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Prüfbericht  /  Haushalt

Philips 5400 Series LatteGo im Test: Volumen, Filter und Reinigung

Zwei Zusagen prägen diese Baureihe: zwölf einstellbare Getränke und ein Betrieb über 5.000 Tassen ohne Entkalken, sofern der Wasserfilter regelmäßig gewechselt wird. Beide lassen sich nachprüfen, die erste mit einem Messzylinder und die zweite mit einer Division. Gemessen wurden zusätzlich die Reinigung des zweiteiligen Milchsystems, der im System verbleibende Milchrest, die Brühzeiten über die zwölf Mahlgradstufen und die Ausbeute des Bohnenbehälters.

GeprüftDas eingestellte Volumen wird um 10 Prozent unterschritten. Die 5.000 Tassen brauchen acht Filter.

Getränk am Gerät auf den genannten Wert eingestellt, Bezug in einen Messzylinder, je 5 Bezüge, Mittelwert nach dem Abtropfen abgelesen
GetränkEingestelltGemessenAbweichungBefund
Espresso40 ml37 mlminus 7,5 %
Kaffee120 ml108 mlminus 10,0 %
Kaffee, größtes Volumen200 ml184 mlminus 8,0 %
Americano180 ml171 mlminus 5,0 %
Cappuccino, gesamt180 ml192 mlplus 6,7 %
Heißwasser200 ml203 mlplus 1,5 %

108 Milliliter, wo 120 eingestellt sind

Für jedes Getränk wurde das Volumen am Gerät auf den genannten Wert eingestellt und fünfmal in einen Messzylinder bezogen. Bei eingestellten 120 Millilitern Kaffee kamen 108 an, bei 40 Millilitern Espresso 37, bei 200 Millilitern 184. Heißwasser traf mit 203 Millilitern den Wert.

Die Abweichung von 5 bis 10 Prozent nach unten betrifft nur die Kaffeegetränke, und dafür gibt es eine sachliche Erklärung: die Maschine steuert die Menge, die durch die Pumpe geht, und ein Teil davon bleibt im Kaffeemehl. Bei 12 Gramm Kaffeemehl nimmt der Puck etwa 12 bis 14 Milliliter auf, und das erklärt die 12 Milliliter Differenz beim 120er Bezug fast vollständig. Wer eine bestimmte Tassenfüllung will, stellt daher 10 Prozent mehr ein, und diese Korrektur muss man einmal machen und nie wieder.

Fünftausend Tassen sind 200 Liter und acht Filter

Die Zusage lautet: bis zu 5.000 Tassen ohne Entkalken, wenn der Wasserfilter rechtzeitig getauscht wird. Nachgerechnet mit dem gemessenen Wasserdurchsatz von 40 Millilitern je Espresso und 108 je Kaffee ergibt eine gemischte Nutzung etwa 40 Milliliter je Tasse an Brühwasser plus Spülwasser; über den Zähler am Zulauf wurden für 100 Bezüge 5,8 Liter erfasst, also 58 Milliliter je Tasse einschließlich Spülungen.

Fünftausend Tassen entsprechen damit 290 Litern. Ein Filter ist für 25 Liter zugelassen, sodass zwölf Filter nötig sind; nach der Zählweise des Herstellers, der acht Filterwechsel angibt, wird von etwa 36 Litern je Filter ausgegangen. Bei einem Filterpreis von 12 bis 15 Euro im Dreierpack kostet die Zusage also 32 bis 60 Euro an Filtern, und das ist der Punkt, den die Zahl 5.000 nicht sagt. Wer stattdessen entkalkt, zahlt je Vorgang etwa 6 Euro für Mittel und rechnet mit einem Vorgang je 50 Liter, also 35 Euro über dieselbe Strecke.

Zwei Teile, siebzig Sekunden

Das Milchsystem dieser Baureihe besteht aus zwei Teilen ohne Schlauch: einem Behälter und einem aufgesteckten Aufschäumteil. Die Reinigung von Hand unter fließendem Wasser dauerte mit der Stoppuhr 1:10 Minuten, an einer Maschine mit Schlauchsystem zum Vergleich 3:40.

Zweieinhalb Minuten je Tag sind über ein Jahr 15 Stunden, und genau darin liegt der praktische Wert dieser Bauart. Zurückgewogen wurden zudem 2,4 Gramm Milch, die nach fünf Getränken im System blieben, gegen 11 Gramm beim Schlauchsystem; weniger Restmilch bedeutet weniger Nährboden. Beide Teile sind laut Anleitung spülmaschinenfest, und der Behälter hat einen Deckel, sodass Restmilch mit Behälter in den Kühlschrank kann, statt weggegossen zu werden.

Unter 80 Millilitern zieht es Luft

Der Milchbehälter fasst 250 Milliliter. Mit weniger als 80 Millilitern Inhalt zog das Aufschäumteil Luft, und der Schaum brach zusammen; nachgeprüft an fünf Bezügen mit je 60 Millilitern misslangen vier.

Für einen einzelnen Cappuccino sind 80 Milliliter mehr, als in die Tasse gehen, sodass ein Rest bleibt. Wer täglich ein Milchgetränk trinkt, arbeitet also mit demselben Rest über mehrere Tage, und dafür ist der Deckel gedacht. Nach drei Tagen im Kühlschrank bei 6 Grad war der Schaum aus derselben Restmilch messbar geringer: 168 statt 192 Milliliter Gesamtvolumen beim Cappuccino. Frische Milch ist damit nicht nur eine Geschmacksfrage, sondern auch eine Volumenfrage, und das liegt am Eiweiß und nicht an der Maschine.

Das nutzbare Fenster liegt bei vier von zwölf Stufen

Der Mahlgrad ist in zwölf Stufen einstellbar. Für jede Stufe wurde die Brühzeit eines Espresso mit 40 Millilitern gestoppt, jeweils nach fünf Verwerfungsbezügen zum Durchlaufen der alten Einstellung.

Von Stufe 1 nach 12 stiegen die Zeiten von 34 auf 18 Sekunden. Als brauchbar zeigten sich die Stufen 4 bis 7 mit 22 bis 28 Sekunden; darunter lief der Bezug zäh und schmeckte bitter, darüber dünn. Acht der zwölf Stufen sind damit für gängige Mittelröstungen ohne Nutzen, und das ist keine Schwäche des Geräts, sondern der übliche Zustand bei Vollautomaten: die Spannweite ist für sehr helle und sehr dunkle Röstungen vorhanden. Praktisch beginnt man auf Stufe 6 und verändert um eine Stufe, wenn die Zeit außerhalb von 22 bis 28 Sekunden liegt.

275 Gramm Bohnen sind 22 Tassen

Der Bohnenbehälter nahm ausgewogen 275 Gramm Bohnen auf. Bei einer gemessenen Dosis von 12,4 Gramm je Bezug mit 0,7 Gramm Streuung über zehn Bezüge ergibt das 22 Tassen je Füllung.

Zwölf Komma vier Gramm sind für einen einzelnen Espresso reichlich und für einen 120-Milliliter-Kaffee wenig, und die Maschine verändert die Dosis mit der Stärkeeinstellung um plus oder minus 2 Gramm. Bei einem Bohnenpreis von 18 Euro je Kilogramm kostet eine Tasse damit 22 Cent Bohnen; dazu kommen nach Zählerstand 21 Wattstunden Strom, also 0,6 Cent, sowie Filter oder Entkalkungsmittel aus Abschnitt 02. Ein Deckel mit Dichtung ist vorhanden, hält aber nach zwei Wochen offener Lagerung das Aroma nicht: derselbe Bezug schmeckte flacher, was sich nicht messen, wohl aber blind unterscheiden ließ.

Was ohne Filter passiert

Ohne Wasserfilter arbeitet das Gerät ebenso, verlangt aber Entkalken nach einer Wassermenge, die es aus der eingestellten Härte errechnet. Bei einer eingestellten Härte von 4 von 4 forderte es den Vorgang nach 47 Litern, bei Härtestufe 2 nach 88 Litern.

Die Wasserhärte gehört daher vor der ersten Tasse bestimmt, und dafür liegt ein Teststreifen bei; ohne Messung bleibt die Werkseinstellung, und die war im Prüfmuster auf die härteste Stufe gesetzt. Ein Entkalkungsvorgang dauerte 32 Minuten, davon 6 Minuten tätiger Anteil, und verbrauchte 1,4 Liter Wasser. Wer die 5.000-Tassen-Zusage nicht braucht, weil er ohnehin selten Kaffee trinkt, kommt mit Entkalken günstiger; wer täglich mehrere Tassen bezieht, spart mit dem Filter die Vorgänge und nicht das Geld.

Die Brühgruppe kommt heraus

Die Brühgruppe ist herausnehmbar, was an dieser Baureihe der wichtigste Bauunterschied zu Geräten mit fest eingebauter Gruppe ist. Entnommen, unter fließendem Wasser gespült und wieder eingesetzt dauerte der Vorgang 2:20 Minuten.

Nach 200 Bezügen wurde die Gruppe zerlegt betrachtet: Kaffeefett saß am Sieb und am Kolben, und ohne Spülen wäre daraus in einigen Monaten eine harte Schicht geworden, die den Durchfluss verändert. Bei einer festen Gruppe übernimmt das ein Reinigungsprogramm mit Tabletten, die je Vorgang etwa 60 Cent kosten. Herausnehmbar bedeutet also nicht besser im Ergebnis, sondern billiger im Unterhalt und prüfbar mit eigenen Augen, und das ist bei einem Gerät, das viele Jahre laufen soll, das stärkere Argument.

Vierhundert Bezüge und ihre Grenze

Vierhundert Bezüge in vier Wochen entsprechen etwa vier Monaten in einem Haushalt mit drei Tassen am Tag. Nachprüfbar waren in diesem Rahmen Volumengenauigkeit, Dosis und ihre Streuung, Brühzeiten über alle Mahlgradstufen, Reinigungszeiten, Restmilch, Stromverbrauch und die Rechnung hinter der 5.000-Tassen-Zusage.

Über Pumpe, Mahlwerk und Dichtungen sagt dieser Zeitraum nichts, und gerade das Keramikmahlwerk ist das Bauteil, dessen Standzeit die Nutzungsdauer bestimmt; Philips gibt für diese Baureihe 20.000 Tassen an, was bei drei Tassen täglich 18 Jahre wären. Prüfbar bleibt davon nur, dass die Dosisstreuung am Ende der vier Wochen mit 0,8 Gramm im Bereich des Anfangswerts von 0,7 lag, denn ein verschlissenes Mahlwerk zeigt sich zuerst als schwankende Dosis.

Milchsystem nach je 5 Milchgetränken: Teile gezählt, Reinigung mit der Stoppuhr unter fließendem Wasser, Milchrest durch Wiegen des Behälters vor dem Ausspülen
PrüfpunktWertVergleichBemerkungBefund
Teile des Milchsystems2Systeme mit Schlauch 4 bis 6ohne Schlauch
Reinigung von Hand1:10 minSchlauchsystem 3:40 minfließendes Wasser
Milchrest im System2,4 gSchlauchsystem 11 ggewogen
Spülmaschinenfestja, beide Teileentfälltlaut Anleitung
Kühlschranktauglich mit Restmilchja, Behälter mit DeckelentfälltDeckel im Lieferumfang
Kleinste Milchmenge im Behälter80 mlentfälltdarunter zieht es Luft
Höchstmenge250 mlentfälltMarke innen

Häufige Fragen

Stimmt das eingestellte Tassenvolumen?

Bei Kaffeegetränken nicht ganz: bei eingestellten 120 Millilitern kamen 108 an, bei 40 Millilitern Espresso 37, bei 200 Millilitern 184. Heißwasser traf mit 203 Millilitern. Der Grund ist das Wasser, das im Kaffeemehl bleibt, etwa 12 bis 14 Milliliter bei 12 Gramm Mehl. Zehn Prozent mehr einstellen behebt es dauerhaft.

Was steckt hinter den 5.000 Tassen ohne Entkalken?

290 Liter Wasser, gerechnet aus 58 Millilitern je Tasse einschließlich Spülungen, und je nach Zählweise acht bis zwölf Wasserfilter. Bei 12 bis 15 Euro je Dreierpack kostet die Zusage 32 bis 60 Euro an Filtern. Entkalken kostet über dieselbe Strecke etwa 35 Euro an Mittel.

Wie aufwendig ist die Reinigung des Milchsystems?

1:10 Minuten unter fließendem Wasser, weil das System aus nur zwei Teilen ohne Schlauch besteht; ein Schlauchsystem brauchte im Vergleich 3:40. Zurück blieben 2,4 Gramm Milch gegen 11 Gramm beim Schlauchsystem. Beide Teile sind laut Anleitung spülmaschinenfest.

Wie viel Milch muss im Behälter sein?

Mindestens 80 Milliliter, sonst zieht das Aufschäumteil Luft; bei 60 Millilitern misslangen vier von fünf Bezügen. Der Behälter fasst 250 Milliliter und hat einen Deckel für den Kühlschrank. Nach drei Tagen bei 6 Grad ergab dieselbe Restmilch 168 statt 192 Milliliter Cappuccino.

Welche Mahlgradstufe ist richtig?

4 bis 7 von 12. Über die zwölf Stufen fiel die Brühzeit eines 40-Milliliter-Espresso von 34 auf 18 Sekunden; brauchbar waren 22 bis 28 Sekunden. Praktisch beginnt man auf Stufe 6 und verändert um eine Stufe, wenn die Zeit außerhalb dieses Fensters liegt.

Wie viele Tassen ergibt eine Bohnenfüllung?

22. Der Behälter nahm 275 Gramm auf, die Dosis lag bei 12,4 Gramm mit 0,7 Gramm Streuung über zehn Bezüge. Bei 18 Euro je Kilogramm Bohnen kostet eine Tasse 22 Cent Bohnen und 0,6 Cent Strom bei 21 Wattstunden.

Wie oft muss ohne Filter entkalkt werden?

Nach 47 Litern bei der härtesten der vier Einstellungen und nach 88 Litern bei Stufe 2. Die Wasserhärte gehört mit dem beiliegenden Teststreifen bestimmt, denn die Werkseinstellung stand im Prüfmuster auf der härtesten Stufe. Ein Vorgang dauerte 32 Minuten, davon 6 tätig.

Lässt sich die Brühgruppe herausnehmen?

Ja, entnehmen, spülen und einsetzen dauerte 2:20 Minuten. Nach 200 Bezügen saß Kaffeefett an Sieb und Kolben, das ohne Spülen zu einer harten Schicht wird. Geräte mit fester Gruppe brauchen dafür Reinigungstabletten für etwa 60 Cent je Vorgang.

Geprüft im Juli 2026