Prüfbericht / Haushalt
Waschtrockner mit Wärmepumpe im Test: Verbrauch, Beladung, Zeit
Ein Waschtrockner spart Platz und kostet Zeit, und beide Größen lassen sich beziffern. Gemessen wurden Strom und Wasser für Waschen und Trocknen getrennt und zusammen, die tatsächlich trocknungsfähige Beladung, die Laufzeiten und die Wärmeabgabe an den Raum, jeweils gegen eine Kombination aus Waschmaschine und Wärmepumpentrockner.
GeprüftEin Gerät statt zwei, für 5:40 Stunden je Durchgang und nur 6 kg Trockenbeladung von 9 kg Waschbeladung.
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| Vorgang | Strom | Wasser | Laufzeit | Befund |
|---|---|---|---|---|
| Waschen 9 kg, 40 °C | 0,84 kWh | 54 l | 2:50 h | |
| Trocknen 6 kg, schranktrocken | 2,28 kWh | 7 l | 2:50 h | |
| Beides in einem Durchlauf, 6 kg | 3,12 kWh | 61 l | 5:40 h | |
| Zwei Einzelgeräte, 6 kg | 2,41 kWh | 42 l | 4:35 h plus Umladen | |
| Nur Waschen 9 kg, ohne Trocknen | 0,84 kWh | 54 l | 2:50 h | |
| Bereitschaft nach Programmende | 0,5 W | entfällt | bis zum Ausschalten |
Sechs von neun Kilogramm
Die Waschbeladung beträgt 9 Kilogramm und die Trocknungsbeladung 6, also zwei Drittel. Wer die Maschine voll wäscht und anschließend trocknen will, muss vorher ein Drittel der Wäsche herausnehmen; nachgeprüft mit 9 Kilogramm im Durchlaufprogramm brach das Gerät nicht ab, aber die Restfeuchte lag nach dem angeblich schranktrockenen Programm bei 8,4 statt 1,8 Prozent.
Das ist die zentrale Eigenschaft der Bauart und der Grund für die meisten Enttäuschungen: eine Trommel, die 9 Kilogramm Wäsche waschen kann, kann sie nicht trocknen, weil dafür Platz zum Bewegen und Luft zum Durchströmen nötig ist. Das Trommelvolumen von 63 Litern, ausgelitert mit einem Messbecher, ist für 6 Kilogramm Trockenwäsche knapp und für 9 zu klein.
3,12 Kilowattstunden für einen Durchlauf
Waschen und Trocknen in einem Durchlauf mit 6 Kilogramm verbrauchte 3,12 Kilowattstunden und 61 Liter Wasser bei 5:40 Stunden Laufzeit. Getrennt gemessen entfielen davon 0,84 Kilowattstunden und 54 Liter auf das Waschen und 2,28 Kilowattstunden und 7 Liter auf das Trocknen.
Zum Vergleich brauchten eine Waschmaschine und ein Wärmepumpentrockner als Einzelgeräte für dieselben 6 Kilogramm 2,41 Kilowattstunden und 42 Liter. Der Waschtrockner liegt damit 29 Prozent über dem Strom und 45 Prozent über dem Wasser. Bei 150 Durchgängen im Jahr, 32 Cent je Kilowattstunde und 4,50 Euro je Kubikmeter Wasser sind das 34 Euro Mehrkosten im Jahr.
Sieben Liter Wasser für die Trocknung
Die 7 Liter Wasserverbrauch beim Trocknen sind das auffälligste Ergebnis und die Erklärung für den Wasserunterschied. Bei diesem Gerät kühlt ein Teil des Trocknungsprozesses mit Frischwasser, das anschließend in den Abfluss läuft; ein Wärmepumpentrockner als Einzelgerät braucht kein Wasser.
Nachgeprüft wurde, ob das Gerät ausschließlich so arbeitet: bei einem Trocknungsvorgang mit geschlossenem Wasserzulauf brach es nach 4 Minuten mit einer Fehlermeldung ab. Die Wasserkühlung ist damit Teil des Verfahrens und nicht abwählbar. Bei Geräten, die vollständig mit Wärmepumpe trocknen, entfällt das; die Modellbezeichnung allein sagt darüber nichts, und die Angabe zum Wasserverbrauch im Datenblatt für das Programm mit Trocknen ist die Stelle, an der es steht.
Fünf Stunden vierzig
Der Durchlauf dauerte 5:40 Stunden, davon 2:50 Waschen und 2:50 Trocknen. Mit Einzelgeräten waren es 4:35 Stunden plus die Zeit fürs Umladen, allerdings kann dort die nächste Waschladung starten, während die erste trocknet.
Bei mehreren Ladungen wird der Unterschied groß: mit zwei Geräten sind drei Ladungen waschen und trocknen in 6:45 Stunden erledigt, mit dem Waschtrockner in 17 Stunden, weil er sequenziell arbeitet. Für einen Einpersonenhaushalt mit zwei Ladungen in der Woche ist das ohne Bedeutung, für eine Familie mit fünf Ladungen ist es der ausschlaggebende Punkt.
Was das Gerät an Platz spart
Der Waschtrockner misst 60 mal 60 mal 85 Zentimeter und braucht damit eine Nische von 60 Zentimetern Breite. Zwei Einzelgeräte nebeneinander brauchen 120 Zentimeter, übereinander gestapelt 60 Zentimeter Breite und 170 Zentimeter Höhe.
Der Stapelbetrieb ist die eigentliche Alternative, und er verlangt einen Zwischenbausatz für 30 bis 60 Euro sowie eine Deckenhöhe, die das Beladen des oberen Geräts erlaubt: bei einer Einfüllöffnung auf 130 Zentimetern Höhe ist das für die meisten Menschen machbar, für eine Person von 1,55 Metern grenzwertig. Wo die 120 Zentimeter Breite oder die 170 Zentimeter Höhe nicht vorhanden sind, ist der Waschtrockner die einzige Lösung, und dann sind die 34 Euro Mehrkosten im Jahr der Preis dafür.
Wärme und Feuchte im Raum
In einem Raum von 12 Quadratmetern mit geschlossener Tür stieg die Temperatur über den vollständigen Durchlauf um 3,4 Grad und die Luftfeuchte von 48 auf 57 Prozent. Ein Kondenstrockner ohne Wärmepumpe brachte im selben Raum 6,8 Grad und 71 Prozent.
Die geringere Feuchteabgabe liegt an der Wasserkühlung aus Abschnitt 03: die Feuchte geht mit dem Kühlwasser in den Abfluss und nicht in die Raumluft. Für einen Kellerraum ohne Fenster ist das ein Vorteil gegenüber einem Kondenstrockner, und der Waschtrockner spielt seine Stärke damit genau dort aus, wo auch der Platz knapp ist.
Schleudern und die Restfeuchte
Nach dem Schleudern mit 1.600 Umdrehungen je Minute wog die Wäsche 8,64 Kilogramm bei 6,0 Kilogramm Trockengewicht, hatte also 44 Prozent Restfeuchte. Nach dem Programm schranktrocken lagen 1,8 Prozent an, was der üblichen Definition von unter 2 Prozent entspricht.
Mit 1.200 statt 1.600 Umdrehungen lag die Restfeuchte nach dem Schleudern bei 53 Prozent, und der Trocknungsgang brauchte dann 2,64 statt 2,28 Kilowattstunden und 3:15 statt 2:50 Stunden. Die Schleuderdrehzahl ist damit die wirksamste Einstellung an diesem Gerät: 400 Umdrehungen mehr sparen 0,36 Kilowattstunden je Durchgang, also 12 Cent, und kosten beim Waschen 0,03 Kilowattstunden.
Aufstellen, Anschluss und die Schwingung
Das Gerät wiegt 82 Kilogramm und steht auf vier verstellbaren Füßen mit 22 Millimetern Verstellweg. Waagerecht ausgerichtet lag die Beschleunigung auf dem Estrich 50 Zentimeter neben dem Gerät während des Schleudergangs bei 0,21 Metern je Quadratsekunde; mit einem um 4 Millimeter zu kurzen Fuß, also leicht kippelnd, bei 0,74.
Der Faktor von dreieinhalb ist der Grund, warum eine Wasserwaage zum Aufstellen gehört. Zwei weitere Punkte fielen auf. Der Ablaufschlauch muss über einen Bogen von 60 bis 100 Zentimetern Höhe geführt werden; bei 40 Zentimetern lief nach dem Programm Wasser aus der Trommel zurück. Und die Transportsicherungen: drei Schrauben an der Rückwand halten die Trommel für den Versand, und ein Probelauf mit einer noch montierten Sicherung endete nach 40 Sekunden mit deutlichem Schlagen; herausgedreht werden sie vor dem ersten Wasseranschluss, und die Löcher werden mit den beiliegenden Stopfen verschlossen.
Was der Waschtrockner kostet
Das Gerät kostete 1.049 Euro. Eine Waschmaschine derselben Klasse liegt bei 550 Euro und ein Wärmepumpentrockner bei 600, zusammen also 1.150 Euro plus 45 Euro Zwischenbausatz für den Stapelbetrieb.
Die Anschaffung ist damit vergleichbar, und die Rechnung fällt an anderer Stelle: 34 Euro Mehrkosten im Betrieb je Jahr und eine Reparatur, die bei einem Gerät das ganze System betrifft.
Bei einem Defekt der Wärmepumpe ist die Maschine auch zum Waschen nicht mehr nutzbar, während bei Einzelgeräten eines weiterläuft. Wer nur waschen will und selten trocknet, kauft eine Waschmaschine und trocknet auf dem Ständer; das Gerät verlangt nichts anderes als eine ehrliche Antwort auf die Frage, wie oft der Trockner tatsächlich läuft.
Wozu zwölf Durchgänge nicht reichen
Zwölf vollständige Durchgänge sind bei zwei Ladungen in der Woche sechs Wochen. Über die Haltbarkeit des Kältekreises und der Trommellagerung sagt das nichts. Prüfbar bleibt der Verbrauch je Durchgang, und die 3,12 Kilowattstunden sind der Ausgangswert; ein dauerhafter Anstieg deutet auf ein Problem hin, und die häufigste Ursache ist ein verstopftes Flusensieb.
Nachgemessen mit absichtlich ungereinigtem Sieb nach zwölf Durchgängen stieg der Trocknungsverbrauch von 2,28 auf 2,51 Kilowattstunden und die Laufzeit von 2:50 auf 3:10 Stunden. Die Reinigung dauerte 3 Minuten. Bei einem Waschtrockner sitzt zusätzlich ein Kondensationssieb im Sockelbereich, das laut Anleitung monatlich zu prüfen ist, und dort fanden sich nach zwölf Durchgängen 9 Gramm Flusen.
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| Größe | Wert | Angabe | Bemerkung | Befund |
|---|---|---|---|---|
| Waschbeladung | 9,0 kg | 9 kg | Baumwolle | |
| Trocknungsbeladung | 6,0 kg | 6 kg | zwei Drittel der Waschmenge | |
| Trommelvolumen | 63 l | keine Angabe | ausgelitert | |
| Restfeuchte nach Schleudern 1.600/min | 44 % | keine Angabe | gewogen | |
| Restfeuchte schranktrocken | 1,8 % | unter 2 % | gewogen | |
| Wasser für die Trocknung | 7 l | keine Angabe | Kondensationskühlung |
Häufige Fragen
Warum trocknet ein Waschtrockner weniger, als er wäscht?
Weil Trocknen Platz und Luftzirkulation braucht. Die Waschbeladung beträgt 9 Kilogramm, die Trocknungsbeladung 6. Mit 9 Kilogramm im Durchlaufprogramm lag die Restfeuchte am Ende bei 8,4 statt 1,8 Prozent.
Was verbraucht ein Durchlauf?
3,12 Kilowattstunden und 61 Liter Wasser für 6 Kilogramm in 5:40 Stunden. Zwei Einzelgeräte brauchten für dieselbe Menge 2,41 Kilowattstunden und 42 Liter, also 29 Prozent weniger Strom und 45 Prozent weniger Wasser.
Warum braucht das Trocknen Wasser?
Weil ein Teil des Vorgangs mit Frischwasser kühlt, das in den Abfluss läuft: 7 Liter je Trocknungsgang. Mit geschlossenem Zulauf brach das Gerät nach 4 Minuten mit einer Fehlermeldung ab; abwählbar ist die Wasserkühlung nicht.
Wie lange dauern mehrere Ladungen?
Deutlich länger als mit zwei Geräten, weil ein Waschtrockner sequenziell arbeitet: drei Ladungen waschen und trocknen brauchten 17 Stunden gegen 6:45 mit Einzelgeräten, bei denen die nächste Waschladung parallel läuft.
Wie viel Platz spart das Gerät?
Es braucht eine Nische von 60 Zentimetern gegen 120 für zwei Geräte nebeneinander oder 60 mal 170 Zentimeter im Stapelbetrieb, für den ein Zwischenbausatz von 30 bis 60 Euro nötig ist.
Heizt der Waschtrockner den Raum auf?
Um 3,4 Grad in einem Raum von 12 Quadratmetern, bei einem Anstieg der Luftfeuchte von 48 auf 57 Prozent. Ein Kondenstrockner brachte dort 6,8 Grad und 71 Prozent, weil bei ihm die Feuchte in die Raumluft geht statt in das Kühlwasser.
Welche Schleuderdrehzahl ist sinnvoll?
Die höchste zulässige. Mit 1.600 Umdrehungen lag die Restfeuchte bei 44 Prozent, mit 1.200 bei 53, und der Trocknungsgang brauchte dann 2,64 statt 2,28 Kilowattstunden und 25 Minuten länger. Das Schleudern selbst kostet nur 0,03 Kilowattstunden mehr.
Lohnt sich ein Waschtrockner gegenüber zwei Geräten?
In der Anschaffung ja: 1.049 gegen 1.150 Euro plus Bausatz. Im Betrieb kostet er 34 Euro mehr im Jahr, und bei einem Defekt der Wärmepumpe ist auch das Waschen nicht mehr möglich. Entscheidend ist der Platz und wie oft der Trockner tatsächlich läuft.
Geprüft im Juli 2026