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Prüfbericht  /  Tipps & Tricks

Arten von Shisha-Kohle im Vergleich: Brenndauer, Asche und die CO-Gefahr

Kohle für eine Wasserpfeife wird in vier Bauarten angeboten, und sie unterscheiden sich messbar: Kohle aus Kokosnussschalen, Holzkohle in Würfelform, selbstzündende Kohle mit Zündhilfe und elektrische Heizköpfe ohne Kohle. Bestimmt wurden Brenndauer je Würfel, Aschegehalt durch Auswiegen, Anzündzeit, Oberflächentemperatur und die Kohlenmonoxidkonzentration in einem geschlossenen und einem gelüfteten Raum. Der letzte Punkt ist der wichtigste und deshalb ausführlich behandelt.

AchtungKokosnusskohle brennt am längsten und aschearm. Ohne Lüftung erreichte das CO im Raum 84 ppm.

Je 3 Würfel je Sorte in einem Kohleanzünder entzündet, Brenndauer bis zum Erlöschen der Glut; Asche nach vollständigem Abbrand gewogen, Bezug ist die Ausgangsmasse
KohleartMasse je WürfelBrenndauerAscheBefund
Kokosnussschalenkohle, 25 mm Würfel9,8 g94 min3,4 %
Kokosnussschalenkohle, 22 mm Würfel7,1 g71 min3,8 %
Holzkohle in Würfelform8,4 g58 min9,2 %
Selbstzündende Kohle, rund11,2 g61 min21,0 %
Elektrischer Heizkopfentfälltunbegrenzt am Netzkeine
Zum Vergleich: Grillbriketts24 güber 180 min6,1 %

Vierundneunzig Minuten aus einem Würfel

Je drei Würfel wurden in einem elektrischen Anzünder entzündet und die Zeit bis zum Erlöschen der Glut gestoppt. Kokosnussschalenkohle mit 25 Millimetern Kantenlänge und 9,8 Gramm Masse brannte 94 Minuten, die kleinere Ausführung mit 7,1 Gramm 71 Minuten, Holzkohle in Würfelform mit 8,4 Gramm 58 Minuten und selbstzündende Kohle mit 11,2 Gramm 61 Minuten.

Auf die Masse bezogen ergibt das 9,6, 10,0, 6,9 und 5,4 Minuten je Gramm. Kokosnussschalenkohle hat damit die höchste Energiedichte, was an ihrer Herstellung liegt: die Schalen werden gepresst und verkohlt, sodass ein dichteres Gefüge entsteht als bei Holzkohle. Für die Praxis heißt das, dass eine Kohlefüllung entweder länger hält oder aus weniger Würfeln besteht, und beides ist im Sinne einer gleichmäßigen Temperatur im Kopf.

Einundzwanzig Prozent Asche

Nach vollständigem Abbrand wurde die Asche gewogen und auf die Ausgangsmasse bezogen: 3,4 Prozent bei Kokosnussschalenkohle, 9,2 bei Holzkohle und 21,0 bei selbstzündender Kohle.

Der hohe Wert der selbstzündenden Kohle kommt aus der Zündhilfe, die in das Material eingebracht ist; sie besteht aus einem Oxidationsmittel und bleibt als Rückstand. Aschegehalt ist mehr als eine Reinigungsfrage: Asche wirkt als Isolierung zwischen Kohle und Kopf und verändert die Temperatur im Verlauf. Nachgemessen fiel die Temperatur an der Kopfoberseite mit selbstzündender Kohle nach 20 Minuten von 168 auf 132 Grad, mit Kokosnusskohle von 164 auf 154 Grad. Damit ist die aschearme Kohle nicht nur bequemer, sondern hält die Bedingungen konstanter.

Vierundachtzig ppm im geschlossenen Raum

In einem Raum von 18 Quadratmetern mit geschlossenen Fenstern wurde die Kohlenmonoxidkonzentration mit einem Warngerät in einem Meter Abstand und 1,4 Metern Höhe verfolgt. Nach 30 Minuten mit drei Würfeln Kokosnusskohle lagen 84 ppm an, mit selbstzündender Kohle 112 ppm. Mit geöffnetem Fenster waren es 18 und 24 ppm.

Zur Einordnung: der Arbeitsplatzgrenzwert für Kohlenmonoxid liegt als Achtstundenmittel bei 30 ppm, und übliche Warngeräte für Wohnräume schlagen bei 50 ppm nach einer bestimmten Zeit Alarm. Vierundachtzig ppm sind damit ein Wert, der ein Warngerät auslöst, und die Ursache ist keine Störung, sondern die unvollständige Verbrennung glühender Kohle. Kohlenmonoxid ist farb- und geruchlos und bindet sich rund 250-mal stärker an Hämoglobin als Sauerstoff, weshalb Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit ohne Vorwarnung auftreten. Für den Betrieb einer Wasserpfeife in Innenräumen folgt daraus zwingend eine wirksame Lüftung, und ein CO-Warner für 25 bis 40 Euro ist die einfachste Absicherung.

Was Lüften tatsächlich bringt

Drei Lüftungsarten wurden im selben Raum verglichen. Bei gekipptem Fenster lagen nach 30 Minuten 46 ppm an, bei weit geöffnetem Fenster 18 ppm und bei Querlüftung über zwei gegenüberliegende Fenster 9 ppm.

Ein gekipptes Fenster reicht damit nicht, und das ist der häufigste Irrtum. Nachgemessen brauchte die Konzentration nach dem Ende der Sitzung bei gekipptem Fenster 78 Minuten, um von 46 auf unter 10 ppm zu fallen, bei Querlüftung 11 Minuten. Wer eine Wasserpfeife in einem Innenraum betreibt, öffnet also während der ganzen Zeit weit und lüftet danach quer, und in einem Raum ohne zweites Fenster ist ein Betrieb im Freien die einzige verlässliche Lösung. Auf einem Balkon lagen die Werte durchgehend unter 4 ppm.

Sechs gegen elf Minuten Anzündzeit

Im elektrischen Anzünder mit 800 Watt war selbstzündende Kohle nach 6 Minuten durchgeglüht, Kokosnusskohle nach 11 und Holzkohlewürfel nach 9 Minuten. Der elektrische Heizkopf war nach 3:20 Minuten auf Betriebstemperatur.

Selbstzündende Kohle lässt sich zusätzlich mit einem Streichholz oder Feuerzeug entzünden, weil die Zündhilfe darauf ausgelegt ist; dabei entstand ein deutlicher chemischer Geruch, der bei den anderen Sorten fehlte und der aus dem Abbrand des Oxidationsmittels stammt. Empfohlen wird bei dieser Sorte, den Abbrand der Zündhilfe abzuwarten, bevor der Kopf belegt wird, und das dauerte nachgemessen 2:40 Minuten nach dem Durchglühen. Wer die Sorte über einer offenen Flamme in einem Raum entzündet, holt sich diesen Geruch und die zugehörigen Verbrennungsprodukte in die Wohnung.

Sechshundertvierundachtzig Grad an der Oberfläche

Mit dem Infrarotthermometer wurden an durchgeglühter Kohle 684 Grad bei Kokosnusskohle und 712 Grad bei selbstzündender Kohle bestimmt. Der elektrische Heizkopf erreichte an seinem Heizkörper 268 Grad.

Diese Werte erklären den Umgang: eine Kohlezange ist kein Zubehör, sondern notwendig, und die Ablage gehört auf eine nicht brennbare Fläche mit mindestens 30 Zentimetern Abstand zu allem Brennbaren. Nachgemessen erwärmte ein Kohleanzünder mit drei Würfeln eine Holzarbeitsplatte darunter innerhalb von 10 Minuten auf 94 Grad, was zu Verfärbungen führte; auf einer Fliese blieb es bei 61 Grad. Ein zweiter Punkt betrifft Kinder und Tiere im Raum: eine glühende Kohle auf einem Kopf in 70 Zentimetern Höhe ist in Reichweite, und ein umgestoßenes Gerät verteilt sie.

Was ein elektrischer Kopf verändert

Der elektrische Heizkopf mit 250 Watt erzeugte im geschlossenen Raum weniger als 2 ppm Kohlenmonoxid, also keinen messbaren Beitrag, weil keine Verbrennung stattfindet. Seine Heizkörpertemperatur von 268 Grad lag deutlich unter der von Kohle.

Der wichtigste Unterschied ist damit benannt: das Kohlenmonoxid aus dem Kohleabbrand entfällt vollständig. Nicht entfällt, was beim Erhitzen des Tabaks selbst entsteht; die Verbrennungsprodukte des Tabaks sind vom Heizmittel unabhängig, und die gesetzlichen Warnhinweise auf der Tabakverpackung gelten unverändert. Nachgemessen brauchte der Kopf 250 Watt, also 0,25 Kilowattstunden je Stunde oder 7,5 Cent, gegen etwa 30 Gramm Kohle je Stunde mit 12 Cent. Der Preis ist damit ähnlich, und die Entscheidung fällt über die Handhabung und über das CO.

Zwölf Cent je Stunde

Bei einer Packung Kokosnusskohle mit 1 Kilogramm zu 4,90 Euro und einem Verbrauch von drei Würfeln je 9,8 Gramm für 94 Minuten ergibt das 9 Cent je Stunde. Selbstzündende Kohle kostete 3,60 Euro je Kilogramm und ergab bei 61 Minuten je Würfel und höherem Gewicht 13 Cent je Stunde.

Auf die Kosten kommt es damit bei dieser Entscheidung kaum an; die Unterschiede liegen bei wenigen Cent je Stunde. Entschieden wird über Brenndauer, Asche und Zündverhalten, und in allen drei Punkten liegt Kokosnussschalenkohle vorn. Nachgesehen war auf allen Packungen eine Angabe zur Herkunft und bei zwei Sorten ein Hinweis, die Kohle nicht in Innenräumen ohne ausreichende Lüftung zu verwenden; dieser Hinweis war in kleiner Schrift auf der Rückseite und stand bei der selbstzündenden Sorte nicht.

Was diese Messreihe nicht behandelt

Vier Kohlearten und eine Reihe von Messungen sagen über die gesundheitlichen Wirkungen des Rauchens nichts; dafür gelten die Warnhinweise auf der Tabakverpackung und die Aussagen der Gesundheitsbehörden. Nachprüfbar waren Brenndauer je Gramm, Aschegehalt, Anzündzeiten, Oberflächentemperaturen, die Temperaturentwicklung am Kopf über 20 Minuten und die Kohlenmonoxidwerte in vier Lüftungssituationen.

Der eine Befund, der über die Kohleauswahl hinausgeht, ist die CO-Messung: 84 bis 112 ppm im geschlossenen Raum nach 30 Minuten, gegen 9 ppm bei Querlüftung. Kohlenmonoxid entsteht bei jeder glühenden Kohle, unabhängig von Sorte und Preis, und ein Warngerät für 25 bis 40 Euro ist die Maßnahme, die diese Zahlen nutzbar macht.

Anzündzeit im elektrischen Anzünder mit 800 W bis zur vollständigen Durchglut; Oberflächentemperatur mit Infrarotthermometer; CO mit Warngerät in 1 m Abstand und 1,4 m Höhe
PrüfpunktKokosnusskohleSelbstzündendElektrischBefund
Anzündzeit bis durchgeglüht11 min6 min3:20 min Aufheizen
Oberflächentemperatur durchgeglüht684 °C712 °C268 °C am Heizkörper
CO im geschlossenen Raum nach 30 min84 ppm112 ppmunter 2 ppm
CO bei geöffnetem Fenster nach 30 min18 ppm24 ppmunter 2 ppm
Grenzwert am Arbeitsplatz, 8-Stunden-Mittel30 ppmentfälltentfällt
Warnschwelle üblicher CO-Warner50 ppmentfälltentfällt
Geruch bei der Zündphasegeringdeutlich chemischkeiner

Häufige Fragen

Welche Kohle brennt am längsten?

Kokosnussschalenkohle: 94 Minuten bei einem Würfel von 25 Millimetern und 9,8 Gramm, also 9,6 Minuten je Gramm. Holzkohlewürfel kamen auf 6,9 und selbstzündende Kohle auf 5,4 Minuten je Gramm.

Wie viel Asche bleibt übrig?

3,4 Prozent bei Kokosnussschalenkohle, 9,2 bei Holzkohle und 21,0 bei selbstzündender Kohle, deren Zündhilfe als Rückstand bleibt. Asche isoliert: mit selbstzündender Kohle fiel die Temperatur am Kopf in 20 Minuten von 168 auf 132 Grad, mit Kokosnusskohle nur von 164 auf 154.

Wie viel Kohlenmonoxid entsteht?

Im geschlossenen Raum von 18 Quadratmetern nach 30 Minuten 84 ppm mit Kokosnusskohle und 112 ppm mit selbstzündender Kohle. Der Arbeitsplatzgrenzwert liegt als Achtstundenmittel bei 30 ppm, übliche Warngeräte schlagen bei 50 ppm an.

Reicht ein gekipptes Fenster?

Nein. Nach 30 Minuten lagen bei gekipptem Fenster 46 ppm an, bei weit geöffnetem 18 und bei Querlüftung über zwei Fenster 9. Nach der Sitzung dauerte der Abfall auf unter 10 ppm bei gekipptem Fenster 78 Minuten, bei Querlüftung 11. Auf einem Balkon lagen die Werte unter 4 ppm.

Wie lange dauert das Anzünden?

Im elektrischen Anzünder mit 800 Watt 6 Minuten bei selbstzündender Kohle, 9 bei Holzkohlewürfeln und 11 bei Kokosnusskohle; ein elektrischer Heizkopf war nach 3:20 Minuten bereit. Bei selbstzündender Kohle sind nach dem Durchglühen weitere 2:40 Minuten für den Abbrand der Zündhilfe abzuwarten.

Wie heiß wird die Kohle?

684 Grad bei Kokosnusskohle und 712 bei selbstzündender Kohle an der Oberfläche, gegen 268 Grad am Heizkörper eines elektrischen Kopfes. Ein Anzünder mit drei Würfeln erwärmte eine Holzarbeitsplatte in 10 Minuten auf 94 Grad, eine Fliese auf 61.

Was ändert ein elektrischer Heizkopf?

Er erzeugt kein Kohlenmonoxid, gemessen unter 2 ppm im geschlossenen Raum, weil keine Verbrennung stattfindet. Die Verbrennungsprodukte des Tabaks selbst bleiben davon unberührt. Der Verbrauch lag bei 250 Watt, also 7,5 Cent je Stunde gegen 12 Cent für Kohle.

Was kostet die Kohle je Stunde?

9 Cent bei Kokosnusskohle für 4,90 Euro je Kilogramm und 13 Cent bei selbstzündender Kohle für 3,60 Euro je Kilogramm. Entschieden wird die Wahl deshalb nicht über den Preis, sondern über Brenndauer, Asche und Zündverhalten.

Geprüft im September 2026