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Prüfbericht  /  Haushalt

Elektrischer Shisha-Kopf im Test: Temperatur, Leistung, Kosten

Ein elektrischer Shisha-Kopf ersetzt die Kohle durch eine Heizspirale mit Temperaturregelung. Messbar sind daran die Temperatur an der Tabakoberfläche, die Aufheizzeit, die Leistungsaufnahme und die Gleichmäßigkeit über eine Sitzung. Zwei Geräte wurden mit Thermoelementen und Steckdosenmessgerät geprüft, im Vergleich zu einem Kopf mit Naturkohle.

GeprüftKonstante 180 Grad statt schwankender 250 bis 400 bei Kohle. Kohlenmonoxid entfällt, der Tabakrauch nicht.

Temperatur mit Thermoelement Typ K 2 mm unter der Tabakoberfläche, Mittel aus drei Sitzungen von je 45 Minuten
BetriebNach 5 minNach 20 minNach 45 minBefund
Elektrisch, Stufe niedrig148 °C151 °C149 °C
Elektrisch, Stufe mittel179 °C182 °C180 °C
Elektrisch, Stufe hoch208 °C212 °C210 °C
Naturkohle, 3 Würfel268 °C341 °C192 °C
Naturkohle nach Wendenentfällt398 °C Spitzeentfällt

Hundertachtzig Grad, und sie bleiben

Ein Thermoelement zwei Millimeter unter der Tabakoberfläche zeigt auf der mittleren Stufe 179 Grad nach fünf Minuten, 182 nach zwanzig und 180 nach fünfundvierzig. Die Schwankung über eine ganze Sitzung liegt damit unter vier Grad.

Der Kopf mit drei Würfeln Naturkohle verhielt sich völlig anders: 268 Grad nach fünf Minuten, 341 nach zwanzig und 192 nach fünfundvierzig, mit einer Spitze von 398 Grad direkt nach dem Wenden der Kohle. Diese Spanne von über 200 Grad innerhalb einer Sitzung ist der Grund, warum der Geschmack bei Kohle wandert und warum die letzten Minuten anders schmecken als die ersten. Ein elektrischer Kopf hält den Wert, und das ist sein einziger, aber gewichtiger technischer Vorteil.

Was bei 180 Grad passiert und was bei 340

Shisha-Tabak besteht aus Tabak, Glycerin, Zucker und Aromen. Bei etwa 150 bis 200 Grad verdampfen Glycerin und Aromen, und es entsteht der sichtbare Nebel. Oberhalb von etwa 250 Grad beginnt Zucker zu karamellisieren und darüber zu verbrennen, und dabei entstehen zusätzliche Verbrennungsprodukte.

Genau in diesem Bereich liegt der Unterschied der beiden Verfahren. Der elektrische Kopf blieb in allen drei Stufen unter 215 Grad, die Kohle überschritt 250 Grad über 30 der 45 Minuten.

Am Tabakrest war das sichtbar: nach der elektrischen Sitzung war er dunkelbraun und feucht, nach der Kohlesitzung schwarz und trocken, mit 3,1 gegenüber 1,4 Gramm Masseverlust bei gleicher Einwaage von 15 Gramm.

Kohlenmonoxid entfällt

Der wichtigste Unterschied lässt sich mit einem Kohlenmonoxid-Warngerät zeigen. In einem Raum von 24 Kubikmetern mit geschlossenem Fenster stieg der Wert während einer Kohlesitzung von 0 auf 41 ppm, gemessen 50 Zentimeter neben der Shisha, und lag nach der Sitzung 20 Minuten über 20 ppm. Bei der elektrischen Sitzung blieb das Gerät bei 0 ppm.

Kohlenmonoxid entsteht bei der unvollständigen Verbrennung der Kohle und nicht aus dem Tabak. Es ist der Grund für die Kopfschmerzen und den Schwindel, die nach dem Rauchen in geschlossenen Räumen auftreten und in der Notfallmedizin als eigene Vergiftung bekannt sind. Ein elektrischer Kopf beseitigt diese Quelle vollständig, und das ist der einzige Punkt, an dem er etwas gesundheitlich Relevantes verändert.

Was gleich bleibt

Der Tabak wird weiterhin erhitzt und sein Rauch eingeatmet, und daran ändert die Wärmequelle nichts. Nikotin, Teerbestandteile und die im Tabakrauch enthaltenen Schadstoffe entstehen im Tabak selbst und nicht in der Kohle. Ein elektrischer Kopf ist damit kein Weg zu einem unschädlichen Konsum, sondern ein Weg ohne die zusätzliche Kohlenmonoxidquelle.

Nachgemessen wurde die Rauchmenge über die Trübung: mit einem Lichtstrahl durch den Rauchweg und einem Fotosensor lag die Abschwächung bei der elektrischen Sitzung bei 62 Prozent des Werts der Kohlesitzung, was zur niedrigeren Temperatur passt. Weniger Nebel heißt allerdings nicht weniger Wirkstoff je Zug, weil ein Teil des sichtbaren Nebels Glycerindampf ist. Diese Seite bewertet Technik und keinen Konsum, und für gesundheitliche Fragen ist die hausärztliche Praxis oder eine Suchtberatung die Adresse.

Aufheizen und Anzünden

Der elektrische Kopf erreichte 180 Grad in 4:10 beziehungsweise 3:20 Minuten, ohne dass jemand daneben stehen muss. Drei Würfel Naturkohle brauchten auf einer Kohleanzünderplatte 9 Minuten, bis sie vollständig durchgeglüht waren, und in dieser Zeit ist Aufsicht nötig.

Praktisch fällt zusätzlich das Nachlegen weg. Bei der Kohlesitzung wurde nach 20 Minuten ein Würfel ersetzt und die Kohle zweimal gewendet, insgesamt drei Handgriffe mit einer Zange an einem 340 Grad heißen Gegenstand. Der elektrische Kopf verlangte in 45 Minuten keinen Eingriff. Für eine Wohnung ohne Balkon ist der Unterschied größer als er klingt, weil das Anzünden auf einem Elektrokocher Kohlenmonoxid und Geruch erzeugt.

Vierzehnhundertstel Kilowattstunden je Sitzung

Am Steckdosenmessgerät nahm Gerät A im Betrieb im Mittel 58 Watt auf und Gerät B 71, jeweils bei mittlerer Stufe; die Nennleistungen lauten 150 und 180 Watt, was zeigt, dass die Regelung den Heizkörper überwiegend abgeschaltet lässt. Über 45 Minuten sind das 0,044 und 0,053 Kilowattstunden.

Bei 32 Cent je Kilowattstunde kostet eine Sitzung damit 1,4 bis 1,7 Cent. Drei Würfel Naturkohle wiegen 22 Gramm; bei 4 Euro je Kilogramm sind das 9 Cent. Der elektrische Kopf ist also im Betrieb günstiger, und bei 100 Sitzungen im Jahr spart er 7,50 Euro. Bei einer Anschaffung von 49 bis 69 Euro gegenüber 12 Euro für einen Tonkopf rechnet sich das nach etwa fünf Jahren, und damit ist der Kostenvorteil kein Kaufargument.

Bauform, Dichtung und Reinigung

Beide Geräte bestehen aus einer Tabakschale mit Heizspirale im Deckel und einem Kabel mit Regler. Die Schale von Gerät A ist aus Aluminium mit Antihaftbeschichtung, die von Gerät B aus Edelstahl. Nach zehn Sitzungen war die Beschichtung an zwei Stellen sichtbar abgetragen, an denen mit einem Metalllöffel gearbeitet worden war.

Die Reinigung dauerte mit der Stoppuhr 2:10 Minuten für die Schale, gegenüber 4:30 Minuten für einen Tonkopf mit eingebrannten Resten. Beide Schalen sind nicht für die Spülmaschine geeignet, weil die elektrische Verbindung im Deckel sitzt. Die Dichtung zum Rauchsäulenanschluss erfolgt über ein Silikonstück; bei Gerät A saß es nach zehn Sitzungen locker, und ein Zugversuch ergab 6 statt 14 Newton Haltekraft, was mit einem Streifen Dichtband behoben war.

Regelung und Temperaturfühler

Gerät B hat einen Temperaturfühler in der Schale und eine Anzeige, Gerät A nur einen Drehregler mit drei Stufen. Verglichen mit dem eigenen Thermoelement zeigte die Anzeige von Gerät B bei eingestellten 180 Grad tatsächlich 182 an der Tabakoberfläche, also eine Abweichung von 2 Grad.

Bei Gerät A ohne Anzeige lagen die drei Stufen bei 149, 180 und 210 Grad, und diese Werte waren über drei Sitzungen auf 4 Grad reproduzierbar. Die Regelung ist damit in beiden Fällen brauchbar; der Unterschied liegt in der Freiheit, Zwischenwerte zu wählen. Für die Praxis sind die drei Stufen ausreichend, weil der nutzbare Bereich zwischen 150 und 210 Grad liegt und die Unterschiede darin gering sind.

Was zehn Sitzungen nicht abdecken

Über die Lebensdauer der Heizspirale und der Kabelzuführung sagen zehn Sitzungen nichts. Bei einem Gerät, das mit 180 Grad arbeitet und dabei bewegt wird, ist die Kabeldurchführung am Deckel die erwartbare Schwachstelle; sichtbare Veränderungen zeigten sich nicht, und ein Zugversuch am Kabel ergab bei beiden Geräten über 80 Newton Haltekraft.

Nicht beurteilt wird auf dieser Seite der Konsum selbst. Rauchen von Wasserpfeifen ist mit denselben tabakbedingten Risiken verbunden wie andere Formen des Tabakkonsums, und die Sitzungsdauer von 45 Minuten führt zu einer entsprechend hohen Rauchmenge. Wer damit aufhören will, findet Unterstützung bei der hausärztlichen Praxis, in Beratungsstellen und über die kostenlosen Angebote der Krankenkassen.

Leistung, Aufheizzeit und Kosten je Sitzung von 45 Minuten, Strom am Steckdosenmessgerät
GrößeGerät AGerät BNaturkohleBefund
Nennleistung150 W180 Wentfällt
Aufheizzeit auf 180 °C4:10 min3:20 min9 min Anzünden
Mittlere Aufnahme im Betrieb58 W71 Wentfällt
Verbrauch je Sitzung0,044 kWh0,053 kWh3 Würfel, 22 g
Kosten je Sitzung1,4 ct1,7 ct9 ct
Anschaffung49 €69 €Kopf 12 € plus Zubehör

Häufige Fragen

Wie heiß wird ein elektrischer Shisha-Kopf?

Je Stufe 149, 180 oder 210 Grad zwei Millimeter unter der Tabakoberfläche, mit einer Schwankung unter vier Grad über 45 Minuten. Naturkohle lag im selben Versuch zwischen 192 und 341 Grad, mit einer Spitze von 398 nach dem Wenden.

Warum ist die konstante Temperatur wichtig?

Weil bei 150 bis 200 Grad Glycerin und Aromen verdampfen, während oberhalb von etwa 250 Grad Zucker karamellisiert und verbrennt. Der elektrische Kopf blieb unter 215 Grad, die Kohle überschritt 250 Grad über 30 von 45 Minuten.

Entsteht kein Kohlenmonoxid?

Beim elektrischen Betrieb nicht. In einem Raum von 24 Kubikmetern stieg der Wert während einer Kohlesitzung auf 41 ppm und lag danach 20 Minuten über 20 ppm; bei der elektrischen Sitzung blieb das Warngerät bei 0. Kohlenmonoxid entsteht in der Kohle, nicht im Tabak.

Ist ein elektrischer Kopf gesünder?

Er beseitigt die Kohlenmonoxidquelle, nicht den Tabakrauch. Nikotin und die übrigen Schadstoffe entstehen im Tabak selbst. Rauchen von Wasserpfeifen bleibt mit den tabakbedingten Risiken verbunden; Unterstützung beim Aufhören gibt es über die hausärztliche Praxis und die Krankenkassen.

Wie lange dauert das Aufheizen?

3:20 bis 4:10 Minuten bis 180 Grad, ohne Aufsicht. Drei Würfel Naturkohle brauchten auf der Anzünderplatte 9 Minuten und verlangten während der Sitzung drei Handgriffe mit der Zange; der elektrische Kopf keinen.

Was kostet eine Sitzung an Strom?

1,4 bis 1,7 Cent bei 0,044 bis 0,053 Kilowattstunden für 45 Minuten. Drei Würfel Naturkohle wiegen 22 Gramm und kosten bei 4 Euro je Kilogramm 9 Cent. Bei 100 Sitzungen im Jahr sind das 7,50 Euro Unterschied.

Wie wird der Kopf gereinigt?

In 2:10 Minuten gegenüber 4:30 für einen Tonkopf mit eingebrannten Resten. Für die Spülmaschine ist er nicht geeignet, weil die elektrische Verbindung im Deckel sitzt. Metalllöffel tragen die Antihaftbeschichtung ab, was nach zehn Sitzungen an zwei Stellen sichtbar war.

Braucht man eine Temperaturanzeige?

Nicht zwingend. Das Gerät mit Anzeige lag bei eingestellten 180 Grad um 2 Grad daneben, das Gerät mit drei Stufen erreichte 149, 180 und 210 Grad reproduzierbar auf 4 Grad. Der nutzbare Bereich liegt zwischen 150 und 210 Grad, und die Unterschiede darin sind gering.

Geprüft im Juli 2026