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Prüfbericht  /  Elektronik

Denon DHT-S316 im Test: Tiefton, Sprache und Aufstellung des Subwoofers

Eine Soundbar mit separatem Funk-Subwoofer für 279 Euro wird an zwei Dingen gemessen: wie tief der Bass wirklich reicht und ob Dialoge in einem Film verständlich bleiben. Beides lässt sich mit einem Messmikrofon und einem Sinusdurchlauf am Hörplatz feststellen, und beim Bass hängt das Ergebnis stärker vom Zimmer ab als von der Anlage.

Geprüft42 Hz untere Grenze und verständliche Dialoge. Der Standort des Subwoofers entscheidet über 8 dB im Bass.

Denon DHT-S316 am Hörplatz in 2,5 m Entfernung, Sinusdurchlauf, Bezugspegel 1 kHz, Wohnzimmer mit 24 m²
KonfigurationUntere Grenze bei −6 dBPegel bei 50 HzMaximalpegelBefund
Soundbar allein78 Hz−17 dB84 dB
Mit Subwoofer, Werkseinstellung42 Hz−4 dB92 dB
Mit Subwoofer, Pegel −345 Hz−7 dB90 dB
Nur Subwoofer38 Hz−2 dB87 dB
Fernseherlautsprecher, Vergleich112 Hz−26 dB76 dB

42 Hertz mit Subwoofer, 78 ohne

Der Sinusdurchlauf am Hörplatz zeigt für die Soundbar allein eine untere Grenze von 78 Hz, gerechnet als Punkt mit 6 dB Abfall gegenüber 1 kHz. Mit zugeschaltetem Subwoofer sinkt dieser Punkt auf 42 Hz, und bei 50 Hz fehlen nur noch 4 dB statt 17. Die Lautsprecher des Fernsehers, mit denen die Anlage verglichen wurde, geben bei 112 Hz auf.

Diese 36 Hertz Differenz zwischen Bar und Bar-plus-Subwoofer sind hörbar der ganze Unterschied. Explosionen, Türenschlagen und die tiefe Männerstimme sitzen genau in diesem Bereich. Der Subwoofer allein reicht bis 38 Hz, was für ein Gehäuse mit 16-cm-Chassis ein ordentlicher Wert ist und zugleich erklärt, warum die tiefsten Kinoeffekte um 25 Hz auch hier nur angedeutet werden.

Acht Dezibel hängen am Standort

Für die zweite Messreihe blieben Anlage, Lautstärke und Mikrofonposition unverändert, nur der Subwoofer wanderte durch fünf Standorte. Der Pegel bei 50 Hz schwankte dabei zwischen minus 4 und plus 4 dB, also über acht Dezibel. Das ist mehr, als die Pegelregelung des Subwoofers in drei Stufen bewirkt.

Der Grund sind Raummoden: bei 24 m² Grundfläche und 2,55 m Deckenhöhe liegen die ersten stehenden Wellen zwischen 32 und 70 Hz, und der Subwoofer regt sie je nach Position unterschiedlich an. In der Zimmerecke wird der Bass laut und langsam, seitlich neben dem Sofa dünn und gleichzeitig ortbar. Der beste Kompromiss lag 60 cm von der Ecke entfernt an der Frontwand.

Wie man den Platz in zehn Minuten findet

Das Verfahren dazu braucht kein Messgerät. Der Subwoofer wird für die Suche auf den Hörplatz gestellt, ein Musikstück mit gleichmäßiger Basslinie läuft in Schleife, und man geht auf allen vieren die Wandlinien ab. Wo der Bass am gleichmäßigsten klingt, steht später der Subwoofer, weil der Weg des Schalls zwischen zwei Punkten in beide Richtungen gleich lang ist.

Nachgeprüft mit dem Messmikrofon stimmte der so gefundene Platz mit dem messtechnisch besten der fünf Standorte überein. Wer sich die Zeit nicht nimmt, verschenkt bei dieser Anlage mehr Klang, als der Aufpreis zum nächstgrößeren Modell bringt.

Dialoge und die Taste dafür

Die Soundbar hat eine Einstellung für Sprache. Am Messmikrofon hebt sie den Bereich zwischen 1,5 und 4 kHz um 3,5 dB an und senkt gleichzeitig alles unter 200 Hz um etwa 2 dB. Genau das ist die richtige Richtung, denn Sprachverständlichkeit scheitert meist nicht an fehlender Höhe, sondern an zu viel Grundton, der die Konsonanten verdeckt.

Im Hörtest mit einer Filmszene mit Hintergrundmusik war der Effekt deutlich: die gleiche Passage musste ohne diese Einstellung zwei Lautstärkestufen höher laufen, um gleich verständlich zu sein. Für Nachrichten und Dokumentationen ist die Einstellung dauerhaft brauchbar, bei Musik nimmt sie dem Klang die Fülle.

Anschlüsse und die Verzögerung des Bildes

An der Rückseite sitzen HDMI mit ARC, ein optischer Eingang und eine analoge Buchse. Die Verzögerung zwischen Bild und Ton wurde mit einer Klappe und einer Aufnahme bei 240 Bildern je Sekunde bestimmt: 42 Millisekunden über HDMI, 38 über den optischen Eingang und 180 über Bluetooth. 42 Millisekunden liegen unter der Schwelle, ab der Lippen und Ton auseinanderlaufen, und der Fernseher gleicht in der Regel ohnehin nach. Über Bluetooth ist die Verzögerung für Film unbrauchbar, für Musik ohne Bedeutung. Der Funkweg zum Subwoofer arbeitet im 5,8-Gigahertz-Band und war über 8 m und durch eine Wand stabil.

Maximalpegel für 24 Quadratmeter

Am Hörplatz in 2,5 m Entfernung erreicht die Anlage 92 dB, bevor der Klang hörbar zusammenbricht. Ein Kinofilm wird üblicherweise so gemischt, dass laute Szenen 85 dB am Hörplatz erreichen und Dialoge bei etwa 65 dB liegen; für diesen Bereich hat die Anlage 7 dB Reserve.

In einem Raum von 40 m² oder bei offener Verbindung zur Küche schrumpft diese Reserve, weil der Pegel mit der Entfernung sinkt und ein größeres Volumen mehr Leistung braucht. Bis etwa 30 m² ist die Kombination ausreichend dimensioniert, darüber gehört ein größerer Subwoofer dazu.

Was die Anlage im Jahr an Strom kostet

Am Steckdosenmessgerät nimmt die Soundbar im Betrieb bei Zimmerlautstärke 12 W auf, der Subwoofer 11 W, in Summe 23 W. Im Bereitschaftszustand sind es zusammen 1,1 W. Bei drei Stunden Betrieb am Tag ergibt das 25 kWh im Jahr für den Betrieb und 9 kWh für die Bereitschaft.

Bei 32 Cent je Kilowattstunde sind das zusammen elf Euro. Der Bereitschaftsanteil von einem Drittel lässt sich halbieren, weil der Subwoofer eine eigene Netztaste hat; genutzt wird sie in der Praxis selten, weil die Verbindung nach dem Einschalten fünf Sekunden zum Aufbau braucht.

279 Euro gegen 500 Euro

Die Frage nach dem Preis-Leistungs-Verhältnis lässt sich an dieser Klasse gut festmachen. Für 279 Euro liefert die Kombination einen Subwoofer mit eigenem Gehäuse und Verstärker, und dieses Bauteil ist der Grund für die 42 Hz. Soundbars ohne separaten Subwoofer erreichen bei gleichem Preis selten unter 60 Hz, weil ein flaches Gehäuse das Volumen dafür nicht hat.

Was der Aufpreis auf 500 Euro bringt, sind zusätzliche Kanäle nach oben und zur Seite, keine tieferen Bässe. Wer vor allem den Fernsehklang loswerden will, holt mit dieser Anlage den größten Sprung: von 112 Hz unterer Grenze und 76 dB Maximalpegel auf 42 Hz und 92 dB.

Wandmontage und die Höhe der Hochtöner

Die Bar ist 5,5 cm hoch und 89 cm breit, die beiden Bohrlöcher der Wandhalterung liegen 55 cm auseinander. Vor einem Fernseher auf einem 45 cm hohen Sideboard liegt die Achse der Hochtöner bei 50 cm über dem Boden, das Ohr eines sitzenden Zuhörers bei etwa 105 cm.

Diese 55 cm Höhenunterschied auf 2,5 m Entfernung entsprechen einem Winkel von 12 Grad.

Am Messmikrofon kostet dieser Winkel 4 dB bei 10 kHz und 2 dB bei 6 kHz, hörbar als leicht gedeckte Höhen. Mit der Bar an der Wand oberhalb des Bildschirms wird der Winkel nach unten gleich groß, das Ergebnis also nicht besser, nur anders geneigt. Wer sie kippen kann, richtet die Front auf die Ohrhöhe aus und gewinnt diese 4 dB zurück; die mitgelieferte Halterung erlaubt das nicht.

Was am Messplatz offen bleibt

Ein einzelner Raum ist keine Aussage über alle Räume. Die Messreihe zum Standort gilt in ihrer Größenordnung überall, in ihren Einzelwerten nur für dieses Zimmer, weil jede Grundfläche eigene Moden hat. Wer die acht Dezibel bei sich finden will, muss selbst suchen.

Ungeprüft blieb die Zusammenarbeit mit Fernsehern verschiedener Hersteller, insbesondere die Lautstärkeregelung über die Fernbedienung des Fernsehers. Diese Kette hängt an der Umsetzung des HDMI-Standards auf beiden Seiten und funktioniert erfahrungsgemäß in vier von fünf Fällen ohne Einstellung, im fünften erst nach dem Umschalten auf den optischen Eingang.

Pegel bei 50 Hertz am unveränderten Hörplatz, nur der Standort des Subwoofers wurde gewechselt
Standort des SubwoofersPegel bei 50 HzPegel bei 80 HzEindruckBefund
Ecke hinter dem Fernseher+4 dB+1 dBdröhnend
Freistehend an der Frontwand0 dB0 dBBezugswert
Neben dem Sofa, seitlich−4 dB+3 dBdünn und ortbar
Frontwand, 60 cm von der Ecke+2 dB0 dBvoll, nicht dröhnend
Unter einem Sideboard−1 dB−5 dBdumpf

Häufige Fragen

Wie tief reicht der Bass der Denon DHT-S316?

Mit Subwoofer liegt die untere Grenze bei 42 Hz, gerechnet als Punkt mit 6 dB Abfall gegenüber 1 kHz. Die Soundbar allein kommt auf 78 Hz, der Subwoofer allein auf 38 Hz. Die Lautsprecher eines Fernsehers geben im Vergleich bei 112 Hz auf.

Wohin stellt man den Subwoofer?

An die Frontwand, etwa 60 cm von der Ecke entfernt. Über fünf Standorte schwankte der Pegel bei 50 Hz am unveränderten Hörplatz um acht Dezibel: in der Ecke plus 4 dB und dröhnend, seitlich neben dem Sofa minus 4 dB und ortbar.

Wie findet man den Platz ohne Messgerät?

Den Subwoofer für die Suche auf den Hörplatz stellen, ein Stück mit gleichmäßiger Basslinie in Schleife laufen lassen und die Wandlinien in Ohrhöhe des sitzenden Zuhörers abgehen. Wo es am gleichmäßigsten klingt, steht später der Subwoofer. Die Nachmessung bestätigte diesen Platz als den besten der fünf.

Sind Dialoge verständlich?

Mit der Einstellung für Sprache ja. Sie hebt 1,5 bis 4 kHz um 3,5 dB an und senkt alles unter 200 Hz um 2 dB. Dieselbe Filmszene brauchte ohne diese Einstellung zwei Lautstärkestufen mehr für gleiche Verständlichkeit.

Wie groß ist die Tonverzögerung?

42 Millisekunden über HDMI mit ARC, 38 über den optischen Eingang und 180 über Bluetooth. Für Film ist Bluetooth damit unbrauchbar, für Musik ohne Belang. Gemessen wurde mit einer Klappe und einer Aufnahme bei 240 Bildern je Sekunde.

Für welche Zimmergröße reicht die Anlage?

Bis etwa 30 m². Am Hörplatz in 2,5 m Entfernung erreicht sie 92 dB, und laute Filmszenen sind auf rund 85 dB gemischt. In einem 40-Quadratmeter-Raum oder bei offener Küche schmilzt diese Reserve.

Wie viel Strom braucht sie?

23 W im Betrieb, 1,1 W in Bereitschaft. Bei drei Stunden täglich sind das 25 kWh Betrieb und 9 kWh Bereitschaft im Jahr, zusammen etwa elf Euro bei 32 Cent je Kilowattstunde.

Was bringt eine teurere Soundbar?

Zusätzliche Kanäle nach oben und zur Seite, nicht mehr Tiefton. Die 42 Hz kommen vom separaten Subwoofergehäuse, und das haben flache Bars ohne eigenen Würfel nicht. Der große Sprung findet zwischen Fernseherlautsprecher und dieser Klasse statt, nicht zwischen dieser und der nächsten.

Geprüft im August 2026