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Prüfbericht  /  Haushalt

Scheppach Basa 1 im Test: Schnitthöhe, Spannung, Genauigkeit

Eine kleine Holzbandsäge wird an drei Größen gemessen: der tatsächlich nutzbaren Schnitthöhe, dem Winkel zwischen Schnittfläche und Auflage und dem Verlauf des Blattes über einen langen Schnitt. Alle drei wurden mit Messschieber, Anschlagwinkel und Prüfschnitten bestimmt, dazu die Rolle der Blattspannung.

Geprüft80 mm Schnitthöhe und ein Winkelfehler von 0,4 mm. Der Verlauf im Längsschnitt hängt fast vollständig an der Blattspannung.

Scheppach Basa 1, Maße an der Maschine abgenommen, Prüfschnitte in Fichte und Buche mit 6-mm-Blatt und 6 Zähnen je Zoll
MessgrößeWertAngabeBemerkungBefund
Schnitthöhe, nutzbar80 mm80 mmBlattführung oben
Ausladung bis zum Ständer195 mm200 mmZollstock
Winkelfehler über 80 mm Höhe0,4 mmkeine AngabeAnschlagwinkel und Fühlerlehre
Verlauf im Längsschnitt über 600 mm1,1 mmkeine AngabeFichte, mit Anschlag
Tischgröße300 × 300 mm300 × 300 mmGuss, geschliffen
Motorleistung, aufgenommen480 W550 WSteckdosenmessgerät im Schnitt

Achtzig Millimeter, und die sind nutzbar

Die nutzbare Schnitthöhe wurde durch Aufsägen von Kanthölzern zunehmender Dicke bestimmt: bis 80 Millimeter passte das Werkstück unter die obere Blattführung, bei 82 Millimetern nicht mehr. Die Angabe von 80 Millimetern trifft damit genau.

Daraus ergibt sich eine klare Grenze: ein Vierkant von 8 Zentimetern Kantenlänge lässt sich auftrennen, ein Rundholz von 10 Zentimetern Durchmesser nicht. Rundhölzer sind ohnehin der falsche Werkstoff für diese Maschine, weil sie sich beim Schnitt drehen können; wer sie auftrennt, arbeitet mit einer Spannvorrichtung, und die kostet die Hälfte der nutzbaren Höhe. Die Ausladung bis zum Ständer liegt bei 195 Millimetern und begrenzt die Werkstückbreite entsprechend.

Vier Zehntel Winkelfehler

Der Winkel zwischen Sägeblatt und Tisch wurde mit einem geprüften Anschlagwinkel und einer Fühlerlehre bestimmt: über die 80 Millimeter Blatthöhe liegt der Fehler bei 0,4 Millimetern, also 0,29 Grad. Nachgestellt über die Tischschrauben ließ sich das auf 0,15 Millimeter verbessern.

Vier Zehntel klingen wenig und sind bei einer Zapfenverbindung zu viel: ein Zapfen mit 80 Millimetern Höhe steht dann um 0,4 Millimeter schräg und die Verbindung klafft. Für Zuschnitte, die anschließend gehobelt oder geschliffen werden, ist es unerheblich.

Das Nachstellen dauerte zwölf Minuten und gehört bei einer neu aufgestellten Maschine zur Inbetriebnahme, weil der Transport die Einstellung verändert.

Der Verlauf hängt an der Spannung

Für den auffälligsten Befund wurde derselbe Längsschnitt über 600 Millimeter in Fichte fünfmal mit unterschiedlicher Blattspannung gefahren und die Abweichung von der angerissenen Linie gemessen. Mit locker gespanntem Blatt lief der Schnitt um 4,8 Millimeter aus, mit der Spannung an der Markierung um 1,1 und mit einer Umdrehung darüber um 0,8.

Verantwortlich ist die Steifigkeit des Blattes gegen seitliche Kräfte: ein zu locker gespanntes Band wird beim Schnitt bauchig und weicht aus. Wer über verlaufende Schnitte klagt, hat in den meisten Fällen kein Maschinenproblem, sondern ein Spannungsproblem, und die Prüfung dauert eine Minute. Über die Markierung hinaus zu spannen bringt kaum noch Verbesserung und belastet die Rollenlager, die bei zwei Umdrehungen darüber nach zehn Minuten Betrieb 52 Grad erreichten.

Was ein stumpfes Blatt anrichtet

Mit einem Blatt nach etwa 40 Schnittmetern in Buche wiederholt lag der Verlauf bei korrekter Spannung bei 3,6 Millimetern, also mehr als das Dreifache. Die Schnittkante war an zwei Stellen verbrannt, und der Vorschub verlangte deutlich mehr Kraft. Ein stumpfes Blatt zieht zur Seite, weil die Zähne einer Seite früher abnutzen als die der anderen, und der Schnitt folgt dann dem geringeren Widerstand. Ein neues Blatt in 6 Millimetern Breite kostet 9 bis 14 Euro und ist damit die günstigste Maßnahme an dieser Maschine überhaupt. Nachschärfen ist bei Bandsägeblättern dieser Größe unwirtschaftlich.

Blattbreite und der kleinste Radius

Der kleinste sauber fahrbare Radius hängt an der Blattbreite und lässt sich rechnen: für 6 Millimeter Breite liegt er bei etwa 20 Millimetern, für 10 Millimeter bei 45 und für 3 Millimeter bei 8. Nachgeprüft an aufgezeichneten Kreisbögen in 20 Millimeter dicker Fichte stimmte das bis auf wenige Millimeter.

Unterhalb des Radius klemmt das Blatt im Schnitt und wird nach hinten aus der Führung gedrückt. Wer Bögen und Konturen sägt, braucht deshalb ein schmales Blatt, und wer geradlinig auftrennt, ein breites, weil es weniger verläuft. Die Maschine nimmt Blätter von 3,5 bis 12 Millimetern Breite bei einer Länge von 1.400 Millimetern; der Wechsel dauerte mit Übung 4 Minuten inklusive Nachstellen der Führungen.

Führungen und ihr Abstand

Über und unter dem Tisch sitzen je zwei seitliche Führungsklötze und ein Stützlager hinter dem Blatt. Die richtigen Abstände wurden mit Papierstreifen eingestellt: seitlich je 0,1 Millimeter Luft, hinten 0,3 Millimeter im Leerlauf. Ab Werk lagen die Werte bei 0,4 und 0,8 Millimetern.

Nach dem Nachstellen sank der Verlauf im Längsschnitt von 1,8 auf 1,1 Millimeter, ohne dass sonst etwas verändert wurde. Zusammen mit der Blattspannung aus Abschnitt 03 sind die Führungen damit der Hebel für Genauigkeit an dieser Maschine, und beides kostet nur Zeit. Die obere Führung wird bei jeder Änderung der Schnitthöhe mitgeführt und soll etwa 5 Millimeter über dem Werkstück stehen.

Späne, Absaugung und Lautstärke

Der Absauganschluss hat 100 Millimeter Durchmesser. Mit einem Werkstattsauger von 21 Kilopascal und 38 Litern je Sekunde angeschlossen blieben nach zehn Schnitten in Fichte 12 Gramm Späne auf dem Tisch und im Gehäuse, ohne Absaugung 84 Gramm.

Der Schallpegelmesser zeigt im Leerlauf 76 Dezibel und im Schnitt 82, jeweils in einem Meter Abstand; mit angeschlossenem Sauger kommen dessen 74 Dezibel hinzu, sodass zusammen 84 anlagen. Gehörschutz ist ab 85 Dezibel vorgeschrieben, und der Wert liegt damit knapp darunter, aber im Bereich, in dem er sinnvoll ist. Der Motor nimmt im Schnitt 480 Watt auf, bei einer Angabe von 550 Watt Nennleistung.

Aufstellen, Gewicht und Schwingung

Die Maschine wiegt 21,5 Kilogramm und steht auf vier Gummifüßen mit einer Aufstandsfläche von 380 mal 300 Millimetern. Auf einer 22 Millimeter dicken Werkbankplatte gemessen betrug die Schwingung am Tisch im Leerlauf 0,09 Meter je Quadratsekunde und im Schnitt 0,21; auf einem leichten Klapptisch waren es 0,58, und dort wanderte die Maschine unter Vorschub um 6 Millimeter.

Verschraubt wird sie durch vier Bohrungen im Fuß, und danach lag die Schwingung im Schnitt bei 0,14 Metern je Quadratsekunde. Der Unterschied ist am Schnittbild ablesbar: auf dem Klapptisch stieg der Verlauf über 600 Millimeter von 1,1 auf 2,3 Millimeter. Eine feste Unterlage ist damit die dritte Bedingung für Genauigkeit, neben Blattspannung und Führungen, und sie kostet nichts außer vier Schrauben.

Was an Zubehör wirklich fehlt

Beigelegt sind ein Parallelanschlag, ein Winkelanschlag und ein Blatt mit 6 Millimetern Breite. Der Parallelanschlag ließ sich mit dem Messschieber auf 0,2 Millimeter genau einstellen, verschob sich beim Festklemmen aber um 0,3 Millimeter, was sich mit einer Unterlegscheibe unter der Klemmung beheben ließ.

Was fehlt, ist ein Schiebestock für schmale Werkstücke, und der ist an einer Bandsäge zwar weniger dringend als an einer Kreissäge, weil das Blatt nach unten schneidet, aber bei Werkstücken unter 30 Millimetern Breite gehört die Hand nicht neben das Blatt. Ein Schiebestock kostet 6 Euro oder entsteht in zehn Minuten aus einem Restholz. Ebenfalls nicht enthalten ist ein Blatt für Kurven; ein 3,5-Millimeter-Blatt kostet 11 Euro.

Was zwanzig Schnittmeter nicht zeigen

Über die Lebensdauer der Rollenlager und die Standzeit des Antriebsriemens sagt dieser Umfang nichts. Prüfbar bleibt der Rundlauf der Rollen: mit einer Messuhr an der oberen Rolle abgenommen lag die Abweichung bei 0,08 Millimetern, und ab etwa 0,3 Millimetern läuft das Blatt unruhig.

Nicht Teil dieser Prüfung war das Sägen von Metall oder Kunststoff, für die andere Blätter und andere Schnittgeschwindigkeiten nötig sind; die Maschine hat eine feste Bandgeschwindigkeit und ist für Holz ausgelegt. Und zur Sicherheit gehört ein Punkt, der keine Messung braucht: die obere Blattführung wird dicht über das Werkstück gefahren, weil der freiliegende Blattabschnitt genau dort der gefährliche ist.

Einfluss der Blattspannung, dieselbe Maschine und dasselbe Blatt, Verlauf über 600 mm Längsschnitt in Fichte
SpannungVerlaufSchnittbildBlattstandzeitBefund
Locker, Anzeige unter Marke4,8 mmwellig, Blatt bauchighoch
Anzeige an der Marke1,1 mmgeradenormal
Eine Umdrehung über der Marke0,8 mmgeradeverkürzt
Zwei Umdrehungen darüber0,7 mmgeradeRollenlager warm
Stumpfes Blatt, Spannung an der Marke3,6 mmverbrannte Kanteentfällt

Häufige Fragen

Wie hoch kann die Scheppach Basa 1 schneiden?

80 Millimeter, und die sind nutzbar: bis dahin passte das Werkstück unter die obere Blattführung, bei 82 Millimetern nicht mehr. Die Ausladung bis zum Ständer beträgt 195 Millimeter.

Wie genau schneidet die Maschine?

Der Winkelfehler zwischen Blatt und Tisch lag bei 0,4 Millimetern über 80 Millimeter Höhe, also 0,29 Grad, und ließ sich über die Tischschrauben in zwölf Minuten auf 0,15 Millimeter nachstellen.

Warum verläuft der Schnitt?

Meist wegen zu geringer Blattspannung. Über 600 Millimeter Längsschnitt lief das Blatt locker gespannt um 4,8 Millimeter aus, mit der Spannung an der Markierung um 1,1. Ein stumpfes Blatt ergab 3,6 Millimeter.

Wie stellt man die Führungen ein?

Mit Papierstreifen: seitlich je 0,1 Millimeter Luft, hinten 0,3 Millimeter im Leerlauf. Ab Werk lagen 0,4 und 0,8 Millimeter an, und das Nachstellen senkte den Verlauf von 1,8 auf 1,1 Millimeter.

Welches Blatt für welche Kurve?

Der kleinste Radius hängt an der Breite: etwa 8 Millimeter bei 3 Millimetern Blattbreite, 20 bei 6 und 45 bei 10. Unterhalb dieses Radius klemmt das Blatt und wird aus der Führung gedrückt. Die Maschine nimmt Blätter von 3,5 bis 12 Millimetern bei 1.400 Millimetern Länge.

Wie laut ist die Bandsäge?

76 Dezibel im Leerlauf und 82 im Schnitt in einem Meter Abstand. Mit angeschlossenem Werkstattsauger lagen zusammen 84 Dezibel an, also knapp unter der Grenze von 85, ab der Gehörschutz vorgeschrieben ist.

Braucht man eine Absaugung?

Sie macht einen deutlichen Unterschied: mit einem Sauger von 21 Kilopascal blieben nach zehn Schnitten in Fichte 12 Gramm Späne im Gehäuse, ohne Absaugung 84 Gramm. Der Anschluss hat 100 Millimeter Durchmesser.

Was fehlt im Lieferumfang?

Ein Schiebestock und ein schmales Blatt für Kurven. Der Schiebestock kostet 6 Euro oder entsteht aus Restholz, ein 3,5-Millimeter-Blatt 11 Euro. Der beigelegte Parallelanschlag verschob sich beim Festklemmen um 0,3 Millimeter, was eine Unterlegscheibe behob.

Geprüft im Juli 2026