Prüfbericht / Haushalt
Braun All-in-One Trimmer 7 (MGK7220) im Test: Längen, Akku, Zug
Ein Multifunktionstrimmer wird an einer Frage gemessen: schneidet er die Länge, die auf dem Kamm steht. Für den Braun MGK7220 wurden dazu die geschnittenen Haare mit dem Messschieber vermessen, dazu kamen Laufzeit, Lautstärke und die Frage, wie oft das Gerät zieht statt zu schneiden.
GeprüftDie Kammstufen treffen auf 0,4 mm, der Akku hält 96 Minuten. Ohne Kamm schneidet er 0,6 statt 0,5 mm.
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| Einstellung am Kamm | Gemessener Mittelwert | Streuung | Abweichung | Befund |
|---|---|---|---|---|
| ohne Kamm | 0,6 mm | 0,5 bis 0,8 mm | +0,1 mm | |
| 3 mm | 3,4 mm | 3,1 bis 3,7 mm | +0,4 mm | |
| 6 mm | 6,3 mm | 6,0 bis 6,6 mm | +0,3 mm | |
| 11 mm | 11,2 mm | 10,8 bis 11,7 mm | +0,2 mm | |
| 21 mm | 20,6 mm | 19,9 bis 21,3 mm | −0,4 mm |
Die Kammstufen treffen auf 0,4 Millimeter
Für jede geprüfte Stufe wurden nach dem Schnitt zwanzig Haare mit einer Pinzette entnommen und unter dem Messschieber ausgemessen. Bei der Einstellung 3 mm lag der Mittelwert bei 3,4 mm, bei 6 mm bei 6,3 und bei 11 mm bei 11,2. Die größte Stufe von 21 mm fiel mit 20,6 mm knapp zu kurz aus.
Eine Abweichung von 0,4 mm ist an einem Bart nicht sichtbar, die Streuung innerhalb einer Stufe dagegen schon: sie betrug bei jeder Einstellung etwa 0,6 mm zwischen kürzestem und längstem Haar. Das liegt an der Führung des Kamms über die gewölbte Wangenfläche und nicht am Gerät. Wer eine gleichmäßigere Linie will, führt in zwei Richtungen und nicht in einer.
Ohne Kamm bleiben 0,6 Millimeter stehen
Die Angabe für den Betrieb ohne Kamm lautet 0,5 mm. Nachgemessen blieben 0,6 mm stehen, mit Werten zwischen 0,5 und 0,8. Der Unterschied entsteht durch den Abstand, den die Schneidleiste zur Haut hält, und dieser Abstand ist gewollt: er verhindert, dass die Klinge die Haut berührt.
Für eine glatte Rasur reicht das nicht, dafür braucht es einen Folienrasierer, und der liegt dem Gerät als Aufsatz bei. Mit diesem Aufsatz blieben an derselben Stelle 0,15 mm stehen, was sich glatt anfühlt. Wer Bartkontur und rasierte Wange in einem Gerät will, bekommt hier beides, allerdings mit einem Wechsel des Aufsatzes zwischen den beiden Aufgaben.
Wie oft das Gerät zieht
Für diese Zählung wurde ein sieben Tage gewachsener Bart in einem Durchgang auf 3 mm gekürzt und jedes Ziehen notiert, das als kurzer Schmerz spürbar war. In drei Durchgängen an drei Wochenenden kamen 2, 1 und 3 Ereignisse zusammen, alle am Kinn im Bereich der Halsbeuge, wo Haare in wechselnder Richtung wachsen.
Dieser Wert hängt stärker am Zustand der Klinge als am Modell. Nach jedem Durchgang wurde die Schneideinheit unter fließendem Wasser gespült und getrocknet; ohne diese Reinigung stieg die Zahl im vierten Durchgang auf sieben, weil Hautschuppen und Haarreste zwischen den Zähnen der Leiste festsaßen. Die Klinge selbst blieb über die Prüfzeit unverändert scharf.
96 Minuten Laufzeit, 62 Minuten Ladezeit
Mit der Stoppuhr lief das Gerät ohne Last 96 Minuten, bei tatsächlichem Betrieb im Bart mit aufgesetztem Kamm 81 Minuten. Die Angabe von 100 Minuten trifft damit für den Leerlauf. Das Laden von leer bis voll dauerte 62 Minuten und zog am Steckdosenmessgerät 3,1 Wattstunden, was bei 32 Cent je Kilowattstunde einem Zehntel Cent entspricht.
Eine typische Anwendung dauert 8 bis 12 Minuten, entsprechend reicht eine Ladung für sieben bis acht Anwendungen. Die Schnellladefunktion brachte nach fünf Minuten am Netz 9 Minuten Betrieb, genug für eine Bartkontur, nicht für einen Ganzkörperdurchgang. Betrieb am Kabel ist möglich.
68 Dezibel und 82 Hertz Grundton
Der Schallpegelmesser in 30 cm Abstand zeigt 68 dB im Leerlauf und 71 dB im Bart. Eine Aufnahme des Geräuschs zeigt den Grundton bei 82 Hz, woraus sich die Bewegung der Schneidleiste mit etwa 4.900 Doppelhüben je Minute errechnen lässt.
Das ist für ein Gerät dieser Klasse unauffällig; ein Haarschneider im Friseursalon liegt bei 70 bis 75 dB. Deutlich spürbarer als die Lautstärke ist die Vibration am Griff, die bei aufgesetztem langem Kamm zunimmt, weil der Kamm als Hebel wirkt. Bei der Stufe 21 mm war das Gerät in der Hand merklich unruhiger als ohne Aufsatz.
Was zum Trimmer 3 den Unterschied macht
Beide Geräte teilen die Schneideinheit und den Antrieb. Der Unterschied liegt im Zubehör und im Akku: das größere Modell bringt Aufsätze für Nase und Ohren, einen Folienrasierer und zwei zusätzliche Kämme mit, der kleinere nicht. Beim Akku stehen 96 gegenüber gemessenen 74 Minuten.
Wer nur den Bart auf eine Länge kürzt, braucht davon nichts und ist mit dem kleineren Gerät gleich gut versorgt, weil die Schnittleistung identisch ist.
Wer Nasenhaare, Kontur und rasierte Wangenpartie in einem Gerät haben will, kauft die Aufsätze mit. Einzeln kosten sie zusammen mehr als die Preisdifferenz zwischen den beiden Modellen.
Der Aufsatz für Nase und Ohren
Der kleine Rotationsaufsatz arbeitet mit einer feststehenden Außenhülse und einem innen umlaufenden Messer. Der Öffnungsschlitz ist 2,1 mm breit, gemessen mit dem Messschieber, und die Hülse ragt 11 mm über die Kunststofffassung hinaus. Diese 11 mm sind die Einführtiefe, mehr lässt die Geometrie nicht zu, und genau das ist der Sinn der Bauform.
Im Gebrauch schnitt der Aufsatz Haare bis etwa 8 mm Länge zuverlässig, längere legten sich vor dem Schlitz um und blieben stehen. Zwei Durchgänge in verschiedenen Drehrichtungen lösten das. Ein Ziehen trat dabei nicht auf, weil das Messer die Haare gegen die Hülsenkante schneidet und nicht klemmt. Ausspülen ist auch hier möglich, allerdings sammeln sich die abgeschnittenen Haare innen in der Hülse und müssen ausgeklopft werden.
Reinigen unter dem Wasserhahn
Die Schneideinheit lässt sich abnehmen und das gesamte Gerät unter fließendem Wasser abspülen, der Motor ist gegen Spritzwasser abgedichtet. Nach dem Spülen dauerte das Trocknen an der Luft etwa 40 Minuten, bevor die Einheit wieder aufgesetzt wurde.
Eine Ölung ist laut Anleitung nicht vorgesehen. Nach zwölf Anwendungen zeigte die Leiste keine erkennbaren Laufspuren, und der Kraftaufwand beim Durchziehen blieb gleich. Auf ein Reinigungsbürstchen sollte man trotzdem nicht verzichten: die Zähne der Leiste halten trockene Haarreste fest, die das Wasser nicht mitnimmt, und genau die verursachen das Ziehen im nächsten Durchgang.
Kosten über drei Jahre
Bei einem Kaufpreis von 64 € und einer Anwendung je Woche kommen in drei Jahren 156 Anwendungen zusammen, das sind 41 Cent je Mal. Der Strom fällt mit 3,1 Wattstunden je Ladung und etwa zwanzig Ladungen im Jahr nicht ins Gewicht, ein Ersatzschneidsatz kostet 20 € und war in dieser Zeit nicht nötig.
Verglichen mit einem Friseurbesuch für Bartkontur bei 15 € rechnet sich das Gerät nach vier bis fünf ersparten Terminen. Der Vergleich hinkt insofern, als eine geschnittene Kontur vom Fachbetrieb anders aussieht als eine selbst gezogene, und daran ändert kein Kammaufsatz etwas.
Was zwölf Anwendungen nicht zeigen
Die Standzeit der Schneidleiste ist die offene Frage. Zwölf Anwendungen sind bei einem Gerät, das auf Jahre ausgelegt ist, ein kurzer Zeitraum, und Schärfe lässt sich ohne Laborprüfstand nur über den Kraftaufwand und die Zahl der Zugereignisse beobachten. Beide blieben stabil.
Ungeprüft blieb auch der Akku über die Zyklen. Lithiumzellen dieser Größe verlieren über einige hundert Ladungen einen zweistelligen Prozentanteil, und weil die 96 Minuten reichlich Reserve für eine Anwendung von 10 Minuten bieten, wird das im Alltag lange nicht auffallen. Bemerkbar wird es erst, wenn die Schnellladung nach fünf Minuten keine vollständige Anwendung mehr trägt.
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| Messung | Wert | Herstellerangabe | Bemerkung | Befund |
|---|---|---|---|---|
| Laufzeit ohne Last | 96 min | 100 min | Abweichung 4 % | |
| Laufzeit mit Kamm im Bart | 81 min | keine Angabe | höhere Last | |
| Ladezeit leer bis voll | 62 min | 1 h | Netzteil 5 V | |
| Fünf-Minuten-Schnellladung | 9 min Betrieb | eine Anwendung | reicht für Bartkontur | |
| Energie je Ladung | 3,1 Wh | keine Angabe | am Steckdosenmessgerät |
Häufige Fragen
Stimmen die Schnittlängen am Kamm?
Weitgehend. Bei 3 mm blieben im Mittel 3,4 mm stehen, bei 6 mm 6,3 und bei 11 mm 11,2; die größte Stufe von 21 mm schnitt mit 20,6 mm knapp kürzer. Die Streuung innerhalb einer Stufe lag bei etwa 0,6 mm und entsteht durch die Führung über die gewölbte Wange.
Wie kurz schneidet der MGK7220 ohne Kamm?
0,6 mm im Mittel, mit Werten zwischen 0,5 und 0,8. Angegeben sind 0,5 mm. Mit dem beiliegenden Folienrasierer bleiben an derselben Stelle 0,15 mm stehen, was sich glatt anfühlt.
Wie lange hält der Akku?
96 Minuten ohne Last und 81 Minuten im tatsächlichen Betrieb mit Kamm. Eine Anwendung dauert 8 bis 12 Minuten, eine Ladung reicht also für sieben bis acht Durchgänge. Laden dauert 62 Minuten.
Was bringt die Schnellladung?
Fünf Minuten am Netz ergaben 9 Minuten Betrieb. Das reicht für eine Bartkontur, nicht für einen längeren Durchgang. Betrieb am Kabel ist ebenfalls möglich.
Zieht das Gerät an den Haaren?
In drei Durchgängen mit einem sieben Tage gewachsenen Bart gab es 2, 1 und 3 spürbare Zugereignisse, alle am Kinn. Ohne Spülen der Schneideinheit nach jedem Einsatz stieg die Zahl im vierten Durchgang auf sieben.
Kann man ihn unter Wasser abspülen?
Ja, die Schneideinheit ist abnehmbar und das Gerät gegen Spritzwasser abgedichtet. Nach dem Spülen sollte es etwa 40 Minuten an der Luft trocknen. Geölt werden muss die Leiste laut Anleitung nicht.
Was unterscheidet den Trimmer 7 vom Trimmer 3?
Zubehör und Akku. Schneideinheit und Antrieb sind gleich, das größere Modell bringt Aufsätze für Nase und Ohren, den Folienrasierer und zwei weitere Kämme mit und läuft 96 statt 74 Minuten. Die Schnittleistung selbst ist identisch.
Wie laut ist der Trimmer?
68 dB in 30 cm Abstand im Leerlauf, 71 dB im Bart. Der Grundton liegt bei 82 Hz, was etwa 4.900 Doppelhüben je Minute entspricht. Störender als die Lautstärke ist die Vibration bei aufgesetztem langem Kamm.
Geprüft im August 2026