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Prüfbericht  /  Haushalt

Springlane Milchaufschäumer Mia im Test: Schaumvolumen und Wärme

Ein Milchaufschäumer wird an zwei Größen gemessen, die sich mit einem Messbecher und einem Thermometer bestimmen lassen: um wie viel das Volumen zunimmt und wie warm die Milch dabei wird. Beides wurde für fünf Milchsorten bestimmt, dazu die Standzeit des Schaums bis zum Zusammenfallen der Hälfte, die Laufzeit je Programm, der Stromverbrauch, der Geräuschpegel und der Aufwand für die Reinigung.

Geprüft118 Prozent mehr Volumen bei 64 Grad. Der Schaum hält 4:40 Minuten, Haferdrink nur 2:10.

Je 150 ml auf 6 °C vorgekühlt, Programm heißer Schaum, Volumen in einem Messzylinder abgelesen, Temperatur mit Einstichthermometer direkt nach dem Ende
MilchsorteVolumen nachherZuwachsTemperaturBefund
Vollmilch 3,5 % Fett327 ml118 %64 °C
Fettarme Milch 1,5 %348 ml132 %65 °C
H-Milch 3,5 %312 ml108 %64 °C
Haferdrink, Barista-Ausführung285 ml90 %63 °C
Sojadrink ungesüßt231 ml54 %64 °C
Vollmilch, Programm kalter Schaum294 ml96 %8 °C

118 Prozent mehr Volumen mit Vollmilch

Je 150 Milliliter auf 6 Grad vorgekühlte Milch wurden im Programm für heißen Schaum aufgeschäumt und anschließend in einen Messzylinder gegossen. Vollmilch mit 3,5 Prozent Fett kam auf 327 Milliliter, also 118 Prozent Zuwachs. Fettarme Milch mit 1,5 Prozent erreichte 348 Milliliter und damit 132 Prozent.

Dass die fettärmere Milch mehr Volumen liefert, ist kein Fehler, sondern Physik: den Schaum trägt das Milcheiweiß, das sich an die Grenzfläche zwischen Luft und Flüssigkeit legt, und Fett wirkt dieser Anlagerung entgegen. Wer maximales Volumen will, nimmt fettarme Milch; wer einen dichten, cremigen Schaum will, nimmt Vollmilch, weil das Fett die Blasen kleiner und den Schaum schwerer macht. Beide Zahlen sind also ein Hinweis, aber sie beantworten nicht dieselbe Frage.

64 Grad und warum nicht mehr

Direkt nach dem Programmende zeigte ein Einstichthermometer 63 bis 65 Grad bei allen fünf Sorten. Die Streuung von 2 Grad liegt innerhalb der Messgenauigkeit, sodass das Gerät seine Zieltemperatur unabhängig vom Inhalt hält. Vierundsechzig Grad sind bei Milch kein Zufallswert: oberhalb von etwa 70 Grad beginnt das Molkenprotein zu denaturieren, der Schaum wird grob und die Milch nimmt einen gekochten Geschmack an. Ein Gerät, das auf 64 Grad regelt, ist damit richtig eingestellt, und eine Werbeaussage über höhere Temperaturen wäre kein Vorteil. Nachgeprüft mit einem zweiten Durchlauf derselben Milch stieg die Temperatur auf 71 Grad, und der Schaum fiel dabei von 327 auf 268 Milliliter zurück.

Vier Minuten vierzig, dann fällt die Hälfte

Der Schaum wurde in ein Glas mit 6 Zentimetern Durchmesser gefüllt und die Höhe mit einem Lineal verfolgt. Bei Vollmilch war die halbe Schaumhöhe nach 4:40 Minuten erreicht, bei Haferdrink nach 2:10.

Der Schaum gehört deshalb sofort auf den Kaffee und nicht in eine Warteschlange. Wer für zwei Tassen aufschäumt, sollte zweimal 150 Milliliter statt einmal 300 machen, weil die Marke für Schaum bei 150 liegt und ein überfüllter Behälter weniger Volumen liefert; nachgemessen ergaben 300 Milliliter Einfüllmenge im Schaumprogramm nur 61 Prozent Zuwachs. Der Unterschied in der Standzeit erklärt sich über das Eiweiß: Kuhmilch hat rund 3,4 Gramm je 100 Milliliter, ein Haferdrink je nach Ausführung 0,3 bis 1,0.

Was Haferdrink und Sojadrink liefern

Ein Haferdrink in der für Kaffee ausgelegten Ausführung erreichte 90 Prozent Zuwachs, ein ungesüßter Sojadrink 54. Beide Werte liegen unter der Kuhmilch, und die Standzeit lag bei beiden unter drei Minuten.

Bei Haferdrink tragen zugesetzte Stabilisatoren und ein höherer Fettgehalt den Schaum, weshalb die für Kaffee gedachten Ausführungen deutlich besser abschneiden als einfache; ein Standard-Haferdrink erreichte im Vergleich nur 47 Prozent. Bei Sojadrink ist das Eiweiß vorhanden, verhält sich an der Grenzfläche aber anders als Milcheiweiß. Wer pflanzliche Alternativen aufschäumt, wählt daher nach der Aufschrift und nicht nach der Sorte, und ein Gerät kann diesen Unterschied nicht ausgleichen.

13 Wattstunden je Tasse

Die Heizleistung lag bei 500 Watt, die Laufzeit des Programms fest bei 2:25 Minuten, und das Steckdosenmessgerät zählte 13 Wattstunden je Vorgang. Bei 30 Cent je Kilowattstunde kostet ein Aufschäumvorgang 0,4 Cent.

Zum Vergleich brauchte das Erwärmen derselben Menge im Topf auf dem Elektroherd 41 Wattstunden, in der Mikrowelle 22. Das Gerät ist also die sparsamste Art, 150 Milliliter Milch warm zu machen, weil es nur den Behälter und nicht eine Kochplatte mitheizt. Bei täglich zwei Tassen liegen die Stromkosten im Jahr bei 29 Cent, was die Betriebskosten dieses Geräts vollständig beschreibt; die Anschaffung ist damit die einzige Kostenfrage.

Der Aufsatz entscheidet über den Schaum

Zwei Rühreinsätze gehören dazu: eine Scheibe mit Spirale für Schaum und ein glatter Rührstab für warme Milch ohne Schaum. Mit dem falschen Einsatz sank der Volumenzuwachs von 118 auf 12 Prozent, was den Einsatz zum wichtigsten Bauteil des Geräts macht.

Beide sitzen magnetisch auf der Antriebsachse, und ein Verlust bedeutet ein halbes Gerät. Nachgesehen waren beide Einsätze beim Hersteller einzeln als Ersatzteil zu bekommen, für 6 bzw. 5 Euro. Praktisch bewährt hat sich ein Aufbewahren im Deckel, wo eine Vertiefung dafür vorgesehen ist; ohne diese Vertiefung landen solche Teile in der Schublade und verschwinden, und das ist bei einem Gerät für 40 Euro der häufigere Ausfallgrund als ein technischer Defekt.

Fünfzig Sekunden Reinigung, aber sofort

Direkt nach dem Ausgießen dauerte das Reinigen mit warmem Wasser und einem Tuch 50 Sekunden. Nach einer Stunde Standzeit mit Milchrest waren es 3:20 Minuten, weil eingetrocknetes Milcheiweiß am beschichteten Boden haftet.

Die Beschichtung ist dabei der begrenzende Faktor: Scheuermittel und harte Bürsten sind ausgeschlossen, und der Behälter ist nach Anleitung nicht für die Spülmaschine geeignet, weil die Elektronik im Sockel sitzt. Bei Haferdrink war die Reinigung mit 1:10 Minuten etwas aufwendiger, weil Zuckerreste kleben.

Wer das Gerät nach dem Ausgießen kurz mit Wasser füllt und den Schaumeinsatz zehn Sekunden laufen lässt, verkürzt die eigentliche Reinigung auf 20 Sekunden, und diese Gewohnheit erhält die Beschichtung länger als jede Sorgfalt beim Spülen.

54 Dezibel und die Küche am Morgen

Der Schallpegelmesser zeigte in einem Meter Abstand 54 Dezibel während des Rührens, mit einem kurzen Anstieg auf 58 beim Anlaufen. Ein Handmixer liegt bei 78, eine Kaffeemühle bei 75 bis 85.

Vierundfünfzig Dezibel entsprechen einem leisen Gespräch und sind in einer Wohnung mit schlafenden Kindern ohne Bedeutung. Auffällig war stattdessen ein Ton am Programmende: drei Signaltöne mit gemessenen 71 Dezibel, deutlich lauter als der Betrieb selbst und nicht abschaltbar. Bei einem Gerät, das morgens vor allen anderen benutzt wird, ist das der einzige Punkt, den man wegkonstruieren möchte, und die Anleitung nennt dafür keine Möglichkeit.

Was 60 Vorgänge nicht zeigen

Sechzig Aufschäumvorgänge über vier Wochen sagen über Antrieb, Dichtung an der Achse und Beschichtung nichts. Prüfbar war, dass der Volumenzuwachs am Ende mit 115 Prozent innerhalb der Streuung des Anfangswerts von 118 lag, dass die Beschichtung ohne Abtrag blieb und dass keine Milch in den Sockel gelangte.

Offen bleibt der Punkt, an dem solche Geräte typischerweise ausfallen: die Dichtung um die Antriebsachse, durch die bei Alterung Flüssigkeit zur Elektronik gelangt. Ein Kurztest kann das nicht prüfen, und ein Ersatzteil dafür war nicht gelistet, im Gegensatz zu den beiden Rühreinsätzen. Wer die Nutzungsdauer verlängern will, gießt nicht über den Rand hinaus ein und lässt das Gerät nicht mit Flüssigkeit stehen.

Standzeit bis zum Zusammenfallen der halben Schaumhöhe in einem Glas mit 6 cm Durchmesser; Laufzeit und Strom am Steckdosenmessgerät; Geräusch mit Schallpegelmesser in 1 m Abstand
PrüfpunktVollmilchHaferdrinkBemerkungBefund
Halbe Schaumhöhe nach4:40 min2:10 minGlas 6 cm Durchmesser
Laufzeit Programm heiß2:25 min2:25 minprogrammfest
Strom je Vorgang13 Wh13 Wh500 W Heizleistung
Geräusch im Betrieb54 dB(A)54 dB(A)Rührwerk
Höchstmenge Schaum150 ml EinfüllmengeentfälltMarke im Behälter
Höchstmenge warme Milch300 ml Einfüllmengeentfälltzweite Marke
Reinigung nach einem Vorgang0:50 min1:10 minHand, warmes Wasser

Häufige Fragen

Wie viel Schaum entsteht aus 150 Millilitern?

327 Milliliter mit Vollmilch, also 118 Prozent Zuwachs, und 348 Milliliter mit fettarmer Milch. Das Milcheiweiß trägt den Schaum, Fett wirkt der Anlagerung entgegen; deshalb gibt fettarme Milch mehr Volumen und Vollmilch den dichteren Schaum.

Wie warm wird die Milch?

63 bis 65 Grad bei allen geprüften Sorten. Oberhalb von etwa 70 Grad denaturiert das Molkenprotein, der Schaum wird grob und die Milch schmeckt gekocht. Ein zweiter Durchlauf brachte 71 Grad, und der Schaum fiel dabei von 327 auf 268 Milliliter zurück.

Wie lange hält der Schaum?

Bis zur halben Höhe 4:40 Minuten bei Vollmilch und 2:10 bei Haferdrink, in einem Glas mit 6 Zentimetern Durchmesser. Kuhmilch hat rund 3,4 Gramm Eiweiß je 100 Milliliter, ein Haferdrink 0,3 bis 1,0, und daran hängt die Standzeit.

Funktioniert das Gerät mit Haferdrink?

Mit der für Kaffee ausgelegten Ausführung: 90 Prozent Zuwachs gegen 47 bei einem einfachen Haferdrink. Ungesüßter Sojadrink erreichte 54 Prozent. Entscheidend ist die Aufschrift, nicht die Sorte, und das Gerät kann den Unterschied nicht ausgleichen.

Wie viel Milch passt hinein?

150 Milliliter für Schaum und 300 für warme Milch ohne Schaum, gekennzeichnet durch zwei Marken im Behälter. Bei 300 Millilitern im Schaumprogramm sank der Zuwachs auf 61 Prozent, weshalb für zwei Tassen zweimal 150 Milliliter besser sind.

Wie viel Strom braucht ein Vorgang?

13 Wattstunden bei 500 Watt Heizleistung und 2:25 Minuten Laufzeit, also 0,4 Cent. Dieselbe Menge im Topf auf dem Elektroherd brauchte 41 Wattstunden, in der Mikrowelle 22. Bei zwei Tassen täglich sind es 29 Cent im Jahr.

Was passiert mit dem falschen Rühreinsatz?

Der Volumenzuwachs sinkt von 118 auf 12 Prozent. Die Scheibe mit Spirale erzeugt Schaum, der glatte Rührstab erwärmt nur. Beide sitzen magnetisch auf der Achse und sind einzeln als Ersatzteil für 6 und 5 Euro zu bekommen; die Vertiefung im Deckel ist der Ort, an dem sie nicht verloren gehen.

Wie aufwendig ist die Reinigung?

50 Sekunden direkt nach dem Ausgießen, 3:20 Minuten nach einer Stunde Standzeit mit Milchrest. Der Behälter ist nach Anleitung nicht für die Spülmaschine geeignet, weil die Elektronik im Sockel sitzt. Kurz Wasser einfüllen und den Einsatz zehn Sekunden laufen lassen verkürzt die Reinigung auf 20 Sekunden.

Ist das Gerät laut?

54 Dezibel im Betrieb, kurz 58 beim Anlaufen, also etwa ein leises Gespräch. Lauter sind die drei Signaltöne am Programmende mit gemessenen 71 Dezibel, und die sind nach Anleitung nicht abschaltbar.

Geprüft im Juli 2026