Prüfbericht / Haushalt
Eufab E-Bike 2 im Test: Auffahrschiene, Radmaße und Sicherung
Bei einem Träger für E-Bikes entscheidet weniger die Zuladung als die Frage, ob das Rad überhaupt in die Schiene passt und wie es dort hinaufkommt. Geprüft wurden der Winkel der Auffahrschiene und die dafür nötige Schiebekraft mit einer Federwaage, die nutzbaren Maße der Radschienen gegen drei Räder mit unterschiedlichem Radstand, die beladene Breite gegen die Fahrzeugbreite, die Rahmenhalter an dicken und ovalen Rohren sowie die beiden Schlösser.
GeprüftMit Schiene sind 84 Newton statt 27 Kilogramm Hubarbeit nötig. Der Radstand ist die härtere Grenze als das Gewicht.
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| Vorgang | Kraft oder Höhe | Vergleich ohne Schiene | Bemerkung | Befund |
|---|---|---|---|---|
| Schiebekraft auf der Schiene | 84 N | entfällt | entspricht 8,6 kg | |
| Winkel der Schiene | 17° | entfällt | bei 1,44 m Länge | |
| Hubhöhe ohne Schiene | 62 cm | 24,2 kg heben | Rad ohne Akku | |
| Zeit zum Aufladen eines Rades | 1:10 min | 0:40 min mit zwei Personen | erste Schiene | |
| Zeit für beide Räder allein | 3:05 min | entfällt | einschließlich Halter |
84 Newton auf der Schiene statt 24 Kilogramm über Kopf
Mit angehängter Auffahrschiene von 1,44 Metern Länge und einer Ladehöhe von 42 Zentimetern ergibt sich ein Winkel von 17 Grad. Zum Hinaufschieben eines Rades mit 27,8 Kilogramm, davon 3,6 Kilogramm abgenommener Akku, zeigte die Federwaage parallel zur Schiene 84 Newton, also die Kraft, die dem Heben von 8,6 Kilogramm entspricht.
Ohne Schiene muss dasselbe Rad 62 Zentimeter hoch gehoben werden, und zwar mit 24,2 Kilogramm auf einmal. Dieser Unterschied ist der ganze Grund, warum eine Schiene mitgeliefert wird, und er lässt sich nachrechnen: bei 17 Grad Neigung wirkt nur der Sinusanteil der Gewichtskraft, also 29 Prozent, plus Rollwiderstand und Reibung in der Schiene. Wer allein lädt, lädt mit Schiene, und wer die Schiene nicht mitnimmt, braucht eine zweite Person.
1290 Millimeter sind die härtere Grenze
Die Radschienen nehmen einen Radstand bis 1290 Millimeter auf, gemessen von Achsmitte zu Achsmitte in der jeweils äußersten Stellung. Drei Räder wurden angehalten: ein Trekkingrad mit 1180 Millimetern passte mit Spiel, ein Tourenrad mit 1255 passte knapp, ein Lastenrad mit 1310 nicht.
Bei E-Bikes ist der Radstand systematisch länger als bei Rädern ohne Motor, weil der Mittelmotor Platz zwischen Tretlager und Hinterrad braucht; die drei geprüften Räder lagen 40 bis 90 Millimeter über ihren Entsprechungen ohne Antrieb. Zur Reifenbreite gilt dasselbe: die Schiene nimmt bis 65 Millimeter, ein Fatbike mit 100 passt nicht.
Vor dem Kauf ist deshalb der Radstand des eigenen Rades mit dem Bandmaß zu nehmen und nicht die Radgröße in Zoll, die darüber nichts aussagt.
22 Zentimeter zwischen den Rädern
Die beiden Radschienen liegen 22 Zentimeter Mitte zu Mitte auseinander. Beim Beladen mit zwei Rädern gleicher Bauart berührten sich Lenker und Pedale, solange beide Räder in gleicher Richtung standen; gegenläufig aufgesetzt und mit dem Lenker der einen Seite um 15 Grad eingeschlagen blieben 3 Zentimeter Luft.
Praktisch gehört das zur Ladefolge und nicht zum Zubehör: erst das schwerere Rad innen, dann das leichtere außen, Lenker gegenläufig, Pedale nach innen gedreht. Beim Prüfaufbau war ohne diese Reihenfolge eine Schutzblechkante nach 40 Kilometern an einer Sattelstütze angeschliffen.
Ein Polsterstück zwischen den Rädern, wie es für 8 Euro angeboten wird, ersetzt die richtige Reihenfolge nicht, weil die Berührung an Punkten stattfindet, die kein Polster erreicht.
128 Zentimeter beladen gegen 179 Fahrzeugbreite
Beladen mit zwei Rädern maß der Träger über alles 128 Zentimeter Breite, das Fahrzeug 179. Die Räder ragen damit an keiner Seite über das Fahrzeug hinaus, und das ist die Bedingung, unter der keine zusätzliche Kennzeichnung nötig wird.
Ein Rad mit einem breiten Lenker verschiebt diese Rechnung: ein Trekkinglenker von 68 Zentimetern blieb innerhalb, ein Lenker mit 78 Zentimetern ragte 4 Zentimeter über die Trägerbreite hinaus, blieb aber innerhalb der Fahrzeugbreite. Wichtiger als die Breite war im Prüfaufbau die Höhe: der höchste Punkt lag beladen 142 Zentimeter über dem Boden, was in einer Tiefgarage mit 200 Zentimetern lichter Höhe genügt, an einer Schranke mit 150 aber kritisch wird, sobald die Einfahrt eine Rampe hat.
Rahmenhalter an dicken und ovalen Rohren
Die Rahmenhalter greifen Rohre von 22 bis 62 Millimetern. An einem Unterrohr mit 58 Millimetern ovalem Querschnitt hielten sie, allerdings nur mit dem mitgelieferten Gummischutz und nach Nachziehen des Knebels; ohne Schutz drückte die Klemmung eine sichtbare Stelle in den Lack.
Bei E-Bikes mit im Unterrohr liegendem Akku ist das der kritische Punkt, weil dort die Klemmkraft auf eine Struktur wirkt, die einen Akku aufnimmt. Zwei Hersteller schließen in ihren Anleitungen das Klemmen am Unterrohr ausdrücklich aus und verlangen einen Adapter, der von Sattelstütze zu Lenkervorbau spannt; ein solcher Adapter kostete 25 Euro und war im Lieferumfang nicht enthalten. Vor der ersten Fahrt gehört daher die Anleitung des Rades gelesen und nicht nur die des Trägers.
Was die beiden Schlösser leisten
Der Träger hat zwei Schließstellen: eine am Kupplungshebel, die das Abnehmen des Trägers verhindert, und je eine im Rahmenhalter, die den Knebel blockiert. Beide arbeiten mit dem gleichen Schlüssel und einem Zylinder mit vier Stiften.
Prüfbar ist an einem solchen Zylinder wenig mehr als seine Bauart, und vier Stifte sind die einfachste Ausführung. Was die Schlösser tatsächlich leisten, ist Zeitgewinn und die Verhinderung des Mitnehmens im Vorbeigehen; ein zusätzliches Bügelschloss durch beide Rahmen und den Trägerrahmen ist die wirksamere Ergänzung und wog 1,4 Kilogramm. Nachgeprüft wurde außerdem, dass sich die Rahmenhalter im verschlossenen Zustand nicht von Hand lösen ließen, und das war bei allen vier Haltern der Fall.
Kennzeichen und Beleuchtung im beladenen Zustand
Der Lichtträger sitzt 44 Zentimeter über dem Boden, die Kennzeichenaufnahme darunter. Beladen wurde geprüft, ob ein Rad Licht oder Kennzeichen verdeckt: bei tief hängenden Packtaschen an einem Gepäckträger war das rechte Rücklicht zu 30 Prozent abgedeckt.
Abhilfe war das Abnehmen der Taschen, was ohnehin sinnvoll ist, weil Gepäck auf dem Rad die Zuladung des Trägers mitverbraucht. Die Beleuchtung selbst arbeitete über den 13-poligen Stecker vollständig, einschließlich Nebelschlussleuchte und Rückfahrscheinwerfer; an einem Fahrzeug mit 7-poliger Dose fehlen diese zwei Funktionen, und ein Adapter stellt sie nicht her, weil die Leitungen im Fahrzeug fehlen. Diese Unterscheidung wird beim Kauf häufig überlesen.
Drei Minuten fünf zum Beladen, allein
Der vollständige Vorgang wurde gestoppt: Träger aufsetzen und klemmen 1:20 Minuten, Schiene anhängen 0:15, erstes Rad hinaufschieben und sichern 1:10, zweites Rad 1:20, Schiene abnehmen und verstauen 0:20. Zusammen 4:25 Minuten, davon 3:05 für die Räder allein.
Zum Vergleich brauchte dieselbe Arbeit mit zwei Personen und ohne Schiene 2:40 Minuten, weil das Heben zu zweit schneller geht als das Schieben allein. Der Zeitunterschied ist gering, der Kraftunterschied nicht: 84 Newton Schieben gegen 24,2 Kilogramm Heben.
Für eine Person, die regelmäßig allein lädt, ist die Schiene damit kein Zubehör, sondern das Bauteil, das über die Nutzbarkeit entscheidet.
Was 400 Kilometer nicht klären
Vierhundert Kilometer auf Autobahn und Landstraße sagen über Ermüdung der Schweißnähte, über die Kupplungsklemmung nach Jahren und über Korrosion nichts. Prüfbar war, dass die Klemmung nach 400 Kilometern kein messbares Spiel zeigte, dass die Rahmenhalter nicht nachgezogen werden mussten und dass sich der Träger nach jeder Fahrt ohne Werkzeug abnehmen ließ. Offen bleibt die Frage, die bei jedem Kupplungsträger vor der ersten Fahrt beantwortet werden muss und keine Eigenschaft des Trägers ist: die zulässige Stützlast der Anhängevorrichtung des eigenen Fahrzeugs, die auf dem Typenschild der Kupplung steht. Zwei E-Bikes mit je 24 Kilogramm und ein Träger mit knapp 15 wiegen 63 Kilogramm, und viele Kupplungen sind bei 75 zugelassen. Diese Zahl gehört gelesen, bevor der Träger bestellt wird.
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| Maß | Wert | Prüfmuster | Ergebnis | Befund |
|---|---|---|---|---|
| Größter Radstand in der Schiene | 1290 mm | Trekkingrad 1180 mm | passt | |
| Größter Radstand in der Schiene | 1290 mm | Lastenrad 1310 mm | passt nicht | |
| Reifenbreite in der Schiene | bis 65 mm | Fatbike 100 mm | passt nicht | |
| Rahmenhalter Rohrbereich | 22 bis 62 mm | Unterrohr 58 mm oval | passt mit Schutz | |
| Breite über alles beladen | 128 cm | Fahrzeugbreite 179 cm | innerhalb | |
| Abstand der beiden Räder | 22 cm Mitte zu Mitte | Lenker versetzt nötig | sonst Kontakt | |
| Höhe des beladenen Trägers | 142 cm über Boden | Garageneinfahrt beachten | höchster Punkt Lenker |
Häufige Fragen
Wie viel Kraft braucht das Aufladen mit der Schiene?
84 Newton Schiebekraft, gemessen mit der Federwaage parallel zur 1,44 Meter langen Schiene bei 17 Grad Neigung; das entspricht dem Heben von 8,6 Kilogramm. Ohne Schiene sind 24,2 Kilogramm auf 62 Zentimeter Höhe zu heben, also das Rad ohne Akku in einem Zug.
Welcher Radstand passt in die Schienen?
Bis 1290 Millimeter von Achsmitte zu Achsmitte. Ein Trekkingrad mit 1180 passte mit Spiel, ein Tourenrad mit 1255 knapp, ein Lastenrad mit 1310 nicht. E-Bikes haben systematisch 40 bis 90 Millimeter mehr Radstand als vergleichbare Räder ohne Motor.
Passen breite Reifen hinein?
Bis 65 Millimeter Reifenbreite. Ein Fatbike mit 100 Millimetern passt nicht, unabhängig von der Radgröße in Zoll. Die Radgröße sagt über die Passform nichts aus, gemessen wird die Reifenbreite und der Radstand.
Berühren sich zwei Räder auf dem Träger?
Bei 22 Zentimetern Abstand Mitte zu Mitte ja, wenn beide gleich ausgerichtet sind. Gegenläufig aufgesetzt und mit einem Lenker um 15 Grad eingeschlagen blieben 3 Zentimeter Luft. Ohne diese Reihenfolge war nach 40 Kilometern eine Sattelstütze von einer Schutzblechkante angeschliffen.
Wie breit und hoch wird das Gespann?
128 Zentimeter Breite über alles beladen gegen 179 Zentimeter Fahrzeugbreite, also ohne Überstand und ohne zusätzliche Kennzeichnung. Der höchste Punkt lag beladen 142 Zentimeter über dem Boden, was bei Schranken und Rampen zu beachten ist.
Darf der Halter am Unterrohr eines E-Bikes klemmen?
Nicht bei jedem Rad. Die Halter greifen Rohre von 22 bis 62 Millimetern und hielten an einem ovalen Unterrohr mit 58 Millimetern nur mit Gummischutz. Zwei Radhersteller schließen das Klemmen am Unterrohr in ihren Anleitungen aus und verlangen einen Adapter von der Sattelstütze zum Vorbau, der 25 Euro kostet.
Was sichern die mitgelieferten Schlösser?
Eine Schließstelle am Kupplungshebel gegen Abnehmen des Trägers und je eine im Rahmenhalter gegen Lösen des Knebels, alle mit demselben Schlüssel und einem Zylinder mit vier Stiften. Verschlossen ließ sich kein Halter von Hand lösen; ein zusätzliches Bügelschloss durch beide Rahmen ist die wirksamere Ergänzung.
Funktioniert die Beleuchtung an jeder Steckdose?
Am 13-poligen Stecker vollständig, einschließlich Nebelschlussleuchte und Rückfahrscheinwerfer. An einer 7-poligen Dose fehlen diese beiden Funktionen, und ein Adapter stellt sie nicht her, weil die Leitungen im Fahrzeug fehlen.
Wie lange dauert das Beladen?
4:25 Minuten allein für den vollständigen Vorgang, davon 3:05 für die beiden Räder. Zu zweit und ohne Schiene waren es 2:40 Minuten. Der Zeitunterschied ist klein, der Kraftunterschied groß: 84 Newton Schieben gegen 24,2 Kilogramm Heben.
Geprüft im September 2026