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Prüfbericht  /  Sport & Freizeit

Cube Reaction Hybrid Race 625 im Test: 625 Wh, vier Stufen, ein Berg

Bei einem E-Hardtail interessiert vor allem eine Zahl, und sie steht nicht im Datenblatt: wie weit der Akku trägt, wenn der Weg bergauf geht. Aus 625 Wh und dem gemessenen Verbrauch je Stufe wird daraus eine Division, die sich vor jeder Tour rechnen lässt.

Geprüft48 km in Tour, 33 km in eMTB. 1000 Höhenmeter kosten ein Drittel des Akkus.

Verbrauch je Unterstützungsstufe – dieselbe 24-km-Runde, 480 Höhenmeter, 95 kg Systemgewicht
StufeVerbrauchReichweite aus 625 WhTempo an 8 % SteigungBefund
Eco8,5 Wh/km74 km11 km/h
Tour13,0 Wh/km48 km14 km/h
eMTB19,0 Wh/km33 km17 km/h
Turbo26,0 Wh/km24 km19 km/h

Cube Reaction Hybrid Race 625 im Test: die Reichweite ist eine Division

Der Akku hat 625 Wh. Was daraus an Kilometern wird, hängt nur am Verbrauch je Kilometer, und dieser Wert ist über die Unterstützungsstufe steuerbar. Auf derselben 24-Kilometer-Runde mit 480 Höhenmetern lagen die vier Stufen zwischen 8,5 und 26 Wh/km.

Die Spanne ist der Kern des Geräts: zwischen Eco und Turbo liegt der Faktor drei, also 74 gegen 24 Kilometer. Kein Bauteil und keine Reifenwahl bewegt die Reichweite in dieser Größenordnung.

Zwei Zahlen genügen damit für die Tourenplanung. Streckenlänge und Höhenmeter geben den Bedarf, der Verbrauchswert der gewählten Stufe gibt den Vorrat. Wer 40 Kilometer fahren will, hat in Tour Reserve und in eMTB nicht.

Was ein Höhenmeter aus dem Akku nimmt

Hubarbeit ist berechenbar: Masse mal Erdbeschleunigung mal Höhe. Bei 95 kg Systemgewicht aus Fahrer, Rad und Gepäck ergeben 100 Höhenmeter 93 195 Joule, das sind 25,9 Wh.

Davon leistet der Motor nicht alles. Bei zugeschalteter Unterstützung in Tour trug er in der Messreihe etwa 60 % der Antriebsleistung, und zwischen Akku und Kette liegt ein Wirkungsgrad von rund 80 %. Aus 25,9 Wh Hubarbeit werden damit 19,4 Wh Akkuentnahme.

Hochgerechnet heißt das: 500 Höhenmeter kosten 97 Wh, also 15,5 % der Kapazität, und 1000 Höhenmeter 194 Wh oder 31 %. Eine Alpentour mit 1500 Höhenmetern verbraucht knapp die Hälfte des Akkus allein für das Steigen, bevor Rollwiderstand und Luftwiderstand dazukommen.

Race, Pro oder One: wo der Unterschied wirklich sitzt

Die Baureihe erscheint in mehreren Ausstattungen auf demselben Rahmen und mit demselben Akku. Für die gemessenen Werte oben ändert das fast nichts: Reichweite und Höhenmeterkosten hängen an Kapazität, Systemgewicht und Stufe, nicht an der Schaltgruppe.

Getrennt werden die Ausführungen von drei Positionen: Federgabel, Bremsscheiben und Schaltung. Die Federgabel ist die wichtigste, weil eine Gabel mit größerem Standrohrdurchmesser bei 23 kg Radgewicht messbar weniger verwindet.

Preisdifferenzen im Bereich einer Schaltgruppe sind dagegen selten fahrentscheidend. Wer zwischen zwei Ausführungen vergleicht, sollte deshalb zuerst Gabel und Bremsdurchmesser gegenüberstellen und die Zahl der Ritzel zuletzt.

23,4 Kilogramm und was das im Gelände bedeutet

Auf der Waage lagen 23,4 kg mit Pedalen, ohne Akku 19,9 kg. Der Akku wiegt damit 3,5 kg, und das ist die einzige Masse, die sich im Alltag entfernen lässt, etwa um das Rad in einen Keller zu tragen.

Im Fahrbetrieb wirkt das Gewicht nicht dort, wo es die Zahl vermuten lässt. Bergauf trägt es der Motor, und die 3,5 kg Akku schlagen bei 500 Höhenmetern mit 3,6 Wh zu Buche. Spürbar wird die Masse beim Anheben des Vorderrads, beim Absetzen über eine Stufe und beim Aufladen aufs Auto.

Beim Bremsen wiegt sie ebenfalls. Ein 23-Kilo-Rad plus Fahrer braucht bei gleicher Verzögerung mehr Bremsarbeit als ein 13-Kilo-Hardtail, und genau deshalb ist der Bremsdurchmesser bei diesen Rädern keine Ausstattungsfrage.

6,2 Meter aus 25 km/h

Der Bremsweg aus 25 km/h lag auf trockenem Asphalt bei 6,2 m, gemessen als Mittel aus fünf Vollbremsungen mit beiden Bremsen. Daraus folgt eine Verzögerung von 3,9 m/s², gerechnet über die Geschwindigkeit im Quadrat geteilt durch den doppelten Weg.

Nass verlängerte sich der Weg auf 8,1 m, also um 31 %. Der Belag wurde dabei nicht heiß genug, um Fading zu zeigen; das trat erst in einer 300-Höhenmeter-Abfahrt am Stück auf, dort stieg der Handkraftbedarf sichtbar.

Beim Kauf zählt daraus ein Punkt: bei diesem Systemgewicht sind 180-mm-Scheiben vorn die untere Grenze und keine Ausstattungsverbesserung. Eine Ausführung mit 160 mm hinten ist in Ordnung, vorn nicht.

29 Zoll, Rahmenhöhe und die Sitzposition

Der große Laufradsatz rollt über Wurzeln und Stufen ruhiger, weil der Anstellwinkel gegen ein Hindernis flacher ausfällt. Der Preis dafür ist eine höhere Front, und die entscheidet bei kleinen Rahmenhöhen darüber, ob das Rad passt.

Wichtiger als die Rahmenhöhe in Zentimetern ist bei diesem Radtyp die Überstandshöhe und die Sattelstützenauszugslänge. Bei einer Schrittlänge unter 78 cm lohnt der Blick auf eine Ausführung mit tiefer eingezogenem Oberrohr, die es in derselben Baureihe gibt.

Der Vorbau ist die einfachste Korrektur. Ein um 20 mm kürzerer Vorbau verlagerte den Schwerpunkt in der Messreihe deutlich genug nach hinten, dass das Vorderrad an 12 % Steigung nicht mehr leicht wurde, ohne die Lenkung nervös zu machen.

Laden, Akkupflege und die Zahl, die den Restwert bestimmt

Das mitgelieferte Ladegerät gibt 4 A ab, bei 36 V nominal sind das 144 W. Für 625 Wh sind das rechnerisch 4 Stunden 20; gemessen wurden 4 Stunden 50, weil die letzten Prozent mit reduziertem Strom laufen.

Für den Wiederverkauf zählt nicht das Alter, sondern die Zahl der Ladezyklen und die verbleibende Kapazität. Beide lassen sich am Display oder über die Diagnose beim Händler auslesen, und beide sollten bei einem Gebrauchtkauf vor der Probefahrt auf dem Tisch liegen.

Stromkosten sind demgegenüber vernachlässigbar. Eine Vollladung sind 0,625 kWh, bei 35 Cent also 22 Cent für 48 Kilometer in Tour. Das entspricht 0,46 Cent je Kilometer, ein Bruchteil der Kosten für Kette, Bremsbeläge und Reifen.

Modelljahr erkennen und was beim Gebrauchtkauf zu prüfen ist

Die Farbbezeichnung im Namen ist bei dieser Baureihe der zuverlässigste Hinweis auf das Modelljahr, weil Rahmen und Ausstattung über mehrere Jahre bestehen bleiben, die Farbgebung aber jährlich wechselt.

Belastbarer ist die Rahmennummer am Tretlagergehäuse, die beim Händler einer Auslieferung zugeordnet werden kann. Wer eine Ausführung als Modell 2022 angeboten bekommt, sollte diesen Abgleich verlangen, statt sich auf die Farbe zu verlassen.

Drei Verschleißpositionen entscheiden über den Preis: die Restkapazität des Akkus, der Kettenverschleiß und die Bremsbelagstärke. Ein Kettenmessgerät kostet wenig und zeigt in zehn Sekunden, ob mit der Kette auch die Kassette fällig ist, was den Preis um einen dreistelligen Betrag verschiebt.

Wattmeter am Akku, GPS-Höhenprofil, dieselbe Runde

Der Verbrauch wurde nicht aus der Restanzeige geschätzt, sondern über einen Zwischenzähler am Akkuanschluss erfasst. Jede Stufe fuhr dieselbe Runde von 24,0 km mit 480 Höhenmetern, aufgezeichnet über GPS und barometrische Höhe, bei 12 bis 16 °C.

Das Systemgewicht lag konstant bei 95 kg, der Reifendruck bei 1,8 bar vorn und 2,0 bar hinten. Zwei Durchläufe je Stufe, gemittelt; die Abweichung zwischen den Durchläufen blieb unter 6 %.

Nicht ermittelt wurden Werte bei Kälte und die Kapazität nach mehreren Jahren. Beide verschieben die Reichweite erheblich, und beide lassen sich in einer Messreihe über wenige Wochen nicht belegen.

Was ein Höhenmeter kostet – Hubarbeit bei 95 kg, davon 60 % vom Motor, 80 % Wirkungsgrad
HöhenmeterHubarbeitAus dem AkkuAnteil an 625 WhBefund
100 m25,9 Wh19,4 Wh3,1 %
300 m77,6 Wh58,2 Wh9,3 %
500 m129,4 Wh97,0 Wh15,5 %
1000 m258,8 Wh194,1 Wh31,1 %

Häufige Fragen

Wie weit kommt das Rad mit 625 Wh?

Gemessen 74 km in Eco, 48 km in Tour, 33 km in eMTB und 24 km in Turbo, jeweils auf einer Runde mit 20 Höhenmetern je Kilometer und 95 kg Systemgewicht. Die Zahlen sind 625 Wh geteilt durch den Verbrauch von 8,5 bis 26 Wh/km.

Wie viel Akku kosten 1000 Höhenmeter?

Rund 31 %. Die Hubarbeit für 1000 m bei 95 kg sind 258,8 Wh; bei 60 % Motoranteil und 80 % Wirkungsgrad entnimmt der Akku davon 194 Wh. Rollwiderstand und Luftwiderstand kommen noch dazu.

Was wiegt das Rad?

23,4 kg mit Pedalen, ohne Akku 19,9 kg. Die 3,5 kg Akkugewicht kosten auf 500 Höhenmetern nur 3,6 Wh, machen sich aber beim Tragen, Anheben des Vorderrads und beim Bremsen bemerkbar.

Wie lange lädt der Akku?

4 Stunden 50 Minuten gemessen. Das Ladegerät liefert 4 A bei 36 V, also 144 W; für 625 Wh sind das rechnerisch 4 Stunden 20, der Rest entfällt auf die Ladeschlussphase.

Wie lang ist der Bremsweg?

6,2 m aus 25 km/h auf trockenem Asphalt, also 3,9 m/s² Verzögerung, nass 8,1 m. Bei diesem Systemgewicht sind 180-mm-Scheiben vorn die untere Grenze, keine Zusatzausstattung.

Was unterscheidet Race, Pro und One?

Federgabel, Bremsscheibendurchmesser und Schaltgruppe. Reichweite und Höhenmeterkosten sind praktisch identisch, weil Rahmen, Akku und Motorklasse gleich bleiben. Beim Vergleich zuerst Gabel und Bremsdurchmesser gegenüberstellen.

Passt ein 29-Zoll-Hardtail bei kleiner Körpergröße?

Entscheidend sind Überstandshöhe und Auszugslänge der Sattelstütze, nicht die Rahmenhöhe allein. Unter 78 cm Schrittlänge lohnt die Ausführung mit tiefer eingezogenem Oberrohr aus derselben Baureihe.

Woran erkennt man das Modelljahr?

Nicht sicher an der Farbbezeichnung, auch wenn sie jährlich wechselt. Belastbar ist die Rahmennummer am Tretlagergehäuse, die der Händler einer Auslieferung zuordnen kann. Beim Gebrauchtkauf zusätzlich Restkapazität, Kettenverschleiß und Belagstärke prüfen.

Geprüft im August 2026