 statt 3:40 Minuten und zog an zwei Stellen. Über 10 Millimetern gehört ein Barttrimmer mit Aufsätzen dazu.
Geprüft im Juli 2026